Zweiter Colnrader Kunsthandwerkermarkt „COKUMA“ lockte die Gäste scharenweise in den Ort / Konzert begeisterte

Besucher waren Feuer und Flamme

Hugo de Rodas, Hille Perl und Lee Santana (v. l.) begeisterten auch Kinder mit ihrer ungewöhnlichen Musik.

Colnrade - (jp) · Einen frischen Flammkuchen aus dem Holzofen genießen, dabei den Blick über das vielfältige Angebot der Künstler schweifen lassen oder in der Kirche barocken Klängen lauschen: Der zweite Colnrader Kunsthandwerkermarkt hatte für jeden Geschmack etwas Passendes zu bieten.

Dass Gäste in Scharen Colnrade aufsuchen, kennen die Bewohner bereits aus den vergangenen Jahren. Ob beim Hökermarkt oder der Loveparade, ganze Besucherströme stürmen bei den passenden Gelegenheiten in den kleinen idyllischen Ort. Am vergangenen Wochenende erlebten die Colnrader wieder einen neuen Ansturm. Unter den Ausflüglern waren Familien, Künstler, die sich austauschen wollten, und natürlich viele Kunstliebhaber.

Bereits am Sonnabend hatte Familie Dauskardt vom Ofenhaus Colnrade alle Hände voll zu tun. „Das Wetter war Spitze, und so haben wir uns über die Besucherzahlen wirklich nicht beklagen können“, erzählte Hanna Dauskardt. „Weniger ist es am Sonntag sicher auch nicht, schließlich erwartet die Besucher das Konzert.“ Das war vorsichtshalber von dem Garten des Ofenhauses in die Colnrader St. Marienkirche verlegt worden. „Das war uns einfach sicherer“, erklärte Hanna Dauskardt. „Die Instrumente sind zu kostbar, als dass sie einen Schauer abkriegen könnten.“

An beiden Tagen zeigten 16 Künstler im Rahmen des Marktes ihre besten Stücke. Zu sehen waren unter anderem Malerei, Holz- und Schmiedekunst sowie Schmuck aus Metall und Holz. Die Künstler präsentierten sich auf dem Gelände des Ofenhauses und in dem neuen Fachwerkhaus. Gegen 12 Uhr fieberten die Besucher gestern dann dem Höhepunkt des Marktes entgegen: Gambistin Hille Perl und Lautenist Lee Santana aus Winkelsett spielten mexikanische, spanische und italienische Barockmusik in der Marienkirche, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Gastmusiker Hugo de Rodas spielte die Barockgitarre. „Unsere Musik ist sehr experimentell“, erklärte Lee Santana, der in Florida geboren wurde und dessen Frau Hille Perl zweimalige Gewinnerin des Echos ist (Instrumentalistin des Jahres 2001 und Kammermusikeinspielung Ensemble des 17./18. Jahrhunderts, 2008).

„Es ist eine Art moderne, skurrile Improvisation. Wir werden gleich versuchen, einige Charakterstücke zu spielen und dabei die verschiedenen Singstimmen zu integrieren. Wenn wir Glück haben, geht alles gut aus“, fügte Santana mit einem Lächeln hinzu. Es ging gut – die Zuhörer waren auf jeden Fall Feuer und Flamme. Und das nicht nur wegen der zahlreichen Öfen, die an beiden Tagen auch besichtigt werden konnten.

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