Wallschule in Wildeshausen kann noch von hoher Einspeisevergütung profitieren

Anonymer Spender sorgt für Photovoltaikanlage

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Jan Glander, Jens Kuraschinski, Monika Lucht und Dörte Grashorn (Gebäude und Liegenschaftsmanagement der Stadt, v.l.), Immo Lucht, Leo Glander und Joost Lucht (v.l.) mit einem der Module vor der Wallschule. ·

Wildeshausen - Eine Bürgersolaranlage wird in Wildeshausen nicht mehr zum Stichtag 1. April auf Schuldächern installiert werden können. DAzu reicht die Zeit nicht. Dennoch montiert die Firma Hermes aus Visbek bis einschließlich heute eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Wallschule. Möglich macht das ein anonymer Spender.

„Unser Förderkreis hätte mit den Mitgliedsbeiträgen nie die Chance gehabt, 12 500 Euro zusammenzubekommen“, so die erste Vorsitzende Monika Lucht. Umso schöner sei es, dass ein unbekannter Gönner 10 000 Euro überweise, sobald die Anlage auf dem Dach installiert sei. Die weiteren 2 500 Euro bringt der Förderkreis auf. Da diese Summe aber in etwa der Umsatzsteuer entspricht, die dem Verein zurückerstattet wird, muss der Förderkreis keine Miesen machen.

Der Wildeshauser Stadtrat hatte erst vor einer Woche beschlossen, öffentliche Dachflächen kostenlos für 20 Jahre zur Verfügung zu stellen. Für die Wallschule kam das fast zu spät, obwohl schon im Jahr 2009 ein Antrag an die Verwaltung gestellt worden war. Die Berufsbildenden Schulen hatten sogar schon Wirtschaftlichkeitsberechnungen angestellt.

„Deshalb sind wir sehr froh, dass es jetzt geklappt hat“, so Monika Lucht. „Was besseres konnte uns nicht passieren.“ Die Anlage fällt mit einer Leistung von 4,8 Kilowatt/Peak relativ klein aus. Für den Förderkreis und Konrektor der Schule, Jan Glander, kein Problem. „Uns geht es in erster Linie um den pädagogischen Effekt.“ Mit Hilfe einer Anzeigetafel sollen die Schüler möglichst schon bis zur Projektwoche Anfang Juli sehen können, dass die Anlage auf dem Dach tatsächlich Strom produziert. „Regenerative Energien sind ja auch immer Thema im Sachkundeunterricht“, so Glander, der gestern aus den Ferien vorbeikam, um den Beginn der Installation zu begutachten. Unterdessen hatten Eltern schon das Pflaster angehoben und einen Schacht gegraben, durch den die Stromleitungen führen sollen.

„Wir bedanken uns bei der Stadtverwaltung, dass das jetzt alles so schnell geklappt hat“, so Monika Lucht. Im Stadthaus ist allerdings jetzt noch nicht klar, bis wann eine Bürger-Solar-Gesellschaft gegründet werden könnte, die sich um weitere Anlagen kümmert. Von den drei Interessenten, die sich für den Geschäftsführerposten interessiert hatten, ist niemand mehr geblieben. Zudem sinkt die Einspeisesvergütung ab dem 1. April. Somit ist nicht klar, ob sich noch genügend Bürger für die Installation einer Anlage auf dem Dach der St.-Peter- oder Holbeinschule interessieren. „Auch, wenn die Vergütung sinkt, ist es noch immer ein rentables Geschäft“, wirbt der Vertreter des Bürgermeisters, Jens Kuraschinski, um Interessenten. · dr

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