Zu wenig Märkte in Wildeshausen

Aufrunden ist angesagt

Ralf Müller wirbt in seinem Markt in Wildeshausen für die Aktion „Deutschland rundet auf“. ·
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Ralf Müller wirbt in seinem Markt in Wildeshausen für die Aktion „Deutschland rundet auf“. ·

Wildeshausen - „Deutschland rundet auf“ heißt eine Aktion, die gemeinnützige Zwecke unterstützt. Kunden können an der Kasse bis zu zehn Cent zum vollen Euro aufrunden. Die Aktion läuft gut, bundesweit sind so schon 315.104 Euro zusammengekommen, 245.000 Euro wurden bereits an die „Eltern AG“ überwiesen. In Wildeshausen gibt es allerdings bislang nur vier Märkte, die sich beteiligen.

Am offensivsten wirbt der „Toom“-Baumarkt für die Aktion. „Wir haben große Plakate, mit denen wir darauf hinweisen“, erzählt Marktleiter Rolf Müller. „Zudem erwähnen wir das auch in unseren Werbebeilagen.“

Der Markt ist seit dem März bei der Aktion dabei. Mit der freiwilligen Aufforderung „Aufrunden bitte“ an der Kasse wird der Bonbetrag auf den nächsten Zehner-Centbetrag aufgerundet. „Das nehmen immer mehr Kunden an“, so Müller. Er hat allerdings beobachtet, dass eher Stammkunden spenden. „Außerdem sind offenbar die älteren Kunden spendenbereiter.“ Welche Summe sein Markt schon gesammelt hat, erfährt Müller nicht. Die Beträge werden zentral gebucht.

Gleichzeitig hat „Toom“ auch noch eine weitere Spendenbox an der Kasse stehen, die gut gefüttert wird. „Das Geld geht an das Kinderhospiz Löwenherz“, erklärt Müller. „Da wissen die Leute genau, was das ist und sind bereit, Restbeträge zu spenden.“

In Wildeshausen haben Kunden noch die Chance, bei den beiden Netto-Märkten aufzurunden. Alexander Fraas ist Marktleiter an der Bargloyer Straße. „Das wird hier gerne genutzt“, sagt er. Schätzungsweise 20 bis 30 Kunden lassen täglich ihren Betrag aufrunden und einem guten Zweck zukommen. Dagegen wird beim vierten Markt in Wildeshausen, der die Aktion anbietet kaum aufgerundet. „Kik“ an der Huntestraße bietet diese Möglichkeit zwar, doch die Flyer sind an der Kasse schon lange verschwunden. „Wir brauchen den Platz für andere Informationen“, hieß es von den Angestellten. Die Resonanz sei ohnehin schwach gewesen. Allerdings hat „Kik“ eine eigene Spardose an der Kasse stehen für die „Help-and-hope-Stiftung“. Die Dose ist gut gefüllt. „Sie wird monatlich gelehrt“, so die Angestellten. Gespendet wird von den Kunden also doch – nur aufgerundet wird in der Regel nicht. · dr

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