Unbekannte legten an drei Stellen Feuer / Schnelles Eingreifen verhindert Schlimmeres / Mindestens 30 000 Euro Schaden

Brandanschlag auf Begegnungsstätte

Mit einem Überdruckbelüfter bliesen die Feuerwehrleute den Qualm aus der Begegnungsstätte.

Harpstedt - (hh/ck) · Nach einer Brandstiftung ist die Begegnungsstätte in Harpstedt bis auf Weiteres nicht mehr nutzbar. Immerhin verhinderten die richtige Reaktion einer aufmerksamen Zeugin und das schnelle Eingreifen der Harpstedter Feuerwehr Schlimmeres für das unter Denkmalschutz stehende Haus. Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der Sachschaden auf mindestens 30 000 Euro.

Auf dem Weg zum Friseur hatte eine Bürgerin am Samstagmorgen bemerkt, dass eine Scheibe neben der Eingangstür zur Begegnungsstätte eingeschlagen war und Rauch heraus zog. Gegen 8.45 Uhr heulten die Sirenen und riefen die Harpstedter Ortsfeuerwehr auf den Plan, die mit 20 Aktiven in drei Fahrzeugen zur Amtsfreiheit eilte.

Während der ersten Erkundung konnten die Brandschützer kein offenes Feuer erkennen. Also schlugen sie die Scheibe der Eingangstür ein, und ein Angriffstrupp unter schwerem Atemschutz ging in die Begegnungsstätte. In der Küche entdeckten die Einsatzkräfte glimmende und stark qualmende Brandreste. Sie beförderten sie aus dem Gebäude, um sie abzulöschen.

Die Hitzeentwicklung in der Küche brachte die Isolierglas-Scheiben zum Bersten. Alle Räumlichkeiten waren äußerst stark verqualmt, das Feuer muss also schon länger für eine Rauchentwicklung gesorgt haben. Mit dem Überdruckbelüfter bliesen die Helfer den Qualm aus dem Bauwerk. Selbst in das durch eine Brandschutztür verschlossene Treppenhaus war Rauch ins Obergeschoss gedrungen.

Ortsbrandmeister Eric Hormann erklärte als Einsatzleiter, dass die Räume wegen der starken Kontaminierung nicht ohne Atemschutz betreten werden dürfen. Die Polizei nahm die Ursachenermittlung auf und beschlagnahmte das Gebäude. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass die unbekannten Täter an drei verschiedenen Stellen Feuer gelegt hatten.

Gemeindedirektor Uwe Cordes und mehrere DRK-Mitglieder informierten sich vor Ort vom Ausmaß des Schadens. Alle Vereine und Gruppen, die die Begegnungsstätte bisher nutzten, werden bis auf Weiteres darauf verzichten müssen. Betroffen sind unter anderem der DRK-Ortsverein Harpstedt mit der Kleiderkammer, die Teilnehmer der Seniorennachmittage und der Handarbeitsgruppe, der Landfrauenchor Harpstedt-Heiligenrode, die Guttempler, der Männergesangverein „Liedertafel“ und einige VHS-Kurse.

Die in der Kleiderkammer eingelagerten Textilien und die Handarbeitsmaterialien sind wegen der Raucheinwirkung nicht mehr zu verwenden und müssen entsorgt werden.

Tief betroffen zeigte sich die zweite Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Harpstedt, Anke Hartmann. An Hilfsbedürftige könne nun eine Zeit lang keine Kleidung ausgegeben werden. Die Kleiderkammer muss sich auf einen Neuanfang einrichten, wenn neue Räume und gespendete Kleidung wieder zur Verfügung stehen.

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