35-jähriger Autofahrer aus Wildeshausen kollidierte am Übergang „Brettorfer Kirchweg“ mit Zug der „NordWestBahn“

Bahnstrecke zwei Stunden gesperrt

An dem Auto des 35-jährigen Wildeshausers entstand durch den Aufprall Totalschaden.

Doetlingen - ASCHENSTEDT (ts) · Der Schreck stand dem 35-jährigen Autofahrer aus Wildeshausen ins Gesicht geschrieben. Gegen 11.15 Uhr war er gestern am unbeschrankten Bahnübergang am Brettorfer Kirchweg in Aschenstedt in die Seite eines Zugs der „NordWestBahn“ geprallt. Verletzt wurde er zum Glück nicht. Der Zugverkehr kam auf der Strecke Osnabrück-Vechta-Bremen zwischen Wildeshausen und Delmenhorst für gut zwei Stunden zum Erliegen.

Er habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können, nachdem er den von rechts kommenden Zug, der Richtung Bremen unterwegs war, erkannt hatte, gab der 35-Jährige gestern an. Durch den Zusammenprall wurde die gesamte Front des Autos beschädigt. Einzelteile flogen über die Gleise. Der Schaden im vorderen Bereich der Bahn hielt sich hingegen in Grenzen. Ein Teil des Autowracks hatte sich im unteren Bereich des Waggons verfangen, Kühlflüssigkeit trat aus.

Da zunächst von Verletzten ausgegangen werden musste, eilte ein Rettungswagen zur Unfallstelle. Er konnte aber schnell wieder abrücken, denn sowohl der Wildeshauser Autofahrer als auch die 23-jährige Zugführerin und die etwa 40 Fahrgäste waren mit dem Schrecken davon gekommen. Für Letztere begann hingegen das Warten. Ein Bus musste angefordert werden, in den die Fahrgäste schließlich umsteigen konnten.

Die „NordWestBahn“ konnte trotz Beschädigungen die Fahrt fortsetzen. Die Fahrgäste mussten allerdings in den Bus umsteigen.

Währenddessen untersuchten die Polizei, ein Notfallmanager der Bahn sowie Beamte der Bundespolizei die Unfallstelle. Nach einem technischen Check konnte trotz Beschädigungen grünes Licht für die Weiterfahrt des Zugs der „NordWestBahn“ gegeben werden. Hierfür war ein Ersatz-Zugführer geordert worden. Die Bahnstrecke für den regulären Zugbetrieb konnte dann beginnend mit der um 13.20 Uhr ab Bremen startenden Verbindung wieder freigegeben werden. Wie eine Sprecherin der „NordWestBahn“ Osnabrück mitteilte, wurde während der Sperrung ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen den Bahnhöfen Delmenhorst und Vechta eingerichtet. Der gestrige Unfall war nicht der erste dieser Art an dem ausschließlich mit einem Andreaskreuz gekennzeichneten Bahnübergang. Bereits am 15. Juli war es hier zu einer Kollision mit einem Kleinlaster und einem Zug der „NordWestBahn“ gekommen. Insgesamt ist es seitdem der vierte Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Gemeinde Dötlingen. Mitte September hatte eine Ganderkeseerin das „Rotlicht“ der Signalanlage am Bahnübergang der Iserloyer Straße in Aschenstedt übersehen, knapp einen Monat später hatte es am ungesicherten Bahnübergang am Bassumer Weg in Klattenhof gekracht.

Dass sich der Unfall gestern gerade am Bahnübergang „Brettorfer Kirchweg“ ereignete, ist schon fast eine Ironie des Schicksals. Hatte die Bahn AG nach langem Drängen der Gemeinde Ende des Jahres doch endlich das „Ok“ zur Umgestaltung der Übergange „Birkenbusch“ und „Brettorfer Kirchweg“ gegeben.

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