45 Prüfungsbeste aus dem Bereich der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer gestern geehrt

„Antwort auf Fachkräftemangel“

Mit Buchpräsenten und Schecks zeichnete Landrat Frank Eger (2.v.l.) die „Einser“-Absolventen Dennis Lichtenberg, Jürgen Peters, Ines Kasanowski und Steffen Lemkemeyer (v.r.) aus. Links IHK-Geschäftsführer Dr. Thomas Hildebrandt.

Landkreis - (ck) · 45 junge Menschen standen gestern Mittag im Blitzlichtgewitter von Freunden, Eltern und ihren Chefs – direkt neben Ludger Block als Vizepräsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) und IHK-Geschäftsführer Dr. Thomas Hildebrandt, die ihnen zu ihrer mit „Sehr gut“ abgeschlossenen Berufsausbildung gratulierten. Doch Jan-Dirk Pieperjohanns als einer dieser „Einser-Abiturienten“ stellte während der Feierstunde im Kreishaus Wildeshausen heraus: „Es waren wesentlich mehr, die ihre Prüfung erfolgreich abgelegt haben.“ Im IHK-Bereich stünden ihnen mehr als 140 Berufe zur Auswahl. Und alle besitzen hervorragende Voraussetzungen, sich in ihren Firmen zu etablieren.“

In Erinnerung an seine Lehrzeit als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung bei der Unternehmensgruppe J. Müller in Brake fand der 22-Jährige nichts Negatives: „Ich wurde sehr gut im Unternehmen aufgenommen und habe sehr schnell die Gegebenheiten kennen gelernt.“ Ebenso stellte er den Berufsbildenden Schulen in Wechloy ein hervorragendes Zeugnis aus: „Dort bin ich auf engagierte Lehrkräfte getroffen. Das Zusammenspiel mit den Betrieben funktionierte optimal.“ Diese duale Ausbildung in Theorie und Fachpraxis sei also der richtige Weg: „Damit habe ich viel gelernt, worauf ich in meinem Studium aufbauen kann“, ahnte der künftige Fachhochschüler.“

Dr. Hildebrandt erkannte in dieser Karriereplanung Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: „Es tut auch der Firma gut, wenn ein Beschäftigter mal etwas anderes sieht – anschließend aber wieder zurückkommt.“ Denn qualifizierte Mitarbeiter seien ein kostbares Gut – und das hätten die engagierten Ausbildungsbetriebe verstanden. Und die ins Kreishaus geladenen Absolventen mit den besten Ergebnissen der Prüfungen dieses Winters bezeichnete er „als Ihre eigene Antwort auf den Fachkräftemangel“.

Dem schloss sich Landrat Frank Eger als Hausherr an: Die Absolventen bezeichnete er als „Nachwuchspool für unsere Betriebe“. Viele Chefs versuchten gerade in Zeiten der momentanen Krise, gutes Personal langfristig an sich zu binden.

Die Prüflinge hätten während ihrer Ausbildung Kraft und Ausdauer bewiesen. „Sonst würden Sie hier heute nicht sitzen.“ Sicherlich habe ihnen der eine oder andere Kollege im Lehrbetrieb geholfen, „aber geschenkt wurde Ihnen nichts – die Zeiten sind vorbei“, wusste Eger. Also hätten sie sich alles selbst erarbeitet – und deshalb erkannte der Chef der Kreisverwaltung in den jungen Menschen eine Vorbildfunktion.

Ebenso lobte Eger das Ausbildungs-Engagement der Firmen. Und auch diesbezüglich hoffe er auf viele Nachahmer aus der Wirtschaft.

Auch IHK-Vizepräsident Block dankte neben den 957 ehrenamtlichen Prüfern den ausbildenden Betrieben. Aus eigener Erfahrung als Unternehmer wisse er, dass Ausbildung Mühe und Erfolg bedeute. „Aber der Erfolg überwiegt.“ Mit Blick auf die Lehrstellen-Bilanz verriet Block: „2009 hatten wir im Bezirk trotz der Krise das zweitbeste Ergebnis seit Bestehen des IHK-Bezirks.“ An die Chefs appellierte er: „Bilden Sie weiter aus, damit Feste wie dieses künftig noch üppiger werden!“

Zu diesem stilvollen Rahmen trog auch Rafael Jung als Leiter der Musikschule des Landkreises Oldenburg bei, der den Festakt musikalisch umrahmte.

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