Alexander-Kirchengemeinde: Pfarrer Löwe hinterlässt einen positiven Eindruck

„Bitte sofort einpacken, den nehmen wir“

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Pfarrer Markus Löwe mit seiner Familie.

Wildeshausen - Von Jan SchmidtEr wirkt sympathisch, offen, lebenslustig. Die Gemeindemitglieder, das wurde gestern klar, haben Pfarrer Markus Löwe schon jetzt in ihre Herzen geschlossen. Während seines Vorstellungsgottesdienstes in der Alexanderkirche hinterließ der 45-Jährige einen durchweg positiven Eindruck. Anschließend beantwortete er noch Fragen im Remtersaal.

„Bitte sofort einpacken. Den nehmen wir“, schmunzelte eine Besucherin des Gottesdienstes. Andere äußerten sich ähnlich. „Herr Löwe hat in seiner Predigt von der Sichtbarkeit und der Unsichtbarkeit mancher Dinge gesprochen. Er hat das so erklärt, dass auch jüngere Leute alles verstehen konnten“, berichteten Sabrina Dieckmann (12) und Tim-Erik Schulz (13).

Auf Nachfrage dieser Zeitung fasste Markus Löwe seinen Ansatz noch einmal kurz zusammen: „Liebe, Hoffnung, Glauben. Wenn wir uns gegenüberstehen, sind solche Eigenschaften nicht sofort sichtbar.“ Für den Lebensfluss sei das Unsichtbare aber häufig von allergrößter Bedeutung. Während das Sichtbare – beispielsweise das äußere Erscheinungsbild – im Laufe der Zeit verfiele, komme das Unsichtbare immer mehr zum Tragen.

Seine Aufregung konnte Löwe während des Gottesdienstes schnell in eine positive Grundstimmung wandeln. Beeindruckt habe ihn vor allem der ausgeprägte Gesang. Später lobte der neue Pastor noch das Gesamtkonzept der Gemeinde. In der Vergangenheit sei bereits tolle Jugendarbeit geleistet worden. Dies wolle er weiter fortführen. „Ich habe eine Vision von einer Kirche, in der sich alle Generationen vertreten fühlen“, sagte Löwe. Als wichtigste Säule diene in diesem Zusammenhang der Gottesdienst am Sonntag. „Dort müssen sich sowohl die Konfirmanden als auch die älteren Leute gleichermaßen angesprochen fühlen.“ An seinem Beruf liebe er vor allem die Vielfalt – von der Jugend- bis zur Seniorenarbeit.

Was er denn während seiner Freizeit so treibe, wollte jemand von Löwe wissen. „Ich laufe zwar nicht gerne, aber ich tue es dennoch hin und wieder“, entgegnete dieser augenzwinkernd. Ansonsten stünde für ihn die Familie an erster Stelle.

Markus Löwe ist verheiratet. Aus der Ehe mit seiner Frau Ulrike gingen die gemeinsamen Kinder Anna (13), Tobias (11) und Christoph (8) hervor. Nachdem er zehn Jahre lang als Pfarrer in der Kirchengemeinde Damme tätig war, nahm Löwe 2006 eine Auslandspfarrstelle in Kopenhagen, Dänemark, an. Weil solche Auslandsstellen auf sechs Jahren begrenzt sind, wusste er, dass es ihn 2012 zurück in die norddeutsche Region verschlagen würde. Dieser Umstand war auch Gemeindepastor Lars Löwensen bewusst – er arrangierte schließlich den Vorstellungsgottesdienst.

Das Votum des Gemeindekirchenrats dürfte gestern nur noch Formsache gewesen sein. Dennoch: Weil die Sitzung nicht öffentlich war, muss das Ergebnis zunächst in schriftlicher Form dem Oberkirchenrat mitgeteilt werden.

Am 8. Juli hält Markus Löwe seinen letzten Gottesdienst in Kopenhagen. Für Mitte Juli ist der Umzug nach Wildeshausen geplant.

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