Abschlussfeier der Realschule Wildeshausen / Shahidi geht von positiven Votum der Nieberding-Stiftung aus

Bürgermeister rechnet mit Zusage für Schulsozialarbeiter

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Frederik Nageler, Kim Giao Hübner, Denis Pede und Pia Rohmann (v.l.) wurden von Jan Pössel geehrt.

Wildeshausen - Bürgermeister Kian Shahidi geht als Vorstand der Nieberding-Stiftung fest davon aus, dass der Stiftungsbeirat der Finanzierung einer Schulsozialarbeiterstelle für die Stadt zustimmt.

Das erklärte Shahidi gestern im Rahmen der Abschlussfeier der Realschule in Wildeshausen. Die Finanzierung der Stelle aus Mitteln der Stiftung sei mit der Satzung vereinbar, die die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen der Stadt zum Inhalt habe. Mit Blick auf den ehemaligen Bürgermeister Franz Duin, der den für die Stiftungsaufsicht zuständigen Landkreis Oldenburg eingeschaltet hat, erklärte Shahidi: „Dafür, das zu erkennen, reicht gesunder Menschenverstand. Dafür benötigen wir kein Gutachten.“ Wenn der Rat seiner Einschätzung folge, so der Bürgermeister, „dann haben wir noch im Juli ein Votum und können noch in diesem Jahr die Stelle besetzen.“ Gleichzeitig betont Shahidi, dass alle Räume der Realschule daraufhin überprüft werden sollen, ob eine Schadstoffbelastung vorliegt.

„Wir nehmen Sie beim Wort“, erklärte Schulleiter Jan Pössel, der sich bei allen Beteiligten der Schule bedankte, dass sie trotz Schadstoffsanierung und Umbau der Aula so gute Leistungen erreicht haben. „Anders wäre es nicht möglich, heute so viele Abschlusszeugnisse zu vergeben.“

134 Schüler nahmen gestern ihre Zertifikate entgegen. 45 von ihnen erhielten den Erweiterten Sekundarabschluss I, der zum Besuch der Oberstufe berechtigt. Als Jahrgangsbeste wurden Kim Giao Hübner (Klasse 10 a) mit einem Notendurchschnitt von 1,63 sowie Pia Rohmann (Klasse 10 d, Note 1,69) und Denis Pede (Klasse 10 a, Note 1,73) geehrt. Frederik Nageler bekam eine Auszeichnung für vier Jahre Schlüsseldienst.

Pössel nutzte seine Rede dazu, auch Nachdenkliches einzustreuen. Angesichts eines Briefes von Kultusminister Althusmann, indem von einer freien, offenen und toleranten Gesellschaft die Rede war, äußerte der Schulleiter seine Bedenken, was die Toleranz in der Gesellschaft betrifft. „Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass es Menschen nicht ertragen können, wenn ein Schwuler in unserer Region Schulleiter werden soll“, erklärte er zu den Protesten, die es in Rechterfeld gegeben hatte. „Wenn ich das lese, dann ist der Weg zu einer toleranten Gesellschaft noch weit.“

Pössel verabschiedete die Schüler in das „Abenteuer, das Leben heißt“ und erinnerte an den Beginn des Schuljahres, als ein Motivationstrainer den jungen Menschen deutlich gemacht hatte: „Du kannst dein Ziel erreichen.“

Auf das Thema „Finale“ ging auch Bürgermeister Shahidi ein. „Im Gegensatz zu Jogi Löw und seinem Team habt ihr das Endspiel nach hartem Kampf gewonnen“, lobt Shahidi die Schüler. Jeder Mensch habe Stärken, mit denen er punkten könne – egal, ob handwerkliche, intellektuelle oder kommunikative Fähigkeiten. „Bildung ist auf Zukunft gerichtet. Sagt ‚Ja‘ zu den gestellten Aufgaben und werdet keine ‚Ja‘-Sager.“ · dr

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