Konzepte zur Neugestaltung des Dorfgartens präsentiert – vom Heilpflanzen-Lehrgarten bis zur Megalith-Idee

Ein Beet in menschlicher Form

Der Dorfgarten und der Bauerngarten in Dötlingen sollen neu gestaltet werden.

Dötlingen - (ts) · Ein Beet in Form eines menschlichen Körpers, aus dessen Hals Salbei und aus der Brust Thymian sprießt, könnte im Dorfgarten Dötlingen bald Realität sein. Weniger Chancen auf Verwirklichung hat wohl ein Megalithgarten mit Heideflächen, die von Schafen beweidet werden. Einfallsreich waren die Konzepte zur Neugestaltung des inzwischen sehr unansehnlich gewordenen Dorfgartens, die gestern Abend den Mitgliedern des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses präsentiert wurden, aber allemal.

Sehr gut kam vor allem die Idee der Heilpraktikerin Irene Schwarz, Mitglied im Bürger- und Heimatverein, an. „Solch ein abgerundetes Konzept haben wir selten vorgelegt bekommen“, sagte Ausschussvorsitzender Gernot Kuhlmann. Dass bei Schwarz‘ geplantem Heilpflanzen-Lehrgarten keine Kosten auf die Gemeinde zukommen, dürfte den Mitgliedern gestern besonders gefallen haben.

Laut Schwarz‘ Plänen soll auf einer Fläche in der Nähe des kleinen Regenrückhaltebeckens ein Kräuterbeet in Form eines menschlichen Körpers entstehen. Die Heilpflanzen werden nach ihrer Wirkung an die entsprechenden Stellen gepflanzt. „Zum Beispiel Salbei in der Halsgegend, da er bei Halsschmerzen gut tut“, erläuterte die Heilpraktikerin. Ruhebänke oder Skulpturen heimischer Künstler könnten das Bild abrunden.

„Der Heilpflanzen-Lehrpfad würde den Dorfgarten auch für junge Familien sowie Heilpflanzen-Interessierte attraktiver machen und Schulklassen Einblicke in die Pflanzenwelt gewähren “, so Schwarz.

Anlegen und betreuen würden den Garten Irene Schwarz, Mitglieder des Bürger- und Heimatvereins, Herbert Vinken von der Biolandgärtnerei „herb‘s“ sowie Freiwillige. Der schlechte Boden müsste zunächst ausgetauscht und dann regelmäßig gedüngt und bewässert werden. „Die Kosten von etwa 10 000 Euro zur Anlegung könnten durch Eigenleistung und Sponsoren gedeckt werden“, sagte die Dötlingerin, die bei Krankenkassen und Pharmafirmen auf großes Interesse gestoßen sei.

Kostenneutral kann Friedhelm Mindermann vom Huder Planungsbüro Mindermann hingegen nicht arbeiten. Über Gelder wollte er aber nicht sprechen. Er stellte zunächst seine Pläne für den an den Dorfgarten angrenzenden Bauerngarten vor, der ebenfalls in schlechtem Zustand ist. „Er muss pflegeleicht mit Bodendecker und Stauden sowie Solitärpflanzen je nach Jahreszeit gestaltet werden“, sagte er. Ebenfalls hatte er einen Vorschlag für eine freie Fläche im Dorfgarten: die Errichtung eines Megalithgartens, der zeigt, wie es zur Eiszeit ausgesehen hat. Ihm schweben Schautafeln, Findlinge und eine Heidefläche mit Schafbeweidung vor.

Der Bürger- und Heimatverein selbst hatte bereits angekündigt, sich für 2010 ein neues Pflegekonzept zu überlegen. Auch die Idee Parzellen des Bauerngartens mit Patenschaften zu belegen, besteht. „Wir sollten uns langsam rantasten, schließlich ist es ein Projekt, das lebt“, sagte Bürgermeister Heino Pauka gestern. „Erstmal sollte der Kräutergarten realisiert werden, dann sehen wir weiter.“

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