Superintendent vergibt nach Visitation Bestnoten für die evangelische Christusgemeinde

„City-Kirche auf dem Lande“

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„Außergewöhnlich“ – so lautet nach abgeschlossener Visitation das Urteil von Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder über die evangelische Gemeinde Harpstedt.

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenBestnoten für die evangelische Gemeinde Harpstedt vergab gestern auf Nachfrage der Kreiszeitung Dr. Jörn Michael Schröder, Superintendent des Kirchenkreises Syke-Hoya, nach abgeschlossener Visitation.

Der 45-Jährige lobte das große Angebot an Kulturveranstaltungen, die sich in ihrer Akzentsetzung ergänzenden Pastoren, das gute Miteinander im Kirchenvorstand, die große Bandbreite der verschiedenen gemeindlichen Gruppen und Gesprächskreise, die funktionierende Vernetzung mit anderen Akteuren, den außergewöhnlich breiten Stamm von engagierten Mitarbeitern und den sehr hohen Stellenwert des Ehrenamtes.

Er hatte in seinen Gesprächen eine Äußerung aufgeschnappt, die ihm besonders gefiel: Die evangelische Christusgemeinde sei eine „City-Kirche auf dem Lande“. Schröder kann dieser Einschätzung voll zustimmen. In Harpstedt verbänden sich die Bedeutung des Ehrenamtes und ein vertrautes Miteinander, also Dinge, die das ländliche Leben auszeichneten, mit einem kulturellen Angebot eigentlich eher schon städtischer Prägung.

Pastor Werner Richter geht 2014 in den Ruhestand. Er hinterlässt eine Lücke, die alles andere als leicht zu schließen sein dürfte. Die Pfarrstelle wird nicht beschnitten.

Die volle Zustimmung des Superintendenten fand das Selbstverständnis der evangelischen Gemeinde, die sich als offene Kirche präsentiert, in der sich fromme Christen ebenso zu Hause fühlen dürfen wie Skeptiker und Zweifler im Glauben. Gleichwohl gelinge es Harpstedt an vielen Stellen „erstaunlich gut“, religiöse Botschaften und christliche Inhalte zu transportieren und zu vertiefen.

Die Angebotspalette nannte Schröder „außergewöhnlich“ für den Kirchenkreis Syke-Hoya, aber auch für die Hannoversche Landeskirche, wo er nur wenige Gemeinden kenne, die eine vergleichbare Breite offerierten. Imponiert hat dem geistlichen und organisatorischen Leiter des Kirchenkreises der Einsatz der Baugruppe. Die fleißigen Männer hatten auch bei den Gestaltungsmaßnahmen auf dem Friedhof und der Anlegung des Christusgartens kräftig geholfen. „Ich finde es einfach toll, dass es Menschen gibt, die für solche Dinge Zeit opfern.“ Das Klima innerhalb der Baugruppe sagte Schröder genauso zu wie die Vernetzung mit der immer wieder zur Unterstützung bereiten „Rentnerbänd“. Letztere hat ihr eigentliches Arbeitsfeld bekanntlich auf dem Harpstedter Koems-Gelände.

Selbst vorsichtige Kritik ließ sich dem Superintendenten nicht entlocken. Es gab offenbar, so zumindest der Eindruck, den er im Telefonat vermittelte, rein gar nichts zu meckern oder zu beanstanden.

Eine große Herausforderung sieht er indes darin, Pastor Werner Richter zu ersetzen, der am 22. Juni 2014 in den Ruhestand verabschiedet wird. Dessen Arbeitspensum und „Gemeindedistrikt“ seien einfach unglaublich groß. Die Pfarrstelle werde „in vollem Umfang wiederbesetzt“, kündigte Schröder an.

Noch in diesem Jahr wird der Superintendent auch die evangelische Gemeinde Heiligenloh-Colnrade einer Visitation unterziehen.

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