Kreishaus stellte Veränderungen vor

Barrierefrei nicht nur für Behinderte

Landrat Frank Eger demonstrierte Rita Rockel, Ernst-August Bode, Hans Sperveslage und Hervig Wöbse (v.r.) einen Evakuierungsrollstuhl zum Überwinden von Treppen.

Landkreis - (ck) Stufenlose Eingänge, selbsttätig öffnende Türen, drei Fahrstühle: Auf dem Weg zur Barrierefreiheit für Behinderte hat die Kreisverwaltung schon einiges vorzuweisen. Doch trotz eines schon weitgehend abgearbeiteten Katalogs mit weiteren Umbauten und Ausstattungen gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten innerhalb des Kreishauses, stellten Landrat Frank Eger und seine Gäste gestern Abend fest.

Mit ihm begaben sich Ernst-August Bode (FDP) als Vorsitzender des Bauausschusses, Herwig Wöbse (CDU), Kämmerer Carsten Harings, die Kreisbehindertenbeauftragte Rita Rockel, Verwaltungskollege Dieter Kreye und Hans Sperveslage, Vorsitzender des Kreisbehindertenrats, auf den Rundgang.

Eger erinnerte ans einstige Hauptproblem: „Die Eingangstüren öffneten sich nicht automatisch. Dafür haben wir gesorgt – und auch für die zeitliche Einstellung, damit Rollstuhlfahrer richtig hindurch kommen.“

Danach erhielt der Nebeneingang zur Kantine diese Automatik, denn der Weg in den Sitzungsbereich des ersten Stocks führt dort entlang über den Aufzug. Zudem bekamen dieser und weitere Lifte Spiegel, um ein sicheres Rückwärts-Rangieren mit Krankenfahrzeugen zu ermöglichen. Alle Fahrstühle verfügen zusätzlich über ein Notrufsystem.

Alle Untersuchungszimmer des Gesundheitsamts befinden sich nun im Erdgeschoss, und die Bedienung der Tore zur Tiefgarage funktioniert einfacher. Sollte es im Kreishaus brennen, stehen jetzt zwei Evakuierungsrollstühle bereit.

„Wir haben miteinander gelernt – mit den Betroffenen“, erläuterte Eger. Rita Rockel ergänzte: „Ich bin zu mehreren Hausbegehungen mit Rollstuhlfahrern und Sehbehinderten aufgebrochen. Aber nicht nur Menschen mit eingeschränkter Mobilität profitieren von den Umstellungen, sondern auch unsere Kollegen in der Verwaltung.“ Als Beispiele nannte sie die nun deutlicher abgesetzten Ecken der Treppenstufen. „Etwas Vergleichbares zum Abgucken gab es für uns in der Umgebung nicht“, unterstrich Kreye. „Die jetzigen Leisten geben mehr Sicherheit.“

Des Weiteren veränderte der Landkreis die Schriftbilder an Wegweisern und der Anzeigentafel. Für Sehbehinderte gebe es laut Rita Rockel aber noch weitere Ansatzpunkte. „Mir schwebt ein Blinden-Leitsystem im Haus vor, aber das steht wegen eines fehlenden Gesamtkonzepts außerhalb der Verwaltung noch aus.“

Bisher hat der Landkreis ins Nachrüsten 100 000 Euro investiert. Herwig Wöbse gefielen die Resultate: „In vielen anderen Lebensbereichen findet man solche Situationen vor. Wenn nur einige ein bisschen davon nachahmen, ließe sich einiges bewegen.“ Genau das bezweckte der Landkreis mit diesen Schritten: „Wir wollen Vorbild für andere Firmen sein“, so Eger.

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