„Dead Poets“ bringen 60er und 70er Jahre ins historische Rathaus

„Auf Zugaben eingestellt“

Die „Dead Poets“ begeisterten am Samstagabend im Rathaussaal die rund 100 Besucher. ·
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Die „Dead Poets“ begeisterten am Samstagabend im Rathaussaal die rund 100 Besucher. ·

Wildeshausen - Von Maren KöperMusikalische Klänge brachten am Samstagabend die 60er und 70er Jahre zurück ins Wildeshauser Rathaus. Schon zum zweiten Mal hatten sich die „Dead Poets“ bereit erklärt, zugunsten der Wildeshauser „Tafel“ ein Konzert zu spielen. Dieses Jahr stand alles unter dem Motto „You can change the world“.

„Wir spielen einiges, das auch schon im vergangenen Jahr auf dem Programm stand, aber es kommt auch viel Neues dazu“, erzählte Gitarrist Lee Santana. „In diesem Jahr haben wir uns allerdings darauf eingestellt, Zugaben zu spielen und haben dafür noch mehr Songs einstudiert“, grinste er. Im vergangenen Jahr seien Zugaben bereits erwünscht gewesen, da habe die Band allerdings auf bereits vorgetragene Stücke zurückgreifen müssen.

„Ich freue mich sehr, dass die ,Dead Poets‘ zu einer Fortsetzung bereit waren, und bin auch für viele weitere in den nächsten Jahren offen“, verkündete Martina Zahl, „Gründungsmutter“ der „Tafel“. „Es sind sehr großzügige Menschen, die Band nimmt für ihren Auftritt heute Abend gar nichts.“ Sämtliche Einnahmen, vom Eintritt und Getränkeverkauf würden der „Tafel“ überlassen.

Um 20 Uhr ging es dann los, und Martina Zahl eröffnete den etwa 100 Besuchern den musikalischen Abend mit ein paar Worten: „Die Wildeshauser Tafel besteht seit März 2009 und Sie und auch die Band tragen viel zu ihrem Bestehen bei. Dadurch, dass Sie hier heute so zahlreich erschienen sind.“ Leider sei der aktuelle Kundenstamm der Wildeshauser „Tafel“ erschreckend hoch, knapp 3 000 Menschen nutzten die Tafel momentan. „Umso mehr freue ich mich über den heutigen Abend, und was er bewirkt“, fügte Zahl hinzu.

Sie gab damit die Bühne frei für die „Dead Poets“: Arne Tönißen am Schlagzeug, Malte Tönißen am Bass, Hille Perl an der Gambe, Sonja Müller an der Flöte, Lee Santana an der Gitarre und Stephan Uhlig als Hauptsänger mit Gitarre unterhielten das Publikum mit einer Bandbreite von sanften Klängen bis rockigen Stücken. Los ging es mit dem ruhigen Stück „Hanna Cash“ nach dem Text von Bertold Brecht. Die Musiker steigerten sich von Lied zu Lied, darunter Pink Floyd, die Beatles und Neil Young. Bereits in der ersten Pause konnten viele Besucher ihrer Begeisterung schon Ausdruck verleihen: „Es hat uns wirklich super gefallen“, waren sich Kia Schunke und Gisela Poppe einig. „Viele Stücke kommen aus unserer Jugend. Wir kannten die Gruppe vorher nicht, sind aber begeistert. Einige der Musiker waren uns jedoch schon bekannt.“ Sie freuten sich über das dynamische und professionelle Auftreten der Band. „Außerdem macht es mich glücklich zu sehen, dass dieser Abend so toll angenommen wird und viele Wildeshauser erschienen sind“, fügte Poppe noch hinzu. Wenn nicht dadurch, so konnten sich die „Dead Poets“ sicherlich auch durch den stürmischen Beifall der Besucher im historischen Rathaus in ihrem musikalischen Können bestätigt fühlen.

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