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Knapp 300 Schweine im Stall verhungert – Staatsanwaltschaft Oldenburg beantragt Strafbefehl

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Von: Marcel Prigge

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296 Schweine sind in einem Mastbetrieb in Hilter verhungert. Mindestens zwei Monate soll der Betreiber seine Tiere nicht gefüttert haben. (Symbolbild)
296 Schweine sind in einem Mastbetrieb in Hilter verhungert. Mindestens zwei Monate soll der Betreiber seine Tiere nicht gefüttert haben. (Symbolbild) © Harald Tittel/dpa

Ein 64-jähriger Mann soll im vergangenen Juni in einem Stall 296 Schweine verhungern haben lassen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg den Erlass eines Strafbefehls beantragt.

Oldenburg/Hilter – Zu einem besonders grausigen Fall der Tierquälerei soll es im vergangenen Juni in einem Stall in Hilter (Kreis Osnabrück) gekommen sein. Ein 64-jähriger Mann soll 296 Schweine verhungern haben lassen. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat jetzt den Erlass eines Strafbefehls beantragt.

Schweine verhungert: Tiere mindestens zwei Monate nicht mit Futter versorgt

Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, soll der 64-Jährige über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten die Tiere in einer Schweinemastanlage in Hilter nicht mit Futter versorgt haben. Der Mann soll das Leid und die Schmerzen der Schweine billigend in Kauf genommen haben.

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Schweinemast in Hilter: Tierhalter hat sich selbst angezeigt

Des Weiteren soll der Mann die Kadaver nicht unmittelbare beseitigt haben – obwohl ihm die gesetzliche Verpflichtung dazu bekannt war. Das habe dazu geführt, dass sich die Schweine von den Kadavern ernährt haben. Der Mann hat sich in der Folge selbst beim Landkreis Osnabrück angezeigt. Der Strafbefehl wurde wegen des Verdachts zweier Straftaten nach Tierschutzgesetz und des tierischen Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes beim Amtsgericht Bad Iburg beantragt.

Tierschutzorganisation erstattete zusätzliche Strafanzeige

Neben der Selbstanzeige wurde auch die Tierschutzorganisation Peta aktiv. Nach eigenen Angaben erstattete die Organisation Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück.  „Hinter dem menschlichen Leid stehen 300 verhungerte Tiere, die einen langen und qualvollen Todeskampf führen mussten“, heißt es in einer Mitteilung zu diesem Fall vom vergangenen Dezember.

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