81 Fachabiturienten feiern in der Aula der Berufsschule Wildeshausen ihren Abschluss / Mehrere Grußworte

Die Beständigkeit des Wollens

Landrat Frank Eger (links), Bürgermeister Kian Shahidi (Mitte) und Schulleiter Gerhard Albers (rechts) ehrten gestern Alessandra Niehaus (Wirtschaft), Svenja Skrzippek (Gesundheit und Soziales) und Kevin Behrens (Technik, von links) für besonders starke Leistungen. ·
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Landrat Frank Eger (links), Bürgermeister Kian Shahidi (Mitte) und Schulleiter Gerhard Albers (rechts) ehrten gestern Alessandra Niehaus (Wirtschaft), Svenja Skrzippek (Gesundheit und Soziales) und Kevin Behrens (Technik, von links) für besonders starke Leistungen. 

Landkreis - Mit der feierlichen Übergabe der Zeugnisse ist gestern die Schullaufbahn für 81 junge Fachabiturienten der Fachoberschulklassen „Gesundheit und Soziales“, „Technik“ und „Wirtschaft“ an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Wildeshausen zu Ende gegangen.

Bevor die Zeugnisse überreicht wurden, gab es in der Aula eine große Abschlussfeier mit Grußworten von Schulleiter Gerhard Albers, Landrat Frank Eger und Bürgermeister Kian Shahidi. Alle drei Gastredner hatten Zitate von bekannten Persönlichkeiten im Gepäck.

„Das Geheimnis des Erfolges ist die Beständigkeit des Wollens“, sagte Albers und veränderte damit die ursprüngliche Fassung des Romanschriftstellers Benjamin Disraeli nur um ein einziges Wort. Disraeli hatte noch von der Beständigkeit des „Zieles“ gesprochen.

So oder so – wenn sie ihren Abschluss nicht unbedingt gewollt und akribisch darauf hingearbeitet hätten, hätten die Fachoberschüler ihr Ziel wohl nicht erreicht.

„Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich zu Ihren Leistungen“, betonte Albers. Der Blick müsse jetzt weiter nach vorne gehen. „Halten Sie nicht inne. Sie haben heute ein Zwischenziel erreicht. Nutzen Sie dieses als Schwungmasse für neue Intentionen.“

Dass es in Zukunft auch weiterhin die eine oder andere Hürde geben werde, prophezeite Landrat Frank Eger. Jedoch: „Ein guter Abgang ziert die Übung.“ Leicht schmunzelnd erläuterte er dann, was er mit diesem Zitat von Friedrich Schiller zum Ausdruck bringen wollte: „Der Weg zu diesem Zeugnis war sicherlich anstrengend und hatte auch den einen oder anderen Rückschlag parat. Glauben Sie mir – Sie sind dadurch aber auch reifer und erwachsener geworden.“

Anschließend erteilte Eger noch einen Ratschlag und äußerte eine Bitte. „Lehnen Sie sich nicht zu lange zurück! Wir brauchen Sie. Als Ideengeber, als Entwickler, als qualifizierte Mitarbeiter in unseren Betrieben.“ Bestimmt sei es nicht verkehrt, den Weg in die Welt zu suchen, sich fortzubilden und neue Erfahrungen zu sammeln. „Aber kommen Sie irgendwann in den Landkreis Oldenburg zurück!“

Mit einem Augenzwinkern erklärte anschließend Bürgermeister Shahidi, dass die Kreisstadt Wildeshausen ein besonders attraktiver Standort sei.

Gleichzeitig mahnte er aber zu weiterer Lerndisziplin: „Wenn einer, der mit Mühe kaum gekrochen ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vogel wär, so irrt sich der“, zitierte er Wilhelm Busch und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. Natürlich wurde dieser Spruch von den Abschlussschülern nicht bierernst genommen. „Heute wollen wir uns freuen und den Gefühlen freien Lauf lassen“, fügte auch Shahidi hinzu.

Die frisch gebackenen Fachabiturienten ließen sich das nicht zweimal sagen. Direkt nach der Zeugnisausgabe feierten sie mit Sekt und Orangensaft. · js

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