Neues Angebot soll in St.-Peter-Schule eingerichtet werden / Finanzierung aber völlig unsicher

Ausschuss stimmt für ersten Hort

Hausmeister Günter Grön und die St.-Peter-Schüler zeigen, wo der Anbau an die Schule erfolgen soll.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Wunsch und Wirklichkeit klaffen in der Wildeshauser Politik zurzeit weit auseinander. Es liegt am Geld, das nicht zur Verfügung steht. Das hielt den Jugend-, Sport- und Sozialausschuss der Stadt aber nicht davon ab, am Donnerstagabend die Einrichtung der ersten Hortgruppe in Wildeshausen zu empfehlen. Der Bedarf ist absolut vorhanden, so die Politiker aller Parteien.

Unterdessen fragte sich Bürgermeister Kian Shahidi gestern, wie Ausbaukosten von 100 000 Euro und jährliche Betriebskosten in Höhe von 42 000 Euro aufgebracht werden können, wenn noch nicht mal klar ist, wie der defizitäre Haushalt gesichert werden kann.

„Wir sind hier der Fachausschuss und nicht der Haushaltsausschuss“, fühlte sich Ausschussvorsitzender Lars Kosten (FDP) für die Finanzierung nicht verantwortlich. Auch die anderen Politiker wollten vorerst nicht über die zu erwartenden Kosten nachdenken. „Wir finden das wunderbar, wenn eine Hortgruppe eingerichtet werden könnte“, erklärte Gerda Lehmensiek (SPD). „Die Trägerschaft sollte aber bei der Stadt bleiben.“

Auch Karin von Elbwart (CDU) war der Meinung, dass so etwas „in Wildeshausen gefehlt hat. Eigentlich kommt für den Hort nur die St.-Peter-Schule in Frage.“ In den anderen Schulen wären Klassenräume betroffen, in der St.-Peter-Schule gebe es aber bald einen Anbau. Zweifel habe sie jedoch daran, dass das Projekt bis zum Sommer verwirklicht werden könnte.

Eine Bedarfsumfrage der Stadt hat ergeben, dass es in Wildeshausen einige Eltern gibt, die ihre Kinder in einen Hort nach der Schule schicken würden.

Die besten Bedingungen, einen Gruppenraum für 20 Kinder zu schaffen, finden sich in der Tat in der St.-Peter-Schule. Dort ist eine Anbaumaßnahme für die nachschulische Betreuung geplant. Ein Personalraum könnte durch einfache bauliche Maßnahmen abgetrennt werden, eine Küchenzeile ist dort schon geplant. Alternativ wäre es denkbar, das Dachgeschoss über dem neuen Ausbau auszubauen. Nach einer groben Schätzung ist mit Ausbaukosten in Höhe von 80 000 Euro zu rechnen, die Einrichtung der Räume würde noch mal 20 000 Euro kosten.

„Die Ausschreibungen für den Anbau sind gelaufen“, erklärte der Leiter des Fachbereichs Innen, Hans Ufferfilge. „Die Bagger können sofort ausrücken, wenn die Witterung entsprechend ist.“ Bei dieser Maßnahme handelt es sich aber „nur“ um den schon seit Monaten beschlossenen Ausbau. Für eine Horteinrichtung sind weder die Finanzen zur Verfügung gestellt noch Pläne gezeichnet worden. Bislang sind auch noch keine Fördergelder beim Landkreis beantragt. Dieser fördert die Schaffung von Kinderhortplätzen mit maximal 3 100 Euro pro Platz.

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