Tannenbaum-Sammelaktion der Ortswehren Wildeshausen und Düngstrup

798 Bäume für die Jugendarbeit der Feuerwehr

Tom (links) und Kevin waren erstmals dabei.
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Tom (links) und Kevin waren erstmals dabei.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN · Der St.-Knut-Tag wird heute in den skandinavischen Ländern gefeiert. An diesem Tag werden von den Weihnachtsbäumen traditionell die Kerzen und der Baumschmuck entfernt und die Bäume aus dem Zimmer entfernt. Zwei Tage zuvor wurden am Sonnabend auch in der Wittekindstadt die ausgedienten Bäume entsorgt.

Die Jugendfeuerwehr Wildeshausen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen und Düngstrup sammelten die ausgedienten Nadelbäume an sechs Stationen im Stadtgebiet ein. Stellvertretend für alle fleißigen Helfer besuchte die Wildeshauser Zeitung die Sammelstation am DLRG-Vereinsheim, dem ehemaligen Kindergarten „Pusteblume“, an der Harpstedter Straße. Im Minutentakt trafen hier die „Lieferungen“ ein. So waren zur Mittagszeit schon rund 90 Bäume von Bürgern entsorgt worden.

So, wie von Melanie und Oliver Thomas mit ihren Söhnen Tim (7) und Luis (3). „Wir kommen jedes Jahr hierher, denn die Kinder haben Spaß daran, und wir unterstützen die Jugendarbeit der Feuerwehr“, sagte der Familienvater. Auch Hanna und Rebecca Asche gehören mit den Kindern Maart (4) und Helvi (18 Monate) zu den Stammkunden am ehemaligen Kindergarten. „Das ist eine praktische Sache, und wir geben immer mehr Geld als den gewünschten einen Euro. Schließlich kommt das Geld der Jugendfeuerwehr zugute“, betonte Hanna Asche.

Richtig in Schweiß gerieten trotz der niedrigen Temperaturen Tom (10), Kevin (10) und Julius von Stein (16) von der Jugendfeuerwehr. Sie nahmen die Bäume entgegen und entsorgten sie in einem Container, den die Firma Remondis wie in den vergangenen Jahren kostenlos zur Verfügung stellte. In den nächsten Tagen wird das Unternehmen auch das Schreddern der Bäume kostenfrei übernehmen.

Begleitet wurden die drei Jungs von den Feuerwehrmännern Peter Werner, Arne Möhring, Bruno Reiser und Gruppenführer Thorsten Wawrzinek, dessen Frau Bärbel den Kaffee- und Verpflegungsdienst übernommen hatte und die „starken Kerle“ damit bei Laune hielt.

„Die Leute sind nett und geben mehr Geld als sie eigentlich müssten“, freuten sich die angehenden Feuerwehrmänner. Tom und Kevin hatten bereits am Morgen ein unvergessliches Erlebnis: „Da kam ein amerikanischer Pick-up und hat einen über zwei Meter großen Baum gebracht. Das war eine richtig coole Sache“, waren sich die beiden Jungs einig, die übrigens erstmals bei einer Sammelaktion dabei waren. „Das hat uns Spaß gemacht. Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei“, versprachen sie.

„Insgesamt wurden 798 Nadelbäume abgegeben“, verkündete am Abend Ortsbrandmeister Hermann Cordes im Wildeshauser Feuerwehrhaus. Dies sei zwar ein leichter Rückgang zum Vorjahr, aber dennoch könnte sich die Jugendfeuerwehr über eine hübsche Spendensumme für ihre wichtige Arbeit freuen.

Dafür, dass die vielen Helfer bei Kräften blieben und sich bei den winterlichen Temperaturen aufwärmen konnten, hatten Cordes und der stellvertretende Stadtbrandmeister Conrad Kramer gesorgt. Sie pendelten zwischen den Stationen und verteilten Heißgetränke und Würstchen. · hen

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