Erste Teilstücke sollen schnell realisiert werden / Anwohner zahlen 30 Prozent

Ausbau der Holzhauser Straße in Abschnitten

Die Holzhauser Straße soll bald neu ausgebaut werden.
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Die Holzhauser Straße soll bald neu ausgebaut werden.

Wildeshausen - Von Dierk RohdenburgNach jahrelangen Diskussionen scheint nun der schrittweise Ausbau der Holzhauser Straße in Wildeshausen näher zu rücken. Der Ausschuss für Finanzen, Controlling und Wirtschaft empfahl gestern den Ausbau in Abschnitten.

Die ersten beiden Abschnitte von der Visbeker Straße durch das Dorf bis zum Ende der Wohnbebauung sollen nun möglichst schnell in Angriff genommen werden. Um diese Bauarbeiten finanzieren zu können, müssen zusätzlich zu den bereits bewilligten 811 500 Euro weitere 188 500 zur Verfügung gestellt werden. Die Haushaltsmittel für den dritten Abschnitt bis zur Ahlhorner Straße sollen innerhalb der nächsten sieben Jahre bereitgestellt werden.

Gegen diese Beschlussempfehlung stimmten nur die drei Ausschussmitglieder der SPD. Die Sozialdemokraten favorisierten, wie bereits vor dem Ratsbeschluss zum Haushalt im Dezember 2012, den kompletten Ausbau der Holzhauser Straße zum Preis von 1,647 Millionen Euro. „Das hätten wir schon lange haben können, wenn ihr nicht dagegen gestimmt hättet“, erklärte Hartmut Frerichs mit Blickrichtung zu CDU, Grünen und FDP.

Manfred Rebensburg (Grüne) hielt dem entgegen, dass man mit diesem Beschluss, dem auch die Linken zugestimmt hatten, die Stadt vor massiver Verschuldung bewahrt habe. „Unser Ziel war es, schnell eine gute Anbindung von Holzhausen an eine Hauptstraße zu erreichen“, sagte er. „Das gelingt uns so.“ Die Abschnittbildung sei ein probates Mittel und führe dazu, dass alle Bürger in dem Bereich gleichgestellt würden. Sie müssen sich mit 30 Prozent an den Baukosten beteiligen. „Das ist die billigste Straße für die Anlieger“, meinte auch Rechtsanwalt Jürgen Lauenroth.

Ob das Projekt ohne Rechtsstreitigkeiten abgehen wird, ist allerdings fraglich. Einige Anwohner sehen nicht ein, dass sie an den Kosten beteiligt werden sollen. Ihrer Ansicht nach wurde die Straße im Jahr 1980 ohne Planfeststellungsverfahren gebaut und sei vor kurzem mit einem Rechtsmangel von der Stadt gewidmet worden. Cord Brockmeyer: „Es fehlte die Verkehrszählung.“ Nach Zählungen der Anwohner handele es sich bei der Holzhauser Straße mit schätzungsweise 150 000 Fahrzeugbewegungen im Jahr um eine Straße mit überörtlicher Bedeutung, die schon lange als Kreisstraße hätte eingestuft werden müssen. Dann wäre der Ausbau für die Anwohner kostenfrei.

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