Bremer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Geschäftsführer des Delmenhorster Klinikums

Chefärzte setzen sich für Peter Stremmel ein

Oldenburg - DELMENHORST (cs) · Die Chefärzte des Klinikums Delmenhorst setzen sich für ihren Geschäftsführer Dr. Peter Stremmel ein. In einem offenen Brief an die Politiker der Stadt Delmenhorst fordern sie, Stremmel in seinem Posten zu lassen.

Die Bremer Staatsanwaltschaft wirft Stremmel und zwei Ärzten Abrechnungsbetrug in 289 Fällen vor. Die Schadenssumme soll sich auf 820 000 Euro belaufen. Die Vorwürfe beziehen sich auf die Zeit als der heute 56-jährige Klinikchef im Bremer Krankenhaus „Links der Weser“ war. Nach fast 20-jähriger Tätigkeit wurde er von dieser Stelle im Sommer 2008, kurz vor Ende seines Vertrags, freigestellt. Derzeit ist Peter Stremmel kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Delmenhorst.

„Wir, die Chefärzte des Klinikums Delmenhorst, bitten Sie, die aktuell öffentlich geführte Debatte um unseren Geschäftsführer Dr. Peter Stremmel zu beenden“, schreiben die neun Delmenhorster Chefärzte. „Andernfalls befürchten wir, dass aufgrund des öffentlichen Drucks und ohne jegliche rechtliche Grundlage oder moralisches Argument eine Entscheidung zum Nachteil unseres Hauses – nämlich die von Ihnen diskutierte Suspendierung des Geschäftsführers – getroffen wird.“ Viele Veränderungen und Zukunftsvisionen seien gemeinsam mit den Geschäftsführern Rudolf Mintrop und Peter Stremmel entwickelt worden. „Unser Ziel ist es, eine optimale und breit gefächerte Gesundheitsvorsorge für Delmenhorst und die Region anzubieten“, betonen die Chefärzte. Dieses sei in Zeiten des „enormen Kostendrucks“ im Gesundheitswesen nur mit kreativen und erfahrenen Köpfen wie dem Duo Mintrop / Stremmel möglich.

„Betrachten wir die nüchternen Fakten, gibt es aktuell eine Anklage – also einen Vorwurf – gegen Dr. Peter Stremmel“, so die Ärzte. Die Bremer Behörden würden in den kommenden Monaten ihre Arbeit tun, und das sollten sie auch. „Wir sind überzeugt davon, dass sich eine Freistellung des Geschäftsführers bei laufenden Bezügen aus unternehmerischer Sicht zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfiehlt und die Zukunft des Klinikums und damit die Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Delmenhorst und des Umlandes bedroht“, so die Mediziner.

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