Ressortarchiv: Landkreis Oldenburg

In der alten Heimat ist nichts mehr, wie es war

In der alten Heimat ist nichts mehr, wie es war

Sürstedt/Bartenstein – Weil die russischen Machthaber ihnen nicht gestatten, über Danzig nach Elbing vorzudringen, müssen Siegfried Ewert, vier seiner Geschwister und die Mutter eine andere – südliche – Route nehmen. Sie kehren nach Monaten zurück in ihre ostpreußische Heimat Bartenstein, die sie im Januar 1945 verlassen haben, um der Roten Armee zu entkommen. Zuvor aber hinterlässt ein Schlüsselerlebnis bei Siegfried Ewert tiefe Spuren: Zwischen Saalfeld und Mohrungen macht der damals Elfjährige schlapp. Seine geschwächte, desillusionierte Mutter will – seinen später notierten Schilderungen zufolge – den Anschluss an die Flüchtlingsgruppe nicht verlieren und lässt ihn, einen ihrer eigenen Söhne, zurück mit den Worten: „Du musst nachkommen.“ Siegfried nickt erschöpft ein. Als er erwacht, blickt er auf ein Pferd. Darauf sitzt ein russischer Soldat. Der spricht den Jungen an, zieht ihn sodann auf das Ross und galoppiert in jene Richtung, in die zuvor die Flüchtlingsgruppe mit Siegfrieds Mutter und deren anderen Kindern entschwunden ist. Zwischendurch „füttert“ der Soldat den Elfjährigen mit Schokolade. Dank seiner Hilfe findet Siegfried ein Dorf weiter wieder Anschluss an seine Angehörigen, aber die traumatische Erfahrung des „Zurückgelassenen“ wirkt in seinem weiteren Leben nach. Lange nach der Fluchtgeschichte seiner Familie, die 1948 in Sürstedt bei Groß Köhren auf dem Hof Rohlfs endet, macht er sich die Mühe, den „Weg unserer Odyssee“ auf einer Landkarte nachzuvollziehen. Er kommt auf unter 400 Kilometer zurückgelegter Strecke und stellt überrascht fest: Der Tagesschnitt muss bei weniger als zehn Kilometern gelegen haben. „Trotzdem müssen wir bei unserer Ankunft in Bartenstein erbärmlich ausgesehen haben. So ergreifend und geschwächt, dass sich später die Russen unserer annahmen“, notiert Siegfried Ewert.
In der alten Heimat ist nichts mehr, wie es war
Festival in Spasche frühestens 2022

Festival in Spasche frühestens 2022

Wildeshausen – Bereits zwei Mal lockte das dreitägige Wildeshauser Festival „Genuss am Fluss“ die Menschen an die Hunte und rund um die Alexanderkirche. Wann die Mischung aus Musik, hochwertigem Kunsthandwerk und gastronomischen Angeboten noch einmal veranstaltet werden kann, steht derzeit allerdings in den Sternen.
Festival in Spasche frühestens 2022
Ohne Führerschein und offenbar obendrein berauscht

Ohne Führerschein und offenbar obendrein berauscht

Groß Ippener/Wildeshausen – Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn haben am späten Mittwochabend gegen 22.25 Uhr einen Toyota auf der A1 im Bereich der Samtgemeinde Harpstedt gestoppt und den Fahrer auf einem Parkplatz zwischen den Anschlussstellen Groß Ippener und Wildeshausen-Nord, Richtungsfahrbahn Osnabrück, kontrolliert. Wie die Polizei weiter berichtet, habe der Mann, ein 42-Jähriger aus Cloppenburg, den Ordnungshütern keinen Führerschein aushändigen können. „Er gab direkt zu, nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein. Zudem hegten die Beamten den Verdacht, der Mann könne unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln stehen. Ein durchgeführter Test zeigte eine mögliche Beeinflussung durch Cannabis an“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Auf den 42-Jährigen kommen nun Ermittlungs- und Bußgeldverfahren zu. Er musste die Beamten zur Dienststelle begleiten. Dort entnahm ein Arzt eine Blutprobe.  boh
Ohne Führerschein und offenbar obendrein berauscht
Als der Rat im Schichtdienst arbeitete

Als der Rat im Schichtdienst arbeitete

Wildeshausen – In längst vergangenen Zeiten wurde alljährlich am heutigen 7. Januar der Gedenktag des heiligen Alexander begangen. Er diente der Erinnerung an die Überführung (Translatio) der Reliquien des Heiligen von Rom nach Wildeshausen. Graf Waltbert, dem die Gebeine im Januar 850 von Papst Leo IV. übergeben wurden, traf damit am 7. Januar 851 in Wildeshausen ein – also heute vor 1 1 70 Jahren.
Als der Rat im Schichtdienst arbeitete
Noch kein Ende in Sicht

Noch kein Ende in Sicht

Landkreis – Die Vogelgrippe greift im Landkreis Oldenburg weiter um sich. Inzwischen sind aufgrund von Ausbrüchen hier sowie im Nachbarlandkreis Cloppenburg rund zwei Drittel des hiesigen Kreisgebiets als Restriktionszonen ausgewiesen. Für einen Kreis in dem rund 7,7 Millionen Stück Geflügel gehalten werden, ist das Auftreten der hochansteckenden Krankheit eine Herausforderung. Dr. Carsten Görner, Leiter des Kreis-Veterinäramtes in Wildeshausen, geht im Interview mit unserer Zeitung auf die Situation ein. Die Fragen stellte Gero Franitza.
Noch kein Ende in Sicht
Corona: Inzidenzwert im Landkreis Oldenburg sinkt auf 71,1

Corona: Inzidenzwert im Landkreis Oldenburg sinkt auf 71,1

Wildeshausen – Die kumulative Sieben-Tages-Inzidenz bei den Corona-Infektionen im Landkreis Oldenburg liegt mit 71,1 Infizierten auf 100 000 Einwohner so tief wie schon seit einigen Wochen nicht mehr.
Corona: Inzidenzwert im Landkreis Oldenburg sinkt auf 71,1
Trotz Corona: Nabu war 2020 viel aktiv

Trotz Corona: Nabu war 2020 viel aktiv

Dötlingen – Nisthilfen für Vögel, der Schutz von Bäumen und Biotopen sowie mehr Informationen für Interessierte sind Resultate des Engagements des Nabu Wildeshausen-Dötlingen im vergangenen Jahr. Nicht nur in der Kreisstadt, sondern auch in der Gemeinde Dötlingen habe es 2020 einige Betätigungsfelder gegeben, berichten Marianne Bernhard-Beeskow und Wolfgang Pohl.
Trotz Corona: Nabu war 2020 viel aktiv
16 Brände weniger als im Vorjahr

16 Brände weniger als im Vorjahr

Harpstedt – Zu 113 Einsatzorten, 16 weniger als 2019, mussten Feuerwehren aus der Samtgemeinde Harpstedt im Coronajahr 2020 ausrücken. Die Zahl der Brände ging stark zurück – um 16 auf 36. Sechsmal, zweimal mehr als 2019, riefen Verkehrsunfälle die Brandschützer auf den Plan, wobei es – wie im Vorjahr – allein dreimal auf der A1 krachte. Den Schwerpunkt bildeten die 67 Hilfeleistungen (+3 gegenüber 2019) . Diese Einsatzkategorie deckt ein sehr weites Feld ab – von Türöffnungen über das Beseitigen umgestürzter Bäume und Tierrettungen bis zum Binden von Kraftstoffen. Die Zahl der Fehlalarme, durchweg ausgelöst durch Brandmeldeanlagen, schrumpfte gegenüber 2019 um drei auf vier. „Sonstige Einsätze“ verbuchte die Samtgemeindefeuerwehr 2020 nicht (–2). Trotz des heißen Sommers hielten sich die Flächenbrände in Grenzen.
16 Brände weniger als im Vorjahr
Stunde der Wintervögel: „Zählt mit!“

Stunde der Wintervögel: „Zählt mit!“

„Zählt mit!“, ermuntert die Ortsgruppe Harpstedt des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) die Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich an einer Bestandserfassung heimischer Vogelarten zu beteiligen. „Wir bitten Sie darum, am kommenden Wochenende, 8. bis 10. Januar, eine Stunde lang vom Haus oder im Garten die Vögel zu beobachten und zu zählen. Da in diesem Jahr keine schriftlichen Flyer ausliegen, müssen die Zählhilfen und Teilnahmeformulare im Internet genutzt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Alle benötigten Infos finden sich auf stundederwintervoegel.de. Die Nabu-Gruppe Harpstedt teilt Mitgliedern und Freunden zudem mit, dass coronabedingt die Sitzung, die für den 13. Januar geplant war, entfallen muss. Foto: Hans Fingerhut
Stunde der Wintervögel: „Zählt mit!“
Feuerwehr Wildeshausen sammelt Tannenbäume

Feuerwehr Wildeshausen sammelt Tannenbäume

Wildeshausen – Die Freiwillige Feuerwehr Wildeshausen plant für Sonnabend, 9. Januar, eine kontaktlose Rückgabe von ausgedienten Weihnachtsbäumen. In der Zeit von 8 bis 17 Uhr können die Bürger ihren Baum in einem speziell markierten, etwa 100 Meter langen Bereich der Gutenbergstraße (Vor Bargloy in Nähe des Kindergartenneubaus) ordentlich ablegen. Es gilt dabei die Maskenpflicht.
Feuerwehr Wildeshausen sammelt Tannenbäume
Fläschchen mit Tinktur gegen Krätze erweist sich als Geschenk des Himmels

Fläschchen mit Tinktur gegen Krätze erweist sich als Geschenk des Himmels

Sürstedt/Bartenstein – Frühjahr 1945: Lina Ewert geht davon aus, dass ihr von den Russen verschleppter Mann, der Schuhmacher Fritz Ewert, nach Sibirien abtransportiert worden ist. Nun steht sie mit fünf Kindern allein da. Im Januar ist die Familie aus ihrem Heimatort Bartenstein in Ostpreußen vor der Roten Armee geflüchtet. Viel zu spät, wie sich herausstellt. Siegfried, einer der Söhne des Ehepaars Ewert, hat die Fluchtgeschichte, die erst 1948 auf dem Hof Rohlfs in Sürstedt bei Groß Köhren endet, niedergeschrieben.
Fläschchen mit Tinktur gegen Krätze erweist sich als Geschenk des Himmels
Moorbeck – einst bei Promis beliebt

Moorbeck – einst bei Promis beliebt

Moorbek – Nach langer Umbauzeit soll in diesem Jahr das Gut Moorbeck (Gemeinde Großenkneten) bald zu neuem Leben erwachen. Die aktuelle Besitzerin Lucia von Aschwege gestaltet das Grundstück neu und lässt gegenwärtig die Gebäude sanieren (wir berichteten). Das traditionsreiche Gutshaus, nebst Gästehaus, Mühlenteich und Mühlengebäude sollen nach alten Vorbildern renoviert, restauriert oder ganz neu aufgebaut werden. Das Gut ist tief in der Geschichte der Region verwurzelt und war stets ein Anlaufpunkt für prominente Gäste.
Moorbeck – einst bei Promis beliebt
Landkreis Oldenburg derzeit kein Hotspot

Landkreis Oldenburg derzeit kein Hotspot

Landkreis – Der Landkreis Oldenburg gehört aktuell nicht mehr zu den Hotspots in Niedersachsen. Die kumulative Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 90,9 auf 100 000 Einwohner. (Stand Dienstag um 9 Uhr). Das ist der Wert des Landes Niedersachsen, der bindend für Verordnungen und Verfügungen ist.
Landkreis Oldenburg derzeit kein Hotspot
14 000 Puten werden in Wardenburg getötet

14 000 Puten werden in Wardenburg getötet

Wardenburg – Im Landkreis Oldenburg gibt es einen zweiten Fall von Geflügelpest. In einem Putenbestand in der Gemeinde Wardenburg ist nach Eingang des Laborbefundes durch das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) jetzt der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt, teilte der Landkreis mit.
14 000 Puten werden in Wardenburg getötet
Fundtiere sind wohlauf

Fundtiere sind wohlauf

Dötlingen/Oldenburg/Ganderkesee – Von den 87 Katzen, die Mitte November in einem stark verdreckten Wohnwagen und einem Haus in Dötlingen entdeckt worden waren, ist der Großteil bereits in ein neues Zuhause vermittelt worden.
Fundtiere sind wohlauf
Flucht nach vorn in Zeiten der Krise

Flucht nach vorn in Zeiten der Krise

Groß Ippener – Unternehmerischen Mut beweisen Ulrike Adam-Wülfers und ihr Mann Steffen Adam in der Coronakrise. In einer Zeit, da der Lockdown abermals den Restaurant- und Saalbetrieb ihres Hotels in Groß Ippener zum Erliegen gebracht hat, heben die 48- und der 50-Jährige ein neues „Kind“ aus der Taufe: „Wülfers A1 Speisenmeisterei“ heißt die Mischung aus Bistro, Imbiss, Frühstückslokal und Kiosk, die am Montag, 11. Januar, um 5.30 Uhr in einer gepachteten Immobilie an der Zufahrt zum Ippener Gewerbegebiet eröffnet. Eine plumpe „Frittenschmiede“ schwebte den Gastronomen nicht vor. Danach sieht das Lokal auch wahrlich nicht aus.
Flucht nach vorn in Zeiten der Krise
Dötlinger Autorinnen geben Buchtipps

Dötlinger Autorinnen geben Buchtipps

Dötlingen – Eine Verlängerung des Shutdowns bis mindestens Ende Januar, dunkle Winterabende und vielleicht auch die Sehnsucht nach einer Alltagsflucht: All das sind gute Gründe, um mal wieder ein Buch zur Hand zu nehmen. Die Dötlinger Schriftstellerin Helga Bürster und die Spiel- und Kinderbuchautorin Christiane Knepel erzählen, zu welchen Werken sie am liebsten greifen und geben Leseempfehlungen.
Dötlinger Autorinnen geben Buchtipps
Colnrade: Hirsch von zwei Autos erfasst

Colnrade: Hirsch von zwei Autos erfasst

Colnrade – Geschätzte 5 000 Euro Blechschaden hat am Montag um kurz nach 7.30 Uhr laut Polizei ein Unfall mit Damwild auf der Kreisstraße 249 in Colnrade nach sich gezogen. Ein 53-Jähriger aus der Samtgemeinde Harpstedt und ein nachfolgender Wildeshauser (48) waren in Richtung Twistringen unterwegs gewesen, als plötzlich ein Hirsch die Fahrbahn querte. Sowohl der Volvo des älteren als auch der Seat des jüngeren Mannes kollidierten mit dem Tier. Der Hirsch flüchtete anschließend in den angrenzenden Wald. Der zuständige Jagdpächter wurde zwecks Nachsuche verständigt.
Colnrade: Hirsch von zwei Autos erfasst
Die Ewerts entgehen einer Tragödie: „Gustloff“ läuft ohne sie aus

Die Ewerts entgehen einer Tragödie: „Gustloff“ läuft ohne sie aus

Sürstedt/Bartenstein – Als Königsberg im Januar 1945 in Flammen steht, wird es für die Familie Ewert höchste Eisenbahn, ihr Haus am Bartensteiner Stadtrand in Ostpreußen zu verlassen. Drei Söhne von Lina und Fritz Ewert leisten derweil Kriegsdienst. Willi, der älteste „Stammhalter“, flieht als erster Spross vor der Roten Armee – mit seiner Verlobten Hildchen, die er später, nach seiner Kriegsgefangenschaft, heiraten wird; sie gründet mit ihm eine Familie und schenkt fünf Kindern das Leben.
Die Ewerts entgehen einer Tragödie: „Gustloff“ läuft ohne sie aus
Erste Senioren im Landkreis Oldenburg werden geimpft

Erste Senioren im Landkreis Oldenburg werden geimpft

Wildeshausen – Rund 1.800 Senioren in mehr als 30 Altenheimen und dazu noch das Pflegepersonal: Die zwei mobilen Impfteams der Johanniter und Malteser, die am Dienstag ihre Arbeit aufgenommen haben, haben in den kommenden Wochen einiges im Landkreis Oldenburg zu tun.
Erste Senioren im Landkreis Oldenburg werden geimpft
Für Klimaschutz und eine Energieversorgung ohne Kohlekraft und Atomstrom: Aktivisten mahnen zu Hause

Für Klimaschutz und eine Energieversorgung ohne Kohlekraft und Atomstrom: Aktivisten mahnen zu Hause

Zu Hause „gemahnt“ haben am Sonnabend Aktivisten, die sich sonst einmal monatlich auf dem Harpstedter Marktplatz für eine halbe Stunde zu einer Mahnwache wider die weitere Nutzung von Atom- und Kohlekraft, gegen unmenschliche Zustände in Füchtlingslagern und für das konsequente Vorantreiben der Energiewende im Interesse des Klimaschutzes treffen. Wegen des Lockdowns verzichteten sie diesmal auf eine Präsenzveranstaltung. Gleichwohl beteiligten sich Mitbürgerinnen und Mitbürger aus mehreren Mitgliedskommunen der Samtgemeinde Harpstedt an dem stillen Protest. Mithilfe des Messengers threema und per Mail standen sie während der Aktion in Kontakt miteinander. Unser Bilderreigen gibt Eindrücke wieder. V.l.: Lutz Beckröge aus Klosterseelte, Hille und Markus Perl aus Winkelsett, Irene Kolb aus Harpstedt, eine von Andreas Mikutta aus Barjenbruch nachempfundene Atommüllhalde sowie die Reckumer Familie Hortskov/Müller-Hjortskov mit Hund.
Für Klimaschutz und eine Energieversorgung ohne Kohlekraft und Atomstrom: Aktivisten mahnen zu Hause
Entlastungszeuge betrunken: Prozess vertagt

Entlastungszeuge betrunken: Prozess vertagt

Harpstedt/Wildeshausen/Oldenburg – Immer neue Beweisanträge der Verteidigung und die Trunkenheit eines Zeugen haben am Montag vor dem Oldenburger Landgericht ein mögliches Ende im Harpstedter Missbrauchsprozess verhindert. Angeklagt in dem Verfahren ist ein 49 Jahre alter Mann aus der Samtgemeinde Harpstedt. Er soll am 29. August 2019 einen 15-jährigen Jungen vergewaltigt haben. Das aber bestreitet er vehement.
Entlastungszeuge betrunken: Prozess vertagt
Eine Herberge für Heimatlose

Eine Herberge für Heimatlose

Falkenburg – Obdachlosigkeit ist ein Thema, das – wenn es überhaupt wahrgenommen wird – fast ausschließlich mit Städten in Verbindung gebracht wird. Der Diakoniekonvent Lutherstift in Falkenburg in der Gemeinde Ganderkesee bietet durchreisenden Menschen ohne eigene Wohnung in ihrer Jakobusklause eine Unterkunft an – und das natürlich kostenlos und ohne viele Fragen zu stellen. Ingeborg Willemsen gehört dem Zusammenschluss von evangelischen Frauen und Männern an, die sich unter anderem zur Lebensaufgabe gemacht haben, vor allem den Menschen zu helfen, denen nicht ausreichend Unterstützung zu Teil wird. Und zu dieser Gruppe gehörten seit jeher auch die „Brüder der Landstraße“, wie man sie einst nannte, berichtet sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Habe eine solche Unterkunft zuvor im Stiftsgebäude bestanden, sei diese Anfang der 1980er-Jahre in ein kleines, dafür hergerichtetes Häuschen ausgegliedert worden: die Jakobusklause entstand. Die 77-Jährige wohnt nur wenige Meter von dem Gebäude entfernt, nimmt die Unterkunftssucher in Empfang und kümmert sich um die Verwaltung der Herberge. Auf dem Gelände befindet sich unter anderem das Hospiz Falkenburg, das in der ehemaligen Begegnungsstätte für behinderte und nicht behinderte Menschen, dem Laurentiushaus, eingerichtet wurde.
Eine Herberge für Heimatlose
Soldatische Unterstützung in großer Not

Soldatische Unterstützung in großer Not

„Letzter Tag. Schade!“, sagte Pflegedienstleiterin Petra Kszyminski zu den zwei Soldatinnen und vier Soldaten, die das arg „coronageschwächte“ Hildegardstift in Groß Ippener mit Hand und Herz unterstützt hatten. Diese Phase ist jetzt vorüber.
Soldatische Unterstützung in großer Not
Zu wenig Umsatz: „Fleischtheke am Markt“ macht dicht

Zu wenig Umsatz: „Fleischtheke am Markt“ macht dicht

Harpstedt – „Der Umsatz reicht einfach nicht“, bringt Inhaberin Yasmin Noll die für sie enttäuschende Bilanz nach gut einem Jahr „Fleischtheke am Markt“ unter ihrer Regie auf den Punkt. Schweren Herzens gibt die Harpstedterin das Fleischereifachgeschäft an der II. Kirchstraße wieder auf. Der letzte Öffnungstag ist der kommende Freitag, 8. Januar. Danach steht der Laden, der vormals die traditionsreiche Harpstedter Fleischerei Christians beherbergte, wieder leer.
Zu wenig Umsatz: „Fleischtheke am Markt“ macht dicht
Gemeldete Corona-Zahlen nach Feiertagen niedrig

Gemeldete Corona-Zahlen nach Feiertagen niedrig

Landkreis – Zwei weitere Patienten aus dem Landkreis Oldenburg sind in den vergangenen Tagen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Es handelt sich nach Angaben der Kreisverwaltung um eine 83- und eine 87-jährige Frau aus der Gemeinde Ganderkesee.
Gemeldete Corona-Zahlen nach Feiertagen niedrig
Dienstag erste Abfuhr für die Gelben Tonnen

Dienstag erste Abfuhr für die Gelben Tonnen

Wildeshausen – Am Dienstag werden zum ersten Mal die Gelben Tonnen in Wildeshausen abgeholt. Wobei, mit dem seit dem 1. Januar geltenden neuen Sammelsystem geht auch eine zeitliche Trennung der Abfuhrbezirke ein. Dementsprechend ist morgen nur der Bereich in der Stadt westlich der Bahnlinie inklusive der Dörfer in der Landgemeinde, der Wiekau, Glane und des Neubaugebiets „Beim grauen Immenthun“ an der Reihe. Am Donnerstag, 7. Januar, werden dann auch die Tonnen bei den Haushalten in der Stadt östlich der Bahnlinie abgeholt. Bisher gab es bereits eine räumliche Trennung der Bezirke, die aber nicht groß ins Gewicht fiel, weil der Plastik- beziehungsweise Verpackungsmüll jeweils am gleichen Tag abgeholt wurde.
Dienstag erste Abfuhr für die Gelben Tonnen
Elfjähriger verschenkt Süßes an Kinder und Obdachlose

Elfjähriger verschenkt Süßes an Kinder und Obdachlose

Brettorf – „Stellt euch vor, Weihnachten wäre für wirklich alle...“ – diese Überlegung aus einem Werbefilm hat den elfjährigen Marvin Stöver Ende 2020 zu einer weihnachtlichen Spendenaktion animiert. „Den Werbespot habe ich Anfang Dezember gesehen und gedacht, dass ich diese Idee selbst umsetzen möchte“, erzählt der junge Brettorfer.
Elfjähriger verschenkt Süßes an Kinder und Obdachlose
Viele Pläne, aber große Ungewissheit

Viele Pläne, aber große Ungewissheit

Wildeshausen – „So weit wie in diesem Jahr waren wir mit unseren Planungen bisher noch nie“, sagt der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Wildeshausen (HGV), Johannes Lenzschau, mit Blick auf die kommenden zwölf Monate. „Aber über all unseren Planungen hängt das Damoklesschwert, dass wir die Veranstaltungen wieder absagen müssen.“
Viele Pläne, aber große Ungewissheit
Erster Impfstoff am Montag

Erster Impfstoff am Montag

Wildeshausen – Das Impfen kann nun auch im Landkreis Oldenburg beginnen. Am Montag erwarteten die Malteser, die in Wildeshausen das Impfzentrum am Westring betreiben, eine erste Lieferung mit 165 Ampullen Impfstoff (825 Dosen), die tiefgekühlt mit Trockeneis eintreffen sollte. Damit können ab Dienstag zwei mobile Impfteams in Senioren- und Pflegeeinrichtungen mit der Impfung gegen das Coronavirus beginnen.
Erster Impfstoff am Montag
Einführung neuer Lektoren

Einführung neuer Lektoren

Harpstedt – Im 10-Uhr-Gottesdienst in der Harpstedter Christuskirche sollen am Sonntag, 31. Januar, Emma Pössel und Matti Ertel in den Dienst als Lektoren eingeführt werden. Das lässt sich dem Gemeindebrief der evangelisch-lutherischen Gemeinde entnehmen. Die beiden Jugendlichen haben mit Erfolg – zusammen mit 20 anderen jungen Leuten – in Hildesheim eine Ausbildung der Landeskirche zum U 25-Junglektoren absolviert und auch schon eigenverantwortlich Gottesdienste gestaltet (wir berichteten). Sie blicken auf ehrenamtliches Engagement in Kinderkirche, Kindergruppe oder auch Konfirmandenarbeit zurück. Ebenso haben sie als Teamer Ferienfreizeiten begleitet und zum Gelingen von Jugendgottesdiensten beigetragen. Eine Affinität zu Kirche, Glaube und Theologie ist ihnen gemein. Matti Ertel weiß schon, dass er mal Pastor werden will. Bei Emma Pössel zeichnet sich womöglich ebenfalls ein solcher Berufsweg ab; sie könnte sich ein Theologiestudium vorstellen, hat sich aber noch nicht festgelegt.
Einführung neuer Lektoren
Trotz Lockdown: in Wildeshausen 21 Neuinfizierte

Trotz Lockdown: in Wildeshausen 21 Neuinfizierte

Wildeshausen – In der Stadt Wildeshausen gelten zwar die härtesten Lockdown-Regeln mit einer Maskenpflicht in praktisch der gesamten Innenstadt sowie auf allen Verbrauchermarktparkplätzen. Dennoch steigt hier die Zahl der Coronainfektionen weiter am stärksten.
Trotz Lockdown: in Wildeshausen 21 Neuinfizierte
„Im Norden sahen wir hell und rot den Himmel brennen“

„Im Norden sahen wir hell und rot den Himmel brennen“

Sürstedt/Bartenstein – Im Januar 1945 ließ die Familie Ewert die alte Heimat Bartenstein in Ostpreußen hinter sich und flüchtete vor der Roten Armee. Was folgte, war eine entbehrungsreiche Odyssee, die erst 1948 auf dem Hof Rohlfs in Sürstedt bei Groß Köhren endete. Siegfried Ewert hat die Flucht als Kind miterlebt und die Erinnerungen daran später niedergeschrieben. Er lebt nicht mehr. Seine Schwester Gisela Langhorst, geb. Ewert, aus Harpstedt, ebenfalls eine Zeitzeugin, hat unserer Zeitung das Manuskript ihres Bruders überlassen. Die sehr lebendig geschriebenen „Memoiren“ reichen bis in die Anfänge der NS-Diktatur zurück. In einer längeren Serie veröffentlichen Kreiszeitung und Wildeshauser Zeitung von heute an Auszüge daraus – wider das Vergessen.
„Im Norden sahen wir hell und rot den Himmel brennen“
Start ins Jahr 2020 mit Horror-Unfall auf der A1

Start ins Jahr 2020 mit Horror-Unfall auf der A1

Wildeshausen – Der Beginn des neuen Jahres 2020 ließ die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen Schlimmes für die Folgemonate ahnen. Zum dritten Einsatz nach Mitternacht wurden die Retter um 1.16 Uhr zu einer Massenkarambolage auf die Autobahn 1 gerufen. Zwei Sattelzugmaschinen und zehn Autos waren im Nebel miteinander kollidiert. Zwei Menschen starben, zwei weitere wurden lebensgefährlich und zehn Personen schwer- oder leicht verletzt.
Start ins Jahr 2020 mit Horror-Unfall auf der A1
Inzidenzwert steigt auch an Neujahr

Inzidenzwert steigt auch an Neujahr

Wildeshausen – Keine Entwarnung mit dem neuen Jahr: Auch am 1. Januar steigt der Wert der kumulativen Sieben-Tage-Inzidenz auf 100 000 Einwohner für den Landkreis Oldenburg. Das Land Niedersachsen vermeldet 60 neue Coronainfektionen und berechnete den Inzidenzwert auf 131,4. Am 30. Dezember lag er bei 110,8.
Inzidenzwert steigt auch an Neujahr
Das Betriebsgebäude steht inzwischen

Das Betriebsgebäude steht inzwischen

Simmerhausen – Das Betriebsgebäude für die 20-kV-Mittelspannungsschaltanlage steht. Spannungswandler von beeindruckender Größe fallen ins Auge. Fotovoltaikzellen liefern den auf der Baustelle benötigten Strom. Es geht nun doch sichtlich voran mit der Realisierung des „Umspannwerks Prinzhöfte“, wenngleich viel langsamer als von der Avacon Netz GmbH prognostiziert. Über Monate hinweg tat sich auf dem eingezäunten Areal unweit der Kreisstraße 9 in Simmerhausen sehr wenig.
Das Betriebsgebäude steht inzwischen
Geklärt: sechs böswillige Fehlalarme in einem Monat

Geklärt: sechs böswillige Fehlalarme in einem Monat

Wildeshausen – Insgesamt sechs Mal musste die Wildeshauser Ortsfeuerwehr im vergangenen Juli zu Kleinstbränden oder nach Fehlalarmen ausrücken. Sehr schnell kam bei den Brandschützern die Vermutung auf, dass hier jemand ein böses Spiel mit ihnen trieb und sich möglicherweise im Gebüsch verborgen einen Spaß daraus machte, die Feuerwehrfahrzeuge vorfahren zu sehen.
Geklärt: sechs böswillige Fehlalarme in einem Monat
Kita „Zwergnase“ wächst gewaltig

Kita „Zwergnase“ wächst gewaltig

Die Bodenplatte ist fertig. Ihre Größe lässt erahnen, in welchem Ausmaß die Harpstedter Kita „Zwergnase“ als Folge des Erweiterungsbaus wachsen wird. Nun dürfte wohl bald „Am Kleinen Wege“ das Mauerwerk in die Höhe wachsen. Foto: Bohlken
Kita „Zwergnase“ wächst gewaltig
Spendenbereitschaft rührt die Helfer

Spendenbereitschaft rührt die Helfer

Ahlhorn/Landkreis – Während die Bereitschaft der Johanniter in Ahlhorn vom letzten Tag des alten Jahres noch bis zum heutigen Sonnabend damit beschäftigt ist, Corona-Schnelltest anzubieten, kann sich eine andere Gruppe des Hilfsdienstes in dem Ort über die Spendenbereitschaft der Menschen und Firmen im Landkreis Oldenburg und darüber hinaus freuen: Mit einer groß angelegten Spendenaktion hatte die Motorradstaffel der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) aus Ahlhorn um Unterstützung beim Kauf einer neuen Maschine gebeten. Der Erfolg sei überwältigend gewesen, berichtet der Hilfsdienst: „Wir können die Anschaffung der neuen Einsatzmaschine voll durch die Spenden finanzieren, der Rest fließt in den Unterhalt der anderen Motorräder“, sagt Staffelleiter Ulrich Lobenberg. Insgesamt spendeten zahlreiche Unternehmen und Privatleute eine Gesamtsumme von circa 31300 Euro, wobei 26 000 Euro an Geldspenden und die restlichen rund 5 300 Euro als Sachspenden zusammenkamen.
Spendenbereitschaft rührt die Helfer
Lockangebot für Meister Adebar

Lockangebot für Meister Adebar

Wildehausen – Bis Mitte der 1980er-Jahre war der Storch in Wildeshausen ein gern gesehener Gast. Ein Paar brütete regelmäßig auf dem Wagenrad des Dampfkornbranntweinbrennereimuseums an der Wittekindstraße. Seitdem ist hier aber kein Paar mehr sesshaft geworden. Ein Zustand, den der Naturschutzbund (Nabu) in Zusammenarbeit mit der Stadt Wildeshausen gerne ändern möchte. Schon bald soll dem Vogel, der in Fabeln Meister Adebar genannt wird, ein besonderes Angebot auf dem Gelände der Kläranlage und damit in Nähe der nahrungsreichen Marschwiesen gemacht werden.
Lockangebot für Meister Adebar
Vom „Kommunisten“ zum Grünen-Politiker

Vom „Kommunisten“ zum Grünen-Politiker

Wildeshausen – Die ersten Zeitungsschlagzeilen machte Manfred Rebensburg als Lehrer. Damals, Mitte der 70er-Jahre, war er Pädagoge an der Berufsschule in Wildeshausen und weigerte sich mit Kollegen, den Schülern Fünfen und Sechsen zu geben. „Das war sowieso nicht nötig, weil die alle richtig gut waren“, erinnert sich Rebensburg. Seine Weigerung führte jedoch dazu, dass er vom Dienst suspendiert und erst sieben Jahre später rehabilitiert wurde. Galt Rebensburg damals vielen Menschen als „Kommunist“, kennen ihn die meisten Wildeshauser seit Mitte der 80er-Jahre als Mitglied der Grünen, Streiter für Naturschutz und einen ausgeglichenen Haushalt.
Vom „Kommunisten“ zum Grünen-Politiker