Warnung vor zunehmender Waldbrandgefahr

Besondere Vorsicht in Kiefernbeständen

Rainer Städing als Pressesprecher der Landesforsten bittet die Bürger um Mithilfe zur Reduzierung der Waldbrandgefahr.

Landkreis - (ck) · Anhaltende Hitze, warmer Wind, kein Regen: Das sind die Zutaten, die das Risiko von Flächen- und Waldbränden erhöhen. Der „Graslandindex“ stand gestern bereits bei der vierten von fünf Stufen und warnte vor „hoher Gefahr“, der Waldbrandindex vor mittlerer Gefahr.

„Da sich das Wetter in den nächsten Tagen offenbar nicht grundlegend ändern soll, gilt natürlich auch für uns erhöhte Aufmerksamkeit“, erklärte gestern Rainer Städing als regionaler Pressesprecher im Bereich Weser-Ems der Niedersächsischen Landesforsten. Der Mann vom Forstamt Ahlhorn erinnerte an das Rauch- und Feuerverbot, das generell zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt. „Das sollten Besucher besonders jetzt penibel beachten und nicht etwa den Wunsch hegen, in der freien Natur zu grillen.“

Vor allem auf leichten, sandigen Böden sei Vorsicht geboten. „Dort stehen meistens Kiefernwälder“, verdeutlichte er mit Blick auf dieses trockene Nadelholz. „Wenn dann noch der Bewuchs darunter anfängt zu welken, zeigt sich der Wassermangel.“

Von den Spaziergängern im Wald erhofft sich der Sprecher auch in einem anderen Punkt Mithilfe: „Sie sollten sofort handeln, wenn sie Brandgeruch wahrnehmen. Angesichts des Handy-Zeitalters ist das hoffentlich kein Problem.“ Als Orientierungshilfe könnten sie sich den Parkplatz merken, auf dem sie ihr Auto abgestellt haben. Dort und nur dort sollte der Wagen bleiben. „Von vermeintlich heißen Katalysatoren auf trockenem Gras geht nicht die gemeinhin so oft vermutete Gefahr aus. Aber Autos am Rand von Waldwegen behindern die Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge.“

Eindringlich appelliert Rainer Städing, keine brennenden Zigarettenkippen aus dem Fahrzeug zu werfen: „Straßenränder und Autobahn-Böschungen sind trocken – gerade jetzt, wenn sie vielleicht frisch gemäht sind, das Gras liegen bleibt und trocknet.“

Regelmäßig starten Überwachungsflüge, um über den Wäldern eventuell aufsteigende Rauchsäulen schneller orten zu können. Darüber hinaus laufen gerade innerhalb der Landesforsten Überlegungen, unsere innerbetrieblichen Rettungspunkte auch für Außenstehende kenntlich zu machen“, berichtete Städing. Als Beispiele nannte er Kennziffern an Parkplätzen, die mit den Einsatzleitzentralen abgestimmt sind und die die Waldbesucher während ihres Notrufs durchgeben könnten.

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