Jacqueline Sendmeyer hat Festtage in den USA anders erlebt, als sie es aus der Heimat gewohnt ist

Aufblasbare Pinguine als Weihnachtsdeko

Jacqueline Sendmeyer (links) mit ihren Gastschwestern Alexa und Victoria sowie Gastcousine Addison.

Harpstedt - HARPSTEDT/OLATHE (eb/boh) · Ganz anders als aus ihrer Heimat Harpstedt gewohnt hat Gastschülerin Jacqueline Sendmeyer die zurückliegenden Feiertage in Olathe im US-Bundesstaat Kansas erlebt.

„Zu Weihnachten waren viele Häuser dekoriert, manche etwas dezenter als andere“, berichtet die 15-Jährige. Sogar aufblasbare Pinguine als Deko hat sie gesehen. „Hier leben alle in Nachbarschaften. Eine davon hatte beschlossen, alle Bäume gleich zu schmücken – den Stamm in Grün und die Krone in Rot“, erinnert sich die Harpstedterin an ein ungewöhnlich einheitliches Straßenbild, das sie nach eigenem Bekunden gleichwohl „sehr schön“ fand.

Weihnachten wird in den USA erst am 25. Dezember gefeiert. Schon am Vortag besuchte Jacqueline Sendmeyer mit ihrer Gastfamilie einen Gottesdienst. Die Kirche mutete an wie ein Theater. Die Besucher mussten nicht auf harten Bänken Platz nehmen, sondern konnten es sich auf Sitzen mit fast schon Kinosessel-Komfort bequem machen. „Während des Gottesdienstes wurde genau wie in der Christnacht in Harpstedt für jeden Teilnehmer eine Kerze angezündet. Das Kerzenmeer bei ausgeschaltetem Licht in der großen methodistischen Kirche fand ich besonders schön“, urteilt die Gastschülerin. Später feierte sie mit auf einer Party bei der Tante ihrer Gastschwestern. Am ersten Weihnachtstag stand sie früh auf. Die Geschenke lagen schon unterm Baum bereit. Bevor die Pakete geöffnet wurden, waren, so die Harpstedterin, „die überm Kamin hängenden Socken dran“. „Jackies“ Gastschwestern freuten sich über Make-up, Handcreme, Taschenspiegel und viele weitere Dinge, sie sich selbst besonders über eine Barbie, „die man an den Baum hängt“. In ihrer Gastfamilie, so erzählt sie, habe es zwei „Fake“-Bäumchen gegeben. An einem hingen „alle möglichen Anhänger“, die sich „über die Jahre angesammelt haben“; der zweite sei durchweg „mit Barbies und Bildern von den Mädchen“ bespickt gewesen.

Nach der Bescherung gab‘s Omelett – laut der Gastmutter ein typisches Weihnachtsfrühstück. In den Ferien hoffte die Harpstedterin auf „weiße Pracht“. Für Schnee, der liegen bleibt, sei es aber bislang „leider nicht kalt genug“ gewesen, bedauert sie. An Silvester stiegen in Olathe nur wenige Raketen in den Himmel auf, weil privates Abfeuern von Feuerwerk dort verboten ist. Mit Jacqueline ins neue Jahr hinein feierten auch die Gastcousinen und die Tante. „Alle Frauen haben es sich bequem gemacht und ferngesehen bis zum Start des ,Countdowns‘. Wir trugen Partyhüte und warfen Konfetti, als die Uhr zwölf schlug. Zu essen gab es an Silvester Pizza und an Neujahr – wie schon an Thanksgiving – Truthahn.“

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