Kapelle in Hockensberg: Kleine Feier zum Jahrestag der Einweihung

Ein beliebter Anlaufpunkt für Radler und Wanderer

Die Kapelle in Hockensberg wurde vor sechs Jahren eingeweiht.
+
Die Kapelle in Hockensberg wurde vor sechs Jahren eingeweiht.

Hockensberg - Mit dem Tod eines geliebten Menschen geht jeder anders um – einige trauern im Stillen, andere wenden sich an die Öffentlichkeit und schreiben beispielsweise ein Buch. Der Hockensberger Heini Wieker baute 2007 eine Kapelle.

Am 2. November vor sechs Jahren wurde sie eingeweiht. Anlässlich dieses Jahrestages organisieren der Dötlinger Bodo Hänsch sowie die Aschenstedterin Petra Schmidt in Absprache mit dem Ehepaar Heini und Erika-Janna Wieker eine kleine Feier in der Kapelle am Pfennigstedter Weg.

„Wir wollen die Andacht nicht wie einen Gottesdienst aufziehen“, berichtet Hänsch. Vielmehr sei für Sonntag, 3. November, ein Zusammentreffen mit Worten, Gedanken und Musik geplant. Hänsch selbst wird durch das Programm führen, das um 10 Uhr beginnt. Eingeladen sind die Nachbarn, aber auch alle, die sich angesprochen fühlen.

Hänsch hat nach einem Todesfall in der Familie begonnen, sich mit dem Tod, dem Glauben und Gott zu befassen. „Das hat mir neue Sichtweisen eröffnet“, erzählt er. Zudem nahm er Kontakt zu Heini Wieker auf, der die Franziskus-Kapelle 2007 zu Ehren seiner Eltern errichten ließ – aus Dankbarkeit für die Liebe, die sie ihm entgegengebracht hatten. Während der damaligen Einweihung hatte Wieker gesagt: „Alles, was ich kann, habe ich von meinen Eltern. Die Cleverness habe ich von meiner Mutter, die Gesundheit vom Vater.“

Beeindruckt von diesem Engagement traf sich Hänsch mit Wieker und brachte seine Idee, den Jahrestag der Kapelle zu feiern, vor. Auch wenn das Ehepaar Wieker an diesem Tag selbst nicht dabei sein kann, stieß der Dötlinger bei dem Hockensberger auf offene Ohren. Schließlich hatte Wieker das Gotteshaus damals nicht zur rein privaten Nutzung erbauen lassen. „Die kleine Kapelle wird auch heute noch von Besuchern frequentiert“, sagt Hänsch. Vor allem für Wanderer und Radfahrer sei sie ein beliebter Anlaufpunkt. „Wenn Heini Wieker dann zufällig dort ist, berichtet er auch gerne von der Entstehung.“

Die Kapelle haben Wiekers liebevoll eingerichtet. Übers Internet fanden sie damals die Kirchenfenster, ein Harmonium spürten sie in Wetzlar auf, und die Glocke ließen sie im Sauerland gießen. Zudem wurden in der Umgebung Findlinge für den Bau gesammelt. · ts

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Deutsche Snowboarder sammeln Müll am Jenner

Deutsche Snowboarder sammeln Müll am Jenner

„Wer ist diese Mannschaft, die da gegen Gladbach spielt?“ Netzreaktionen zu #SVWBMG

„Wer ist diese Mannschaft, die da gegen Gladbach spielt?“ Netzreaktionen zu #SVWBMG

Ohne eigenes Auto mobil auf dem Land

Ohne eigenes Auto mobil auf dem Land

Italiens Topattraktionen öffnen wieder

Italiens Topattraktionen öffnen wieder

Meistgelesene Artikel

Frauenhaus derzeit voll belegt

Frauenhaus derzeit voll belegt

Müll in der Landschaft, E-Scooter bei Unfall zerstört

Müll in der Landschaft, E-Scooter bei Unfall zerstört

Kinder baten Kanadier in radebrechendem Englisch um Süßes: „Billy, have you chocolate for me?“

Kinder baten Kanadier in radebrechendem Englisch um Süßes: „Billy, have you chocolate for me?“

Unter Coronaregeln im neuen Saal getagt

Unter Coronaregeln im neuen Saal getagt

Kommentare