Fachausschuss tagt ohne die SPD-Fraktion

Bauleitverfahren vor dem Abschluss

Harpstedt - Die SPD-Fraktion fehlte komplett – das war aber am Montagabend auch schon fast das Spannendste an der Sitzung des Fleckenratsausschusses für Umwelt und Planung im Hotel „Zur Wasserburg“.

Die Sozialdemokraten seien nicht in einen Streik getreten, stellte Gemeindedirektor Ingo Fichter klar. Sie hatten im Vorfeld signalisiert, dass sie den Sitzungstermin nicht wahrnehmen könnten, weil sie entweder erkrankt oder aber aus beruflichen oder privaten Gründen verhindert seien.

Die „schmale“ Tagesordnung arbeitete der Ausschuss schnell ab. Für das Bauleitverfahren „Am Großen Wege“ und das B-Plan-Änderungsverfahren „Am Kleinen Wege“ billigte das Gremium die Abwägungsempfehlungen des Planungsbüros und empfahl dem Rat in beiden Fällen einstimmig, den Satzungsbeschluss zu fassen. Damit stehen die Verfahren kurz vor dem Abschluss.

Der Plan „Am Großen Wege“ sieht – wie mehrfach berichtet – die Entwicklung von etwa 13 neuen Baugrundstücken im Anschluss an die Harpstedter Siedlung „Schulstraße-West“ vor. Die Erschließung erfolgt über die Hannoversche Straße und eine davon abzweigende Stichstraße in Richtung Süden mit Wendehammer. Südlich grenzt ein Rad- und Fußweg an. Auf eine Anfrage von Stefan Wachholder (CDU), ob die Stichstraße zwingend – wie im Gebiet „Schulstraße-West“ – nach einer niedersächsischen Stadt benannt werden müsse, erwiderte Samtgemeindebauamtsleiter Jens Hüfner: „Nein, auf keinen Fall.“

Mit der Änderung des B-Plans „Am Kleinen Wege“ entspricht die Politik einem Anliegen der Unternehmens I.D.-Bau. Einerseits wird eine zweigeschossige Bebauung „Am großen Wege“ ermöglicht; der Plan sieht hier ein Mischgebiet vor. Hintergrund: I.D.-Bau will Eigentumswohnungen schaffen und hinter der Villa im toskanischen Stil zwei Häuser mit je vier Einheiten entstehen lassen.

Andererseits weist der Flecken für den Bereich der ehemaligen Musterhaussiedlung ein Wohngebiet aus. Grund: Der Mischgebietscharakter ist nicht mehr gegeben. Sechs von acht Musterhäusern sind mittlerweile verkauft worden und daher nun reine Wohngebäude.

Die Durchfahrt auf der Lüneburger Straße zu I.D.-Bau für motorisierte Verkehrsteilnehmer soll durch eine bauliche Einengung der Fahrbahn unterbunden werden (Radler und Fußgänger können indes passieren), um Abkürzungsverkehre zwischen „Am Großen Wege“ und der Hannoverschen Straße präventiv entgegen zu wirken. Dadurch ist für einige Anlieger keine Müllabfuhr ab Haustür mehr möglich. Die betroffenen Bürger müssen ihre Tonnen bis in Höhe des Hauses mit der Nummer 14 der Lüneburger Straße rollen. Die maximal 30 Meter Weg hält der Flecken für zumutbar. · boh

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