Mehr Anmeldungen als 2008

Berufsschule mit Briefen überhäuft

Gerhard Albers.

Landkreis - (ck) · Alles läuft auf einen neuen Rekord hinaus: Bis Mittwoch registrierten die Kollegen an den Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises Oldenburg in Wildeshausen 1 080 Anmeldungen für die verschiedensten Bildungsangebote in Teil- und Vollzeit. „Am 17. Februar vergangenen Jahres waren es 1 000 – und erfahrungsgemäß bringen die letzten Tage bis zum Sonnabend noch mal einen kräftigen Schwung“, berichtete gestern Oberstudiendirektor Gerhard Albers als Leiter der BBS. Denn am 20. Februar endet die Bewerbungsfrist für die verschiedenen Schulformen.

Deshalb arbeiten die Verwaltungskräfte auch während des Sonnabends, um die Flut an Post zu sichten, auf Zulässigkeit für die unterschiedlichen Bildungszweige zu prüfen und die Interessenten zu benachrichtigen. Schon jetzt stellte Albers klar, dass sein Team nicht allen Erstwünschen nachkommen könne: „Allein für die neue Fachoberschule Sozialpädagogik liegen uns jetzt schon 51 Anmeldungen vor.“ Allerdings könnten die Lehrer im BBS-Außenstandort an der St.-Peter-Straße nur eine Klasse anbieten. „Erfahrungsgemäß springen auch noch einige Anwärter ab, weil sie dann doch die Zusage eines Ausbildungsplatzes oder einer anderen Schule bekommen haben“, weiß der Rektor aus langjähriger Erfahrung. Doch selbst abzüglich dieser „Kandidaten“ schätzt er: „Dieses neue Angebot kommt zustande.“

Ebenfalls als „Renner“ erweist sich das neue „Fachgymnasium Technik“ – obwohl das Kultusministerium bis gestern immer noch nicht seine Genehmigung erteilt hat. Albers bereitet dies jedoch keine Sorgen – im Gegenteil: „Dafür liegen uns jetzt 42 Anmeldungen vor – und diese Zahl dient uns auch als Basis für die Entscheidungsfindung über unseren Antrag in Hannover.“

Allgemein kann sich das Fachgymnasium mit seinen schon etablierten Sparten „Wirtschaft“ und „Gesundheit/Pflege“ über mangelndes Interesse wahrlich nicht beklagen. „In diesem gesamten Bereich liegen die Bewerbungszahlen ein bisschen höher“, zog Albers ein Zwischenfazit.

Die Gründe dafür führt er vor allem auf den Wunsch zurück, mit einer Schwerpunktbildung die allgemeine Hochschulreife als Schlüssel für ein Studium in allen Bereichen zu erlangen. Andererseits erhöht dieser Abschluss auch die Chance auf eine gute Lehrstelle.

Als weiteren Vorteil nennt Albers die vereinzelte Verunsicherung im Zuge des „Turbo-Abiturs“ an „normalen“ Gymnasien nach zwölf Jahren. Im Fachgymnasium dauert es weiterhin 13 Jahre bis zum Abi – also mit weniger Zeitdruck und höheren Chancen einer Schwerpunktbildung. „Der Anteil an Interessenten aus diesem Grund ist aber nicht so hoch, wie es die öffentliche Diskussion manchmal vermuten lässt“, unterstrich Albers.

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