„Unser Dorf hat Zukunft“: Dötlingen überzeugt Bundeskommission trotz Dauerregens

„Anderen Orten weit voraus“

Folkhard Steenken informierte die Bundesjury über die Besonderheiten seiner Hofanlage.

Dötlingen - (ts) · Diese Präsentation könnte Dötlingen im Bundesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ ganz weit nach vorne bringen: Trotz Dauerregens hinterließ der Ort gestern Vormittag während der zweieinhalbstündigen Bereisung einen „tiefen Eindruck“ bei den Mitgliedern der Bewertungskommission.

„Und das nicht nur wegen des anhaltenden Regens, sondern auch wegen der unglaublichen Inspiration, mit der Sie uns Ihren Ort näher gebracht haben“, sagte Kommissions-Vorsitzender Dr. Reinhard Kubat. „Ich bin voll des Lobes.“

„Ich denke, es ist heute gut gelaufen – und zwar nicht nur von oben“, zog Bürgermeister Heino Pauka Bilanz, nachdem die Jury wieder in den Bus gestiegen war. „Jeder hat sein Bestes gegeben, nach Berlin fahren wir auf jeden Fall, und eine Medaille erhalten wir auch.“ Welche? Das erfahren die Aktiven am 10. September, wenn die Ergebnisse bekanntgegeben werden. Bis zum 9. September werden die Bundeskommissionen für den Bereich Nord und Süd noch die insgesamt 30 Dörfer bereisen. „Mit der Qualifizierung für den Bundesentscheid spielen Sie aber ohnehin schon in der Champions League“, hatte Kubat gesagt.

Um Punkt 9.30 Uhr waren die Kommissionsmitglieder am Kirchplatz aus dem Bus gestiegen – bei Nieselregen. Für die Organisatoren stand da bereits fest: Der Schlechtwetter-Plan muss greifen. So ging es nach der Begrüßung durch Eckehard Hautau, Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins, und Heino Pauka sowie den souveränen Darbietungen von Gunter Oltmann im Tabken-Hof und Pastor Hartmut Lübben am Mahnmal statt mit dem Fahrrad im Kremser in Richtung Grundschule. Hier erläuterte Schulleiterin Melanie Kahnt mit Hilfe dreier Schüler die Projekte – von der Ausbildung zu Energiewächtern bis hin zur Auszeichnung als Umweltschule. Anschließend nahm Jugenddiakon Jochen Wecker die Gäste mit ins Jugendhaus, wo er „das einzigartige Prinzip der Jugendpflege in der Gemeinde“ erläuterte.

Da es inzwischen wie aus „Eimern schüttete“ wurde auf einen Gang durch den Schulgarten verzichtet. Stattdessen begutachteten ihn die Kommissionsmitglieder durch die geöffneten Fenster des Jugendhauses, ehe sich die „Regenschirm-Karawane“ ihren Weg zur Sporthalle bahnte. Dort erklärte Architekt Wolfgang Behrends das Konzept „Kurze Wege für kleine Beine“, das die Grundschule, das Jugendhaus, den Kindergarten und die Sporthalle in unmittelbarer Nähe zueinander beinhaltet. Malte Hoffrogge stellte noch die Aktivitäten des TV Dötlingen vor, ehe die Jury wieder in den Kremser stieg. In der Galerie wurden sie von heimischen sowie den De Marner Künstlern, die derzeit zu einem Arbeitsbesuch in der Gemeinde sind, begrüßt. Thea Freiberg berichtete über Dötlingen als Künstlerort, die Dötlingen Stiftung stellte Walter Ulrich im Heuerhaus-Café vor.

Nach einem Fußmarsch über den Grünen Weg ging es in Richtung Steenken-Hof, wo Folkhard Steenken über die Hofanlage informierte. Am Püttenteich warteten dann Marianne Mennen vom Bürger- und Heimatverein und die Erzählerin Helga Bürster auf die Gäste – ebenso wie die MSG Hunte-Delme, die zwei Seifenkisten den Berg hinunterschickte. Ein Abstecher zum Lopshof folgte, ehe das Ziel, das Püttenhus, angesteuert wurde.

Dort ließ Jury-Chef Kubat seiner Begeisterung überraschend freien Lauf. Die Suche nach dem Alleinstellungsmerkmal falle in Dötlingen nicht schwer, sagte er. Die Symbiose aus Kultur und Natur sei besonders. „Auch die Frage nach der Zukunftsfähigkeit lässt sich schnell beantworten“, so Kubat. „Sie sind in einer ausgezeichneten Position. Zehn Jahre schuldenfreie Gemeinde. Respekt.“ Auch die Beteiligung der Bürger aus freien Stücken heraus wertete er als hohes Gut. „Sie sind vielen Orten weit voraus. Machen Sie weiter so“, lobte er.

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