Behördenleiter-Treffen / Shahidi und Diers gespannt auf Steuerschätzung / Teilbaugenehmigung erteilt

„Bürger bezahlt Investition mit“

Erster Kreisrat Rolf Eilers erläuterte Harald Theile, Dr. Detlev Lauhöfer, Hinrich Ricklefs, Anja Diers, Heinz Schevel und Dr. Kian Shahidi (von links) die Pläne des Kreishaus-Anbaus.

Landkreis - (ck) · Ein wenig neidisch wirkte Heinz Schevel gestern Nachmittag schon, als er die Pläne des Kreishaus-Anbaus betrachtete. „Ich dachte schon, dass hier unser neues Domizil entsteht“, scherzte der neue Chef des Wildeshauser Polizeikommissariats während des Behördenleitertreffens im Kreishaus. Bekanntlich könnten auch die Ordnungshüter angemessenere Räumlichkeiten gut gebrauchen. Aber das dauert wohl noch ein wenig. Erster Kreisrat Rolf Eilers hingegen berichtete, dass jetzt die Teilbaugenehmigung für die Erweiterung des Verwaltungskomplexes vorliegt.

Heute steht eine Bereisung für die Politiker des Kreistags an, um sich über mögliche Gestaltungsformen durch Klinker, Fenster und andere Fassadenteile zu informieren. „Normalerweise könnte man meinen, dass sich dies doch aus dem Aussehen unseres schon bestehenden Kreishauses ergibt, aber für Architekten ist es wichtig, dass immer die jeweilige Bauepoche ablesbar ist“, erklärte Eilers. Nach dem ersten Spatenstich am kommenden Dienstag sollen im Mai die Erdarbeiten für den Komplex mit 73 neuen Zimmern beginnen.

Einiges investiert derzeit auch die Stadt Wildeshausen, wie Bürgermeister Prof. Dr. Kian Shahidi als Initiator des Treffens der Behördenspitzen aus der Kreisstadt erläuterte. „Die Bürger müssen sich aber darüber im Klaren sein, dass sie die Summen selbst mitbezahlen, die wir jetzt in die Sanierungen unserer Schulen stecken“, unterstrich Shahidi mit Blick auf die künftige Entwicklung der Grundsteuern A und B. Er hoffe, dass „uns die nächste Steuerschätzung nicht zu hart trifft“.

Diese Prognose erwartet auch Anja Diers als Leiterin des Wildeshauser Standorts der „Geoinformationsbehörde für Landentwicklung und Liegenschaften“ (GLL). Nach diesen Erkenntnissen gebe es wohl konkretere Erkenntnisse zu den Inhalten der dritten Stufe der Verwaltungsreform in Niedersachsen. „Bis dahin möchte ich mich an den Spekulationen nicht beteiligen“, erklärte die Katasteramts-Chefin, nachdem Eilers das Stichwort „Kommunalisierung“ dieses Dienstleisters in die Runde geworfen hatte.

Polizeirat Schevel saß erstmals in dieser Runde, fühlte sich aber unter „Geleitschutz“ seines Stellvertreters Harald Theile und in der entspannten Atmosphäre sichtlich wohl. Er bot den anderen Behörden und allen Bürgern „stets ein offenes Wort und eine offene Tür“ an.

Auch Hinrich Ricklefs als pädagogischer Leiter der Volkshochschule Wildeshausen hofft auf viele Vernetzungen mit den verschiedenen Stellen – vor allem mit Blick auf die derzeit größte Herausforderung dieses Bildungsträgers zur Integration von Migranten. Die Stelle eines Integrationsbeauftragten für die Stadt „könnten wir doch auch an die VHS andocken“, schlug er vor.

Wenig Grund zum Klagen hatte Wildeshausens Amtsgerichtsdirektor Dr. Detlev Lauhöfer. „Alle wesentlichen Fälle haben wir abgearbeitet – insbesondere die Prominenten-Scheidungen“, bilanzierte er süffisant in Erinnerung an Sarah Connor. Von negativen Trends wie der Wirtschaftskrise mit Mehrarbeit für Gerichtsvollzieher und Rechtspfleger sei sein Haus bisher zum Glück verschont geblieben.

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