Projekt „sign“ feiert zehnjähriges Bestehen

„Aus Blumenstrauß wurde Plantage“

Setzen sich gemeinsam für Kinder und Jugendliche ein: Mirjam Rix-Schneider („prevent“), Helmut Krasemann (Leiter Everkampschule), Claudia del Valle, Werner Brinker, Svenja Janssen („prevent“) und Ronald Borm (v.l.).

Oldenburg - OLDENBURG (cs) · Was vor zehn Jahren kaum ein Thema war, ist heute in aller Munde: Die Prävention von Sucht und Gewalt bei Jugendlichen. Doch auch vor einem Jahrzehnt gab es schon Menschen, die sich für dieses Thema einsetzten – am 28. Mai 2000 wurde das Projekt „sign – gemeinsam Schüler stark machen“ ins Leben gerufen.

Angefangen hat es mit 103 Klassen und etwa 3 000 Schülern – mittlerweile beteiligen sich 116 Schulen mit 50 000 Schülern und 2 000 Lehrern in 21 Landkreisen und kreisfreien Städten an dem Präventionsprogramm. Dieses wird häufig als das größte im ganzen Nordwesten gehandelt – davon will Claudia del Valle, Geschäftsführerin der Agentur „prevent“, die „sign“ betreut, aber nichts hören. „Man muss bescheiden bleiben. Es gibt auch andere großartige Projekte“, meint sie. Aber „sign“, das sei ihr „Baby, das ich liebe“. Dass del Valle dazu Grund hat, verdankt sie auch der EWE AG. Denn seit einem Jahrzehnt unterstützt das Unternehmen „sign“.

„Vor zehn Jahren hätten das nur ganz wenige getan“, ist sich die Geschäftsführerin sicher. Und bescheinigt Dr. Werner Brinker Mut – schließlich habe er sich als Vorstandsvorsitzender dafür eingesetzt, dass die Aktiengesellschaft die Arbeit unterstützt. Warum dieses Engagement? „Weil ich als Vater von zwei jungen Töchtern mitbekommen habe, wie regelmäßig Jugendliche Nikotin und Alkohol zu sich nehmen – damals nämlich rund ein Drittel der elf- bis 13-Jährigen. Das war für mich ein besorgniserregender Zustand“, erinnert sich Brinker. „Ich war froh, dass wir mit der Agentur jemanden gefunden hatten, der sich dem Thema verschrieben hatte.“ Der EWE-Vorstandsvorsitzende erinnerte sich aber auch daran, dass das Projekt nicht „von Anfang an nur Freunde gehabt hat“.

Begeistert sei er jedoch von Beginn an gewesen, sagt Ronald Borm. Die Wardenburger Everkampschule, dessen Konrektor er ist, war von Anfang an dabei. „‚Sign‘ ist ein integraler Bestandteil unserer Schularbeit“, sagt er. Die Unterrichtsmaterialien – die sich übrigens jeder Lehrer auch von nicht am Projekt beteiligten Schulen kostenlos im Internet unter http://www.sign-projekt.de herunterladen kann – seien in die Lehrpläne eingearbeitet worden. Die Lehrer der 116 ins Programm integrierten Bildungseinrichtungen bekommen aber auch kostenlose Fortbildungen, und Mitarbeiter der Agentur „prevent“ kommen in die Schulen oder organisieren externe Referenten. Und die Everkampschule ist seit 2005 eine von fünf „sign-Profilschulen“ – „diese fühlen sich im Rahmen einer guten gesunden Schule dem grundlegenden Gedanken des Präventionsprogramms in besonderer Weise verpflichtet“, erläutert del Valle.

„Die durchgehend gute Qualität aus der Agentur kommt in den Schulen an – und das geht nicht zum Nulltarif. Ohne Hilfe der EWE stünden wir auf dem Schlauch“, meint der Pädagoge. Und lobt auch die Entwicklung des Projekts. „Aus dem Blumenstrauß, der uns vor zehn Jahren geboten wurde, ist eine bunte Plantage geworden, aus der wir uns gerne bedienen.“ Aktuell gehören die Bausteine Soziales Lernen, Persönlichkeitsstärkung, Kommunikation, Suchtprävention, Freundschaft, Liebe und Sexualität sowie Zukunft und Perspektive zum Projekt, mit dem Sozialkompetenz und Persönlichkeit der Fünft- bis Zehntklässler gestärkt werden sollen. Mehr Schulen sollen in nächster Zeit übrigens nicht aufgenommen werden. Man wolle die gute Qualität beibehalten, meint del Valle. Und bei gleich bleibenden finanziellen Mitteln könnten deshalb nicht andere Einrichtungen aufgenommen werden.

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