Erneuter Anlauf im Sportausschuss

Bald mehr Geld für den Krandel ?

Die Sportplätze werden regelmäßig gemäht und gesprengt.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Krandelverwalter Wolfgang Sasse hat es fein säuberlich dokumentiert. In einem dicken Ordner befinden sich alle Berechnungen, die das Krandel-Stadion betreffen. Damit war er nun schon oft in den städtischen Ausschüssen. Mehr Geld gab es bislang nicht. Doch seit Donnerstagabend darf er wieder hoffen. „Wenn es diesmal nicht klappt, dann geben wir die Schlüssel ab“, sagte er unmissverständlich.

Sasse wird nicht müde zu betonen, dass er den Job ehrenamtlich macht. Dass er das gut erledigt, wird ihm von allen Seiten bescheinigt. Immerhin war das Krandel-Stadion vor drei Jahren in einem schlechten Zustand, als der Vorsitzende des VfL Witekind begann, sich als Verwalter um die Anlage zu kümmern.

„Das ist jetzt alles gut in Schuss“, bestätigte auch Sportausschussvorsitzender Lars Kosten am Donnerstagabend.

Wie oft Sasse nun schon darum geworben hat, mehr Geld für die Unterhaltung der Sportstätte und für Ersatzbeschaffungen zu bekommen, lässt sich kaum mehr zählen. „Ich habe das Gefühl, wir bewegen uns im Kreis oder spielen Ping-Pong“, sagte er. Und: „Wir brauchen endlich mehr Spielraum.“

Sasses Anliegen ist es, Jahr für Jahr etwas mehr Geld für die Unterhaltung des Krandelstadions zu bekommen, um größere Anschaffungen tätigen zu können. Zudem wünscht er sich, dass die Regelung, bei Anschaffungen im Wert über 1 000 Euro erst bei der Verwaltung die Genehmigung einzuholen, auf eine Summe von 5 000 Euro erhöht wird. „Wir müssen oft sehr schnell handeln“, erklärte er. Da mache es wenig Sinn, alles noch mit der Verwaltung abzusprechen. Zudem könne er nie wissen, wo und wann plötzlich Investitionen nötig seien. So habe beispielsweise der harte Winter die Plätze „versaut“. „Wir mussten 13 000 Euro für 140 Tonnen Quarzsand investieren, sonst hätten wir keinen geordneten Spielbetrieb durchführen können.“

Für solche Fälle möchte Sasse gewisse Rücklagen bilden können, um nicht immer wieder mit Wünschen an die Stadt herantreten zu müssen.

Der Fachausschuss sicherte einstimmig seine Zustimmung zu, konnte allerdings nur eine Empfehlung für den Haushaltsausschuss aussprechen. Danach sollen die Zuschüsse für die Krandelverwaltung im Hauhaltsjahr 2011 auf 70 000 Euro und im Jahr 2012 auf 75 000 Euro steigen. Zudem soll die Krandelverwaltung einen einmaligen Zuschuss für Mehrausgaben, so zum Beispiel für eine mobile Bewässerungsanlage, in Höhe von 9 000 Euro bekommen. Dafür gibt es allerdings noch keine Deckung im Haushalt. In Zukunft darf Sasse zudem Investitionen bis zu 5 000 Euro ohne Genehmigung der Verwaltung ausgeben. Das Geld wird von den Zuschüssen für die Krandelverwaltung genommen.

Nun hofft der Vorsitzende des VfL, dass die Vorschläge die weiteren Gremien überstehen. Andernfalls wird er den Schlüssel für das Stadion einpacken und ins Stadthaus bringen. „Das weiß der Bürgermeister ganz genau.“

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