22 Jungimker bestanden Schulung / „Honigernte ist wohl gelaufen“

Gut ausgebildete Imker sind sehr wichtig

Stolz wurden die Urkunden und Nachweise präsentiert.
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Stolz wurden die Urkunden und Nachweise präsentiert.

Wildeshausen - Von Andreas HenselerWILDESHAUSEN · Seit Anfang Februar hatten sie alles über die Imkerei gelernt und dabei viel gebüffelt sowie praktisch gearbeitet. Am Sonnabend nahmen nun die 22 Teilnehmer der imkerlichen Grundschulung des Imkervereins Wildeshausen im Alter von acht bis etwa 60 Jahre auf dem Grundstück von Harald Wulferding am Katenbäker Berg in der Wittekindstadt ihre verdienten Urkunden sowie die Fachkundenachweise des Landesverbandes der Imker Weser-Ems aus den Händen des stellvertretenden Vorsitzenden und Schulungsleiters Martin Becker entgegen.

Auf dem Lehrplan hatten für die Jungimker aus Wildeshausen, Hatten, Wardenburg, der Gemeinde Dötlingen und der Samtgemeinde Harpstedt in den vergangenen Monaten Themen wie die Führung und Betreuung eines Bienenvolkes, der Umgang mit Bienen, die Hygiene oder die gesetzlichen Bestimmungen im Zusammenhang mit Honig gestanden. Doch nicht nur die Theorie, auch die Praxis war angesagt. So standen Arbeiten am Bienenvolk bei Angelika von Döllen in Dötlingen ebenso auf dem Unterrichtsplan wie das Schleudern von Honig bei Harald Wulferding in Wildeshausen, womit der Lehrgang nun abgeschlossen wurde.

„Alle Teilnehmer haben sich entschieden, als Imker weiter zu machen“, freute sich der Vorsitzende Uwe Endesfelder. „Nach dem Lehrgang werden die Jungimker aber nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern von uns weiterhin betreut.“ In den nächsten zwei Jahren würden sie unter anderem vom „Bienenvater oder -pate“ Harald Wulferding und anderen Vereinsmitgliedern begleitet.

Es sei sehr wichtig, dass die neuen Imker gut ausgebildet seien, ganz besonders im Bereich der Hygiene. Denn aus Unkenntnis könnten sie mit Bienenvölkern, die von der Varroamilbe oder der Faulbrut befallen seien, schnell zu einer Gefahr für andere Imker und ihre Völker werden. „Dazu braucht es viel Wissen und Erfahrung.“ Eine besonders große Stütze für den Imkerverein sei dabei der ehemalige Vorsitzende Harald Wulferding. Ohne seine Leidenschaft für die Imkerei und seinen großen Erfahrungsschatz würde dem Verein viel fehlen.

Doch über der Freude der erfolgreichen Schulung des Imkernachwuchses lag auch ein Schatten. „Die Honig-ernte ist durch die viel zu niedrigen Temperaturen in diesem Jahr wohl gelaufen“, klagte der Vorsitzende. Für die Bienen sei es viel zu kalt gewesen um auszuschwärmen und Honig zu sammeln. Die für die Imker so wichtige Rapsblüte sei in den nächsten Tagen bereits vorüber und es bleibe nur noch die Hoffnung auf die später einsetzende Lindenblüte. Zwar würde die Scheinakazie – auch Robinie genannt – als nächstes blühen, aber dieser Baum würde nach Endesfelders Aussage mit der Begründung, dass er kein heimisches Gehölz sei, rücksichtslos abgeholzt. So würde den Bienen eine zusätzliche Futterquelle entzogen.

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