Stimmung bei Rockappell der Wachkompanie / Verdienstorden für Tangemann, Lob für Fourier Tepe

Altbewährtes mit Premieren

Feldwebel Günter Weißmann (l.) freut sich: Oberst Ernst Frost (neben ihm) attestiert der Truppe einen guten Zustand.

Wildeshausen - (ck) · Wenn sich der Gatte am frühen Abend zum Umtrunk verabschiedet, danach mit Gleichgesinnten dreimal hintereinander um die Häuser zieht und die geduldig wartende Gattin ihn anschließend trotzdem gut gelaunt empfängt, dann kann es sich nur um ein seltenes Ereignis handeln. So wie am Sonnabend: Denn nur einmal im Jahr gibt sich die Wachkompanie der Wildeshauser Schützengilde die Ehre. Diesmal feierten fast 150 Gäste diesen Ball mit einigen gelungenen Premieren.

Los ging's aber wie gewohnt – mit besagtem Umtrunk der Wache-Aktiven, der geladenen Offiziere mit General Kian Shahidi und Oberst Ernst Frost an der Spitze sowie vieler Ehrengäste. Zum Treffen in der „Brasserie“ durften natürlich König Lutz Ertelt und Schaffer Arne Tschöpe nicht fehlen.

Nach einer Stunde startete das traditionelle Umrunden des Brunnens auf dem Marktplatz zu „Kamerad kumm!“ mit Tambourmajor Wolfgang Niester vorneweg. Die erste Runde führte an der Gildeuhr vorbei. Und nach der ernüchternden Feststellung, dass dort noch 197 Tage bis Pfingsten zu Buche stehen, führten die beiden anderen Umdrehungen vor vielen Zuschauern über den Weihnachtsmarkt.

Es folgte des Premieren-Reigens erster Teil: Hermann Johannes als neuer Hauptmann der Wache legte mit der obligatorischen Rede über die Wildeshauser Stadtgeschichte vor der angetretenen Gesellschaft ein überzeugendes Debüt hin.

Der Bauplatz für das alte Rathaus, „vor dem wir heute stehen dürfen“, und die „ehrwürdige Alexanderkirche“ seien nur einige Zeugen des Mittelalters – und dazu dürfe auch die Wildeshauser Schützengilde gerechnet werden. „Denn unsere Gilde führt die Traditionen aus dem Mittelalter fort – und darum rufe ich Euch zu, niemals diese Verbundenheit zu vergessen.“

Ebenfalls nicht vergaßen die Zuhörer die Verabredung mit ihren Frauen, die bereits im Restaurant Wolters warteten. Nach dem Marsch dorthin inspizierte Oberst Frost erst einmal die Mannschaft. Auszusetzen hatte er nichts, Versprechungen gab er aber auch nicht. So beantragte Alex Müller eine neue Uniform: „Ich habe zehn Kilo abgenommen“, verwies er auf den zu weit gewordenen grünen Rock. Über die eventuelle Neuanschaffung werde später gesprochen, besänftigte der Oberst – und meldete General Shahidi: „Die Truppe ist in hervorragendem Zustand. Dem nächsten Gildefest steht nichts im Wege.“

Zwei verdiente Funktionsträger marschieren dann mit einer Auszeichnung mehr am Revers aus: Stabssergeant Walter Ulrich erhielt in Abwesenheit den Wache-Orden in Gold als höchste Auszeichnung der Kompanie, weil er sich seit 1966 in dieser Runde viele Verdienste erworben hat. Und Major Andreas Tangemann bekam zum Dank für fünf erfolgreiche Jahre als Hauptmann der Wache den Verdienstorden in Silber. „Ein Hauptmann ist immer nur so gut wie seine Mannschaft“, dankte Tangemann seinen Kameraden. „Eigentlich hättet ihr also den Orden verdient.“ Als Antwort gab's prompt ein „Dann her damit“ aus der Formation…

Zweite Premiere des Abends: Erstmals hatte Fourier Rolf Tepe das Festmahl in Büfett-Form aufbauen lassen – und erntete positive Reaktionen: „Das hat super funktioniert, und alle kamen schnell zum Zuge“, freute sich Tepe.

Ein Schmaus war es, lobte General Shahidi das Küchenteam des Hauses Wolters. „Und die Frauen der Wachesoldaten bereiteten uns heute einen weiteren Schmaus – nämlich einen Augenschmaus“, urteilte Shahidi. Nun gelte es für die Männer, auf der Tanzfläche einiges an Strecke zurückzulegen, um die angegessenen Pfunde wieder loszuwerden.

Da ließen sich die Zuhörer nicht lange bitten – und kreisten zur Musik von DJ Stefan Neuhaus, der für jeden Geschmack die die passenden Töne parat hatte.

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