Kirsten Kosubek stellt bis Ende Oktober ihre Serie „Flickwerk“ im Dötlinger Lopshof aus / „Wie Teppichknüpfen“

„Auf Kommando malen  geht nicht“

Zwei Werke aus Kirsten Kosubeks „Flickwerk“-Serie, die im Lopshof besichtigt werden kann.

Doetlingen - DÖTLINGEN (jp) · „Auf Kommando malen – das geht einfach nicht“,sagt Kirsten Kosubek. Die 45-jährige Künstlerin malt bereits seit vielen Jahren: „Die Malerei füllt schon lange mein Leben aus, da bleibt kein Platz mehr für andere berufliche Zweige. Dieser Groschen ist für mich gefallen.“ Seit gestern können sich Interessierte im Dötlinger Lopshof 13 Bilder der Künstlerin aus der Reihe „Flickwerk“ anschauen.

„Das ist ein bisschen wie Spielen“, sagt Kosubek. Mit Leichtigkeit malt die gebürtige Bremerin. Dabei verbindet sie das Nützliche mit dem Angenehmen: „Es macht mir Spaß und ist gleichzeitig mein Beruf geworden.“ Meistens arbeitet sie nicht nur an einem Bild, sondern an mehreren gleichzeitig: „Dann muss ich mir selbst sagen: ,Los, dieses wird jetzt erst beendet, bevor Du etwas Neues anfängst'.“

Ihre „Flickwerk“-Serie besteht aus zumeist kleinformatigen Bildern, die in verschiedenartige Flächen eingeteilt sind. Diesen stellt die Malerin zum Beispiel realistisch gemalte Darstellungen von Personen, Landschaften und Objekten auf verschiedenen Farbflächen und Mustern gegenüber. Dabei sei das Kombinieren „ein bisschen wie Teppichknüpfen und Puzzlen: „Dann frage ich mich immer: Was passt zueinander und in welcher Anordnung ergibt es den gewünschten Ausdruck?“

Selbst wenn ein Werk schon längst beendet ist, kommt es nicht selten vor, dass die Künstlerin von Neuem mit ihrer Arbeit beginnt: „Ich bin schon recht kritisch. Wenn mir etwas nicht mehr gefällt, überarbeite ich es so lange, bis ich wirklich 100-prozentig damit zufrieden bin.“

Kirsten Kosubek war lange im Südwesten der USA unterwegs, die Reisen haben sie nachhaltig beeinflusst und inspiriert. „Die Landschaft hat es mir einfach angetan. Auch wenn ich hier bei mir zu Hause unterwegs bin, habe ich immer eine Kamera dabei, um interessante Motive festzuhalten.“

Beruflich ist Kosubek Kinderkrankenschwester und Hörgeräteakustikerin. Sie wohnt in Delmenhorst, stellt trotzdem aber häufig in ihrer alten Heimat Bremen aus. „Bis Ende Oktober werden meine Bilder noch hier im Lopshof zu besichtigen sein“, erklärt sie. „Und es darf und soll alles käuflich erworben werden.“

Hin und wieder wird sie auch selbst vorbeischauen – und sich freuen, wenn Besucher an ihren Bildern Gefallen finden.

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