Broschüre informiert auf 68 Seiten über die Geschichte des DRK-Ortsvereins

Aufgaben sind heute ganz andere als vor 100 Jahren

Auf 68 Seiten informiert eine Jubiläumsbroschüre über die 100-jährige Geschichte des DRK-Ortsvereins Harpstedt.

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenAuf 100 Jahre DRK Harpstedt blickt eine 68-seitige Broschüre in Wort und Bild zurück. Das mit vielen Fotos illustrierte Heft wird im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung am Sonnabend, 27. August, in der Delmeschule zu bekommen sein.

Streng genommen reichen die Ursprünge des „Vorläufers“, aus dem der Ortsverein hervorgegangen ist, ein Jahrhundert zurück: Man schrieb den 27. August 1911, als neun engagierte Gründungsmitglieder den „Vaterländischen Frauen-Verein für Harpstedt“ aus der Taufe hoben. Mathilde Jung übernahm nach den Vorstandswahlen den Vorsitz. Helene Kieselhorst stand ihr als Stellvertreterin zur Seite. Um die Kasse kümmerten sich Schatzmeisterin Hermine Stolze und Stellvertreterin Elise Nolte. Die Schriftführung oblag Pastor Warneke und Stellvertreter Dr. Bamme. Neben der Führungsriege unterzeichneten auch die weiteren Gründungsmitglieder Elisabeth Dückering, Meta Meyerholz und Sophie Schorling die erste Satzung. Gemäß Absatz zwei übt der Verein „in Kriegszeiten unter der Oberleitung des Preußischen Landesvereins vom Roten Kreuz Fürsorge für die im Felde Verwundeten und Erkrankten“ aus. Und in Friedenszeiten sollte er sich an der „Linderung außerordentlicher Notstände in allen Teilen des Vaterlandes“ beteiligen. Die dringendste Aufgabe“ laut Satzung aber bestand in der „Beseitigung und Verhütung wirtschaftlicher und sittlicher Not in seinem Bezirke“.

Heute ist das DRK mit ganz anderen Aufgaben im sozialen Bereich nicht mehr aus dem Gemeinwesen wegzudenken: Fast 600 Mitglieder zählt der Ortsverein. Aus den frühen Jahren gibt es nur noch wenig Dokumente. „Vieles ist leider in den Wirren des Krieges verloren gegangen“, bedauert die Vorsitzende Reinholde Lehmhus. Gleichwohl haben Aktive aus dem DRK einiges an Bildern und Fakten zusammengetragen und in die Jubiläumsbroschüre einfließen lassen. Auf der vorletzten Seite findet sich sogar noch der Wortlaut der Gründungssatzung.

Der Leser erfährt allerhand Wissenswertes rund um das Rote Kreuz in Harpstedt. Hier nur einige Fakten im Überblick: Schon seit dem 14. November 1961 gibt es unter DRK-Regie Blutspendetermine im Flecken. Lange Zeit gingen die „Aderlässe“ im Gasthaus Beuke, dem späteren „Harpstedter Krug“ (ab 1974), über die Bühne. Seit 1995 wird der „Lebenssaft“ in der Delmeschule „abgezapft“. Das heute noch bestehende Bezirksfrauen-System, längst Standard im Niedersächsischen DRK-Landesverband, sei, so erfährt der Leser, in Harpstedt eingeführt worden. Die Geburtsstunde des Handarbeitskreises schlug vor 59 Jahren. Eine DRK-Jugendrotkreuzgruppe bestand von 1976 bis 1981. Am 14. November 1994 trugen die Rotkreuzler der Kreisreform von 1977 Rechnung: Damals beschloss der DRK-Ortsverein in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung den Wechsel vom Kreisverband Grafschaft Hoya zum -verband Oldenburg-Land mit Wirkung vom 1. Januar 1995. Dieser Schritt war auch vor dem Hintergrund der Pläne zum Bau des – 1996 in Betrieb genommenen – Seniorenzentrums Harpstedt zu sehen. Er musste vollzogen werden, damit der DRK-Ortsverein zusammen mit dem Kreisverband Oldenburg-Land als gleichberechtigte Gesellschafter eine gemeinnützige Betreiber-GmbH gründen konnte.

Eine ausführliche Würdigung in Wort und Bild findet im Jubiläumsheft der DRK-Kindergarten. Die früheren Leiterinnen Adelheid Lamprecht und Gerda Bockhorst kommen zu Wort. Die ehemalige Ortsvereinsvorsitzende Henny Heile hat in ihrem Erinnerungsschatz gekramt. Der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart widmet sich die heutige Kindergartenleiterin May-Britt Mundt.

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