LandTageNord-Messe eröffnet / Mit dem Verbraucher in Kontakt treten

Blick hinter die Kulissen als Startschuss für einen Dialog

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Die drei Kammerpräsidenten Gert Stuke (IHK), Wilfried Müller (HWK) und Hans-Joachim Harms (LWK) sprachen im Rahmen der Landtage-Eröffnung über Zukunftschancen und die Verzahnung ihrer drei Branchen im Wirtschaftsraum des Oldenburger Landes.

Wüsting - Von Jan Schmidt - Die LandtageNord-Messe in Wüsting ist ein Aushängeschild für die Gemeinde Hude, den Landkreis Oldenburg und die gesamte Wirtschaftsregion des Oldenburger Landes.

Dies war der allgemeine Tenor gestern Morgen während der offiziellen Eröffnung im Festzelt. Darüber hinaus, so wurde betont, biete die Messe eine Gelegenheit für Kritiker, um sich von den Methoden der modernen Landwirtschaft ein Bild zu machen.

Mit einem Bauernfrühstück für geladene Gäste und einem „Wirtschaftsgespräch“ der Kammerpräsidenten erfolgte der Startschuss zur mittlerweile neunten Ausgabe der Agrar- und Freizeitmesse. „Jedes Jahr sind wir ein bisschen gewachsen“, verkündete Organisator Helmut Urban nicht ohne Stolz. Er begrüßte unter anderem Landrat Frank Eger, den Bürgermeister der Gemeinde Hude, Axel Jahnz, sowie die Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst (FDP) und Holger Ortel (SPD). Ebenfalls hieß Urban mehrere Vertreter des Kreislandvolks und der Oldenburgischen Landschaft willkommen. Ganz besonders freue er sich aber über das Kommen von Gert Stuke (Präsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer), Wilfried Müller (Präsident der Handwerkskammer Oldenburg) und Hans-Joachim Harms (Direktor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen).

Nachdem die offiziellen Grußworte gesprochen waren, traten die drei Kammerpräsidenten auf die Bühne und diskutierten über die Wirtschaftslage in der hiesigen Region. „Unsere drei Branchen sind fest miteinander verzahnt“, betonten alle drei Vertreter. Gehe es der einen Branche schlecht, bekämen die jeweils anderen dies ebenfalls zu spüren. „Wenn Industrie und Landwirtschaft schwächeln, haben auch wir große Probleme, genügend Aufträge zu finden“, erläuterte zum Beispiel Wilfried Müller. Es freue ihn besonders, dass alle drei Branchen auf der LandTageNord-Messe ein Forum bekämen. „Wir sind mit zahlreichen handwerklichen Unternehmen vor Ort und können so mit den Messe-Besuchern in Kontakt kommen.“

IHK-Chef Stuke lobte die Konkurrenztauglichkeit der mittelständischen Unternehmen in der Region. „Da stehen immer auch bodenständige Leute dahinter“, betonte er. Im Vergleich zu anderen Bundesländern sei die Region des Oldenburger Landes in besonderer Weise landwirtschaftlich geprägt. Dies bringe zum einen viele Vorteile mit sich – leider aber auch eine ständige Diskussion um die Art und Weise der Nahrungsmittelproduktion. „Wir haben da eine Wahrnehmungslücke in der allgemeinen Öffentlichkeit. Wenn der Verbraucher von unseren exzellenten Produktionsmöglichkeiten erfährt, gibt es auch bald eine breite Akzeptanz“, sagte Stuke.

Ähnlich äußerte sich Hans-Joachim Harms. Er sprach von einer „Diskussion, die nicht immer rational, sondern häufig leider emotional“ geführt werde. Die Landwirtschaft müsse sich dieser Diskussion stellen – allerdings mit dem Anspruch eines gesicherten Einkommens für die Betriebe sowie der Möglichkeit zur Weiterentwicklung.

Zuvor hatte Landrat Frank Eger schon für einen Dialog geworben: „Es ist wichtig, dass die Menschen hinter die Kulissen der Landwirtschaft gucken können. Wo sollte das besser möglich sein als hier? Bei den Landtagen wird Transparenz gezeigt. Wer diese Chance nicht nutzt, soll dann hinterher aber auch nicht meckern.“

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