Einrichtung belegt im bundesweiten Ranking Platz vier unter allen Suchtkliniken / Platz eins im Bereich „Epikrise“

Bestnoten für Neerstedter Fachklinik

Neerstedt - Mit diesem Erfolg haben die Verantwortlichen der Fachklinik Oldenburger Land in Neerstedt selbst nicht gerechnet: Bei einem bundesweiten Vergleich der Deutschen Rentenversicherung belegte die Suchtklinik Platz vier. „Ein herausragendes Ergebnis“, freute sich der Bereichsleiter der Psychotherapie, Walter Behrens.

Alle zwei Jahre führt die Deutsche Rentenversicherung die Erhebung durch, bei der bundesweit alle 210 Reha-Einrichtungen verglichen werden. „Vor zwei Jahren haben wir bereits gut abgeschnitten, aber dass hier noch eine Steigerung möglich ist, hätten wir nicht gedacht“, sagte Frank Wieck, Qualitätsbeauftragter in der Klinik.

„Es gibt in Deutschland so viele renommierte Suchtkliniken mit Forschungsabteilungen und mehr als 200 Betten. Dass wir als kleine Klinik vom Lande ein solches Ergebnis erzielen, ist etwas sehr Besonderes“, so Behrens. In allen Bewertungskriterien lagen die Neerstedter deutlich über dem Durchschnitt. Die Fachklinik Oldenburger Land verfügt über 49 Betten.

Das Ranking, genannt „Peer Review“, ist ein Verfahren zur Überprüfung der Qualität von Rehabilitationsleistungen und wird in allen von der Deutschen Rentenversicherung federführend belegten stationären Reha-Einrichtungen in zweijährigen Intervallen durchgeführt. Dazu werden von den Medizinern zufällig ausgewählte, anonymisierte ärztliche Entlassungspläne und Therapieberichte ausgewertet.

Wer den ersten Platz im Ranking belegt hat, wissen die Neerstedter selbst nicht. „Das ist ein anonymisiertes Verfahren“, erläuterte Walter Behrens. Die zweite Station der Fachklinik in Oldenburg habe ebenfalls gut abgeschnitten, aber nicht so gut wie der Standort in Neerstedt. Im Bereich „Epikrise“ sind die Neerstedter sogar bundesweit führend. Der Begriff beschreibt einen zusammenfassenden Rückblick und die Interpretation des Krankengeschehens in einer Berichtsakte. „Das ist das, wo ein Fachmann zuerst drauf schaut“, sagte Wieck. Auch im Bereich „Weiterführende Maßnahmen und Nachsorge“ ließ die Fachklinik beinahe alle anderen hinter sich.

Auf ihren Erfolgen ausruhen wollen sich die Spezialisten nicht: „Vielleicht schaffen wir es beim nächsten Mal noch weiter nach vorn“, hoffte Frank Wieck. Er räumte jedoch ein, dass eine weitere Steigerung wahrscheinlich schwer möglich sein werde.

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