Interview: Norbert Fellner im Gespräch mit der Wildeshauser Zeitung

„Den Wählern wählbare Personen vorschlagen“

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Norbert Fellner

Wildeshausen - Zur Unterstützung des unabhängigen Bürgermeisterkandidaten Jens-Peter Hennken hat sich jetzt die „Wählergemeinschaft – Wir für Wildeshausen“ gegründet. Wir haben mit dem Vorsitzenden Norbert Fellner gesprochen

Herr Fellner, gemeinsam mit sechs weiteren Wildeshauser Bürgern haben Sie die „Wählergemeinschaft - Wir für Wildeshausen“ gegründet. Warum?

Die Wählergemeinschaft wurde gegründet, weil wir mit der Verfahrensweise für die Kandidatenauswahl eines Bürgermeisters der Wildeshauser Parteien nicht einverstanden waren. Wahlen bedeuten in unserem demokratischen Verständnis, dass wählbare Personen den Bürgern als Kandidaten vorgeschlagen werden.

Wie beurteilen Sie das Auswahlverfahren der Ratsparteien?

Wir meinen, dass hätte man transparenter im Sinne der Bürger machen können. Wir können auch nicht nachvollziehen, wie man sich auf eine Kandidatin einigen konnte, wo die inhaltlichen Themen zur Weiterentwicklung von Wildeshausen von der Kandidatin noch nicht dargestellt wurden.

Was haben Sie gegen die Kandidatin der im Stadtrat vertretenen Parteien?

Wir kennen die Kandidatin nicht und haben deshalb auch keine Vorbehalte.

Reicht Ihnen die Qualifikation der benannten Kandidatin nicht aus?

Darüber können wir uns bis heute noch kein Urteil erlauben. Wir wissen, dass die Kandidatin Verwaltungserfahrung hat. Über Inhalte, die die Kandidatin vertreten will, haben wir noch nicht viel gehört.

Nachdem die wirtschaftliche- als auch die Stadtentwicklung von Wildeshausen in den vergangenen sechs Jahren keine Fortschritte gemacht hat, brauchen wir einen Bürgermeister, der Wildeshausen nach vorne bringt.

Nach vorne bringen bedeutet Vision haben, Strategien entwickeln und umsetzen, Stärken ausbauen, Schwächen in Stärken wandeln. Wir brauchen einen Bürgermeister, der heute schon in der Mitte der Wildeshauser Bürger steht und damit Teil von Wildeshausen ist. Der aus der freien Wirtschaft kommt, mit Kreativität und Visionen überzeugt, Finanzkompetenz und Weitblick mit bringt. Unsere Wahl ist auf Jens-Peter Hennken gefallen.

Warum gerade Herr Hennken?

In seinem Flyer stellt Herr Hennken sein Angebot zur Bürgermeisterwahl 2014 dar. Im Internet haben die Wildeshauser die Möglichkeit, sich über die zentralen Themen von Herrn Hennken zu informieren und sich am Dialog zu beteiligen. Alles ist transparent dargestellt. Das können wir alle heute schon greifen und für uns bewerten.

Warum glauben Sie, wäre Jens-Peter Hennken der bessere Bürgermeister?

Wildeshausen hat in den vergangenen Jahren den Anschluss an die Entwicklung der gesamten Metropolregion Bremen-Oldenburg verloren. Während andere Kommunen sich prächtig entwickelt haben, schrumpft Wildeshausen. Daher braucht Wildeshausen einen Bürgermeister, der nicht nur verwaltet, sondern das Potenzial unserer Stadt aktiviert und anpackt. Wir müssen uns um eine aktive Wirtschaftsförderung intensiv kümmern.

Hat Hennken denn überhaupt Chancen?

Das hängt davon ab, ob die Wähler bereit sind, sich mit ihm und seinen Themen zu identifizieren, zu beschäftigen und sich zu beteiligen. Für Herrn Hennken ist alles möglich von fünf bis 75 Prozent der Stimmen.

Wenn Herr Hennken für Ihre Wählergemeinschaft antritt, kann er dann noch als unabhängiger Kandidat antreten?

Auf jeden Fall. Wir vertreten keine partei-politische Meinung. Eines unserer Ziele ist, dass möglichst viele Wildeshauser wählen gehen, und dass es was zum „Wählen“ gibt.

Wie geht's denn jetzt weiter?

In den vergangenen Wochen haben wir die Voraussetzungen dafür geschaffen, als Wählergemeinschaft bei Wahlen antreten zu können. Unsere Aufgabe beschränkt sich derzeit darauf, Herrn Hennken im Bürgermeister-Wahlkampf 2014 zu unterstützen. So bilden wir in den kommenden Wochen Arbeitskreise, die sich mit Teilprojekten des Wahlkampfs 2014 beschäftigen werden. Auf unserer Homepage http://www.wir-für-wildeshausen.de haben wir Informationen hierzu zusammengestellt und hoffen auf die Mithilfe interessierter Wildeshauser Bürger. · dr

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