Sechstklässler übten mit dem Fahrradsimulator richtige Reaktion im Verkehr

Bremsen vor dem Bildschirm

+
Mit einem Fahrradsimulator zeigte Verkehrssicherheitsberater Rolf Quickert, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern. ·

Wildeshausen - Von Dierk RohdenburgEin wenig angespannt fährt ThuThu mit dem Fahrrad die Straße entlang und nähert sich einer Kreuzung. Ein Auto fährt rechts an den Straßenrand, die Tür geht auf. Doch Thu-Thureagiert schnell, bringt das Rad zum Stehen.

„Du hast rechtzeitig reagiert“, lobt Verkehrssicherheitsberater Rolf Quickert den Sechstklässler der Realschule. Dann lässt er die Filmsequenz für die ganze Klasse noch einmal langsam über den Bildschirm flimmern, um den Sachverhalt zu erklären.

Thu-Thu war nicht mit einem richtigen Fahrrad unterwegs. Er saß am Fahrradsimulator, den das Polizeikommissariat vor einem Jahr von der Verkehrswacht finanziert bekommen hatte. An der Realschule wurde das Gerät gestern erstmals eingesetzt. Alle sechsten Klassen testeten im Rahmen eines Verkehrssicherheitstages ihre Reaktionsgeschwindigkeit und ihr Wissen über Verkehrsregeln.

„Das kommt bei den Schülern sehr gut an“, erklärte der Mobilitäts- und Sicherheitsbeauftragte der Realschule, Christian Langfermann. Er hatte mit Quickert beraten, wie man am besten an die Sechstklässler herankommt, damit sie nicht nur mit Spaß bei der Sache sind, sondern auch einiges lernen. Die Schüler absolvierten gestern eine Art Parcours. Zuerst sahen sie den Film „Unterwegs mit Kommissar Palu“, dann ging es an den Fahrradsimulator. Anschließend testeten die Schüler im Rahmen eines Quizzes ihr Wissen. Am Laptop wurden Verkehrssituationen vorgespielt. Die Schüler mussten ermitteln, welche der drei angebotenen Verhaltensweisen korrekt ist. Zudem ging es darum, über die Bedeutung der Verkehrsschilder Bescheid zu wissen.

Am „Lernbüfett“ schließlich hatte Langfermann zahlreiche Quizzettel ausgelegt, die möglichst viele Lernbereiche der Schule abdecken sollten. Da ging es auch um englisches Textverständnis, deutsche Rechtschreibung und logisches Denken, aber auch um die einzelnen Schritte, die zu befolgen sind, um einen Reifenschlauch zu reparieren. „Somit haben wir sogar das Fach Werken im Angebot“, schmunzelte Langfermann.

Entscheidend war, dass die Schüler ein geschärftes Bewusstsein für Verkehrsbelange bekommen. Vielleicht auch dafür, dass das Fahrrad verkehrssicher sein sollte. Im Rahmen einer nicht angekündigten Kontrolle der Polizei bei den Rädern der fünften bis achten Klassen vor den Herbstferien zeigte sich nämlich, dass 47 Prozent der Räder Mängel aufwiesen. Vier Drahtesel mussten sogar mit einer „roten Karte“ aus dem Verkehr gezogen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Alena Gerber auf Ibiza: Fotos ihres September-Trips

Alena Gerber auf Ibiza: Fotos ihres September-Trips

Frankreichs Regierung verteidigt Rentenpläne

Frankreichs Regierung verteidigt Rentenpläne

Richtungskampf beim SPD-Parteitag

Richtungskampf beim SPD-Parteitag

Was bringt Ridepooling wirklich?

Was bringt Ridepooling wirklich?

Meistgelesene Artikel

„Einbruch“ ins Feuerwehrhaus

„Einbruch“ ins Feuerwehrhaus

Diakonie: „Wir haben verstanden“

Diakonie: „Wir haben verstanden“

LzO übergibt 10 000 Euro an Vereine

LzO übergibt 10 000 Euro an Vereine

Kreis prüft Ampel an Harpstedter Straße

Kreis prüft Ampel an Harpstedter Straße

Kommentare