Erneut muss sich die Politik mit Antrag auf Baumfällung beschäftigen

Bäume in der Innenstadt: Ärgernis oder angenehm?

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Das neue Wohn- und Geschäftsgebäude ist fast fertig, doch den Besitzer stört die Linde nahe der Fassade.

Wildeshausen - Immer wieder klagen Geschäftsleute und Anwohner über störende Bäume an der Westerstraße in Wildeshausen. Was vielen Kunden gefällt, ist anderen ein Dorn im Auge, weil es Schattenwurf und Laub(ab)fall gibt.

Nun muss der Rat erneut über einen Antrag beraten, eine stattliche Linde in der Einkaufszone zu fällen. Dabei wird es sicherlich wieder kontroverse Diskussionen geben.

Bauausschussvorsitzender Hartmut Frerichs wollte das Thema bereits im Rahmen der vergangenen Sitzung wegen Eilbedürftigkeit geklärt haben, nun aber befasst sich der zuständige Ausschuss am 5. Februar mit der Frage und wird eine Empfehlung abgeben.

Konkret handelt es sich um eine Linde vor dem Neubau an der Westerstraße. Der Verwaltung liegt ein Schreiben vor, in dem beantragt wird, den Baum zu fällen und zu entfernen. Der Antragsteller führt aus: „Dieser Baum beschattet die Wohnungen so sehr, dass voraussichtlich die Luxzahlen für die Belichtung der Wohnungen nicht erfüllt werden. Der Baum und der Mülleimer stehen mitten vor unserem neuen Gebäude. Sie sind daher hinderlich zur Vermietung der gewerblichen Flächen und Wohnungen. Im weiteren Verlauf der Westerstraße stehen die Bäume zu mehr als 80 Prozent auf Grundstücksgrenzen, so dass ein Geschäftsbetrieb bei uns benachteiligt ist.“

Aus Sicht der Verwaltung gibt es keinen Grund, den Baum zu fällen. Es sei ohnehin sehr behutsam mit dem Fällen von Bäumen umzugehen, da diese das Stadtbild prägen und einen wichtigen Beitrag zur Stadtökologie und zum Stadtklima leisten. Das betrifft insbesondere ältere, ausgewachsene Bäume.

Bäume werden in der Stadt in der Regel nur dann gefällt, wenn die Standsicherheit gefährdet ist, der Zustand des Baumes die Verkehrssicherheit gefährdet oder der Baum extreme Straßenschäden verursacht. Das Fegen und Beseitigen von Laub und Taubenkot sowie Schattenwurf sind keine Kriterien für das Fällen eines Baumes.

Vor zwei Jahren hatte sich der Verwaltungsausschuss der Stadt mit der Frage beschäftigen müssen, ob in der Einkaufszone Robinien gefällt werden dürfen, weil die Wurzeln das Pflaster anheben und damit eine Stolpergefahr darstellen. Es wurde beschlossen, die Bäume stehen zu lassen. · dr

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