Bremer Comedy Club erstmals in der Fun Factory zu Gast / Wiederholung geplant

„Bin verheiratet, aber mache davon keinen Gebrauch“

Christopher Kotoucek, John Doyle, Emmi und Herr Willnowsky sowie Wolfgang Trepper (von links) unterhielten das Comedy-Club-Publikum in der Fun Factory. ·
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Christopher Kotoucek, John Doyle, Emmi und Herr Willnowsky sowie Wolfgang Trepper (von links) unterhielten das Comedy-Club-Publikum in der Fun Factory. ·

Wildeshausen - Von Martin SiemerComedy vom Feinsten erlebten am Freitagabend gut 100 Besucher des Bremer Comedy Clubs in der Diskothek „Fun Factory“. Erstmals machte der Club Station in Wildeshausen.

Auf der Bühne standen drei oder besser gesagt vier echte Comedy-Granaten. Das Duo „Frau Emmi und Herr Willnowsky“, Wolfgang Trepper sowie John Doyle sorgten für einen kabarettistisch gelungenen Abend.

„Frau Emmi und Ehemann Herr Willnowsky“ gaben tiefe Einblicke in ihr Bühnen- und Eheleben. „Ich bin verheiratet, aber mache davon keinen Gebrauch“, erklärte Emmi dem Publikum. Und Willnowsky konterte: „Meine Frau ist sehr alt. Wenn sie in der Bibel liest, kann sie sich an Einzelheiten erinnern.“

US-Amerikaner John Doyle lebt seit 20 Jahren in Deutschland und erzählte von seiner Integration. „Ich liebe an den Deutschen, dass sie immer über ihre Krankheiten reden. Ich habe noch keine Blasenprobleme, aber ich freue mich bereits darauf.“ Nur die Anglizismen in der deutschen Sprache störten ihn: „Ich wollte ein Auto kaufen. Der Verkäufer sagte, das wäre ein Outdoorwagen, ein Wagen für draußen. Genau so einen hatte ich gesucht. Vorher hatte ich ein Auto für drinnen.“

Den Auftakt machte Wolfgang Trepper, der zum cholerischer Rundumschlag ausholte. Er sei der festen Überzeugung, die Blöden hätten die Weltherrschaft übernommen – überall; in der Bundesliga, im Supermarkt, im Fernsehen und in der Politik sowieso. Die Normalen, also Trepper und sein Publikum, sind in der Minderheit. „Der Rösler, der Chef der FDP, eine ehemalige Partei, der ist Vizekanzler. Wissen Sie, was das heißt?“, fragte Trepper in die Runde und fügte gleich die Erklärung hinzu: „Der vertritt die Kanzlerin, wenn ihr etwas passiert. Ich bete jeden Abend: ,Liebe Luftwaffe, bringt Angie heil nach Hause!‘“ Auch das Showbusiness bekam seit Fett weg. „Die Natur ist nicht gerecht. Die Marienkäfer sterben aus, und Uschi Glas lebt.“

Comedy-Club-Initiator und Moderator Christopher Kotoucek leitete mit launigen Sprüchen von einem Programmpunkt zum nächsten über.

Nach zwei Stunden herzerfrischendem Bühnenprogramm schloss der Comedy Club seine Pforten. Ein Wiedersehen ist aber gewiss. Für 2013 sind zwei Veranstaltungen in der „Fun Factory“ geplant.

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