Gestern erstmals wieder Winterdienst geleistet / Wettervorhersage lässt Mitarbeiter auf ruhiges Weihnachtsfest hoffen

Bauhof hat 120 Tonnen Streusalz eingelagert

Wilfried Hollinden gewährt einen Blick auf die 120 Tonnen Streusalz, die der Bauhof deponiert hat. ·
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Wilfried Hollinden gewährt einen Blick auf die 120 Tonnen Streusalz, die der Bauhof deponiert hat. ·

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenDer Einbruch des Winters konnte den Samtgemeinde-Bauhof gestern nicht wirklich überraschen. „Es war ja aufgrund der Wettervorhersage abzusehen, dass wir raus müssen. Wir sind also nicht kalt erwischt worden“, sagt Bauhofleiter Wilfried Hollinden. Väterchen Frost kam allerdings nicht wie in den Vorjahren mit Macht, sondern zeigte sich noch von seiner moderaten, gnädigen Seite. Nur wenig Schnee fiel vom Himmel und blieb obendrein nicht lange liegen, zumal die Temperaturen recht schnell auf über null Grad kletterten.

Der Bauhof beschränkte sich darauf, Salz zu streuen. „Um zu räumen, muss die Schneedecke schon eine gewisse Dicke haben. Sonst macht das einfach keinen Sinn“, weiß Wilfried Hollinden. Mit Blick auf den nahenden Heiligen Abend scheint sich keine unliebsame frostige Überraschung anzubahnen. Behalten die Meteorologen Recht mit ihren Vorhersagen, werden sich die Temperaturen an den Festtagen um plus fünf Grad bewegen, vielleicht sogar noch etwas darüber. Das lässt die Mitarbeiter des Bauhofes auf ein ruhiges, besinnliches Weihnachtsfest hoffen. Im Wechsel mit Vorarbeiter Andreas Jürgens steht Wilfried Hollinden derzeit um 2 Uhr nachts auf, um sich ein Bild von

„Weckruf“

per Telefon

der Wetterlage zu machen. Allerdings ist es nicht damit getan, einfach nur mal kurz einen Fuß vor die Tür zu setzen. „Man muss schon ein paar Straßen abfahren und gegebenenfalls auch nach einer Wettergrenze Ausschau halten“, sagt Hollinden. Steht fest, dass Winterdienst geleistet werden muss, klingeln um 3 Uhr bei den Mitarbeitern die Telefone. Wiederum eine Stunde nach dem „Weckruf“ rücken die Streu- und Räumfahrzeuge aus. Der Bauhof beschränkt sich beim Winterdienst auf die Gemeindeverbindungsstraßen, die Schulbusstrecken sowie Radwege, die im Interesse der Schulwegsicherung schnee- und eisfrei zu halten sind. Die Kreis-, Landes- und Bundesstraßen fallen in die Zuständigkeit der Autobahn- und Straßenmeisterei. „Wir müssen wohl etwa 80 Kilometer in der Samtgemeinde Harpstedt abfahren“, schätzt

Nicht an feste

Verträge gebunden

Hollinden. Allzu viel Zeit bleibt dafür aber nicht, denn um 6.30 Uhr rollen bereits Schulbusse über die Straßen. 120 Tonnen Streusalz hat der Bauhof auf seinem Areal an der Danziger Straße im Gewerbegebiet „Amtsacker“ eingelagert. Diese stattliche Menge müsste reichen, um durch die kalte Jahreszeit zu kommen, mag Otto Normalverbraucher denken. Hat der Winter die Region aber über Wochen oder Monate fest im Griff, schmelzen die Reserven erfahrungsgemäß schnell dahin, und die Produzenten können die nach oben schießende Nachfrage kaum mehr decken – wie Anfang 2010 geschehen.

Selbst an einem milden Wintertag wie dem gestrigen Dienstag hat der Bauhof, so schätzt Hollinden, etwa fünf Tonnen Salz verbraucht. Die Samtgemeinde ist nicht durch feste Verträge an einen einzigen Lieferanten gebunden. „Damit sind wir bislang recht gut gefahren“, sagt Bauamtsleiter Jens Hüfner.

Für gewöhnlich bewerkstelligen fünf Mitarbeiter des Bauhofs den Räum- und Streudienst. Wenn nötig werden drei weitere mobilisiert. Wilfried Hollinden weiß zwar auch nicht, was auf ihn zukommt, aber sein Gefühl sagt ihm, dass der Winter diesmal weniger streng wird. Ob da der Wunsch Vater des Gedankens ist, wird sich zeigen.

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