Neuer Bauantrag / Planung modifiziert

Es bleibt beim Ja zur Biogasanlage

Harpstedt - Von Martin SiemerSTROHE/HÖLINGEN · „Sommerschlaf“ halten momentan viele Kommunen, nicht hingegen die Gemeinde Colnrade. Am Mittwochabend tagte der Rat im Gasthaus Schliehe-Diecks. Einziger Beratungspunkt: ein Bauvorhaben zur Errichtung einer Biogasanlage in Beckstedt-Strohe.

Bereits im Januar hatte das Kommunalparlament einstimmig bei einer Enthaltung das Einvernehmen dazu erteilt. Die erneute Beratung war erforderlich geworden, weil die Investoren Geritt Lindemann und Heiner Rohlfs ihren Bauantrag zurückgezogen hatten und einen neuen Antrag einreichten. „Wir haben den Projektentwickler gewechselt, da der bisherige nicht mehr unseren Vorstellungen entsprach“, erklärte Lindemann im Rat.

Was das Bauvorhaben selbst angeht, gibt es nur einige Änderungen. Geplant ist eine privilegierte Biogasanlage mit einer maximalen Leistung von 500 Kilowatt (kW). Entgegen den ersten Planungen sind nun zwei Blockheizkraftwerke mit einer Leistung von je 250 kW vorgesehen – eins entsteht am Hof von Lindemann; das zweite wird am Betrieb „Hölinger Holzfußboden“ in Hölingen errichtet und über eine Rohrleitung mit Gas aus der Biogasanlage gespeist. „Verändert haben wir auch die Lage der Fermenter. Dadurch ist eine günstigere Rohrwegführung möglich“, erläuterte Lindemann.

Die Verkehrsanbindung der Biogasanlage soll ausschließlich aus westlicher Richtung – von der Kreisstraße aus – erfolgen. Die Betreibergesellschaft wird zudem an der Zuwegung eine Ausweichmöglichkeit für Großfahrzeuge schaffen, damit diese im Begegnungsverkehr nicht auf der Kreisstraße warten müssen.

Auch mit der geänderten Planung konnte sich der Rat anfreunden. Es bleibt beim gemeindlichen Einvernehmen. Wie schon bei der Abstimmung im Januar enthielt sich Ratsfrau Gitta Nienaber der Stimme. Damals hatte sie Bedenken geäußert und mögliche Geruchs- und Lärmbelästigungen für die Anlieger befürchtet. Investor Geritt Lindemann betonte jedoch, dass die zu lagernden Materialien für den Betrieb der Anlage abgedeckt würden und damit eine Geruchsbelästigung verhindert werde. Der Bau einer Lagerhalle sei vorerst nicht geplant.

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