Genossenschaftsverband Weser-Ems mit dem vergangenen Jahr zufrieden / Bilanzsumme: 17,3 Milliarden Euro

„Banken haben die Deiche erhöht“

Die Verbandsdirektoren Rainer Backenköhler (r.) und Georg Litmathe (2.v.l.) mit den Abteilungsleitern Jan Eyting (l.) und Harald Lesch.

Oldenburg - RASTEDE (eb) · Der Trend geht zur Bürgergesellschaft – das sagen nicht nur Zukunftsforscher und Philosophen wie Horst Opaschowski und Richard David Precht. Sicher ist sich darüber auch Georg Litmathe, Verbandsdirektor des Genossenschaftsverbands Weser-Ems. Er stellte in Rastede die Jahresbilanz vor.

Die fiel überwiegend positiv aus: Die Bilanzsumme der 55 Volks- und Raiffeisenbanken des Verbands belief sich auf 17,3 Milliarden Euro – 6,2 Prozent mehr als 2008. Die durchschnittliche Bilanzsumme je Genossenschaftsbank liegt damit bei annähernd 314 Millionen Euro (2008: 290 Millionen Euro).

Trotz Wirtschaftskrise wurden die Kundenkredite ausgeweitet: Um 6,3 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro in 2009. Vor allem langfristige Kredite (fünf Jahre und länger) seien gefragt gewesen. Kreditschwerpunkte lagen vor allem im Bereich Erneuerbare Energien: Um 65,1 Prozent stiegen die Zahlen für Anlagen zur dezentralen Energieerzeugung. In der Landwirtschaft wuchsen die Kredite um 15,1 Prozent.

Das Volumen der Kundeneinlagen wuchs um 4,4 Prozent auf 12 Milliarden Euro.

Gestiegen ist auch der Zinsüberschuss, die wichtigste Ertragsquelle, auf 2,65 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (2008: 2,47 Prozent).

Unter dem Strich lag das vorläufige Betriebsergebnis vor Bewertung bei 1,22 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme – damit stellt die Region den Spitzenwert in der genossenschaftlichen Bankengruppe.

Selbst in den Krisenjahren 2008 und 2008 haben die Genossenschaftsbanken in der Region ihr Eigenkapital um 13 Prozent – über 200 Millionen Euro – gestärkt. „Um ein regionales Bild zu wählen: Die Genossenschaftsbanken haben die Deiche erhöht, um den Anstieg des Meeresspiegels zum Wohle der Menschen in der Region zu beherrschen“, kommentierte Litmathe. „Wir sind auf höhere regulatorische Anforderungen vorbereitet.“ Und betonte gleichzeitig: „Unsere Mitgliedsbanken sind gerne bereit, betriebswirtschaftlich sinnvolle Investitionen und damit den Aufschwung zu finanzieren.“

Und was hat das ganze nun mit der Bürgergesellschaft zu tun? Die Menschen entwickelten zunehmendes Misstrauen gegenüber weit entfernten anonymen Institutionen in Politik und Wirtschaft, meinte Litmathe. Dagegen stehe eine zunehmende erkennbare Imageverbesserung mittelständischer Unternehmen mit ihrer stabilisierenden Wirkung in Phasen der Krise. Außerdem würde eine stärkere Bereitschaft zu lokalem und ehrenamtlichen bürgerschaftlichem Engagement beobachtet. „Dieser Trend ist ein guter Nährboden für genossenschaftliche Aktivitäten gerade in ländlichen Regionen wie Weser-Ems“, so der Verbandsdirektor.

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