Bau- und Umweltausschuss: Marschwiesen sollen zum Landschaftsschutzgebiet werden

„Das sind illegale Bauarbeiten“

Freuen sich auf neue Notebooks für die PC-Räume: Frank Schneider und Jan Pössel (v.l.).

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Da waren sich gestern Abend alle einig – die Wildeshauser Marschwiesen (Welgenmarsch) sollen komplett als Naherholungsgebiet im jetzigen Zustand erhalten bleiben. Einstimmig daher die Entscheidung des städtischen Bau- und Umweltausschusses, hierfür ein Landschaftsschutzgebiet entsprechend des Landschaftsrahmenplanes des Landkreises zu beantragen.

Die bisherigen Überlegungen, einen Bebauungsplan über das Gebiet zu legen und diesen auch noch mit einer Veränderungssperre zu versehen, waren damit vom Tisch. So nämlich lautete der ursprüngliche Auftrag des Verwaltungsausschusses für die Verwaltung. Erreicht werden sollte auf alle Fälle, dass landwirtschaftlich-privilegierte Bauvorhaben dort nicht mehr möglich sind. Schließlich lag der Antrag eines Investors vor, in diesem Bereich Ställe zu bauen, um Pferdezucht zu betreiben.

Erst gestern Abend unterbreitete Bauamtsleiter Ulrich Fortmann dem Ausschuss die Möglichkeit, dass anstelle der Aufstellung eines Bebauungsplanes die Marschwiesen auch in ein Landschaftsschutzgebiet umgewandelt werden können: „Entgegen des B-Planes muss die Sache dann nur ein Verfahren durchlaufen.“ Dementsprechend wurde auch der Beschlussvorschlag formuliert: Die Verwaltung wird beauftragt, die Aufstellung eines Landschaftsschutzgebietes beim Landkreis zu beantragen.

Etwas Verwirrung hatte es während der Aussprache gegeben. So wussten Uwe Dekker (CDU) und Karl Schulze Temming-Hanhoff, dass im besagten Bereich bereits Bauarbeiten durchgeführt werden. Auch in unserer Redaktion hatte sich ein Bürger gemeldet und dieses mitgeteilt. „Wie können wir jetzt eingreifen ? Es wird schon gebaut“, sagte Dekker. Und Temming Hanhoff: „Schon vor längerer Zeit hat der Investor gesagt, dass er sowieso die Erlaubnis bekommt. Jetzt ist auch schon alles ausgewinkelt. Außerdem liegt jede Menge Moniereisen an der Baustelle. Das sind illegale Machenschaften.“

Fortmann versuchte aufzuklären: „Es soll lediglich ein Unterstand gebaut werden, wo die Tiere Schutz bei schlechtem Wetter finden und wo Futter gelagert werden kann.“ Das aber mochten die Kritiker nicht hinnehmen. Traute Sandkuhl (Grüne) vertrat die Meinung, „dass dieses Vorgehen umgehend dem Landkreis gemeldet werden muss, damit ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden kann.“ Fortmann: „Es gibt definitiv keine Baugenehmigung.“

Einstimmig auch die Entscheidung, die Lieferung von 27 Notebooks und sechs Beamern für die Realschule an die Firma „iits“ aus Bremen zu vergeben. Hierfür stehen rund 18 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung. Eine Tatsache, die Schulleiter Jan Pössel und den PC-Experten, Lehrer Frank Schneider, freuen wird: „Wir müssen dringend einige Rechner austauschen, die mittlerweile ins zehnte Jahr gehen. Diese sind auf Grund ihrer veralteten Ausstattung für den Unterricht nicht mehr zu gebrauchen.“

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