Gruppe von Harpstedter Frauen hob ihren eigenen Beitrag zur Entstehung der „Kombi-Krippe“ bei einem Besuch hervor

Aktivistinnen kamen mit vollen Händen

Herzlich willkommen hieß Krippenleiterin Gesa Jonasson (rechts) jene Aktivistinnen, die mit ihrem Kampf um den Erhalt der Begegnungsstätte in ihrer bisherigen Form dazu beigetragen hatten, dass die Kinderkrippe nicht – wie ursprünglich vorgesehen war – in dem alten Forsthaus am Tielingskamp untergebracht wurde, sondern in einem Neubau. Hinten, von links: Erika Hormann, Anne Wilke, Henny Heile, Adelheid Lamprecht und Gerda Bockhorst.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken· „Ein wunderschönes Haus“, urteilte Gerda Bockhorst. „Ich gratuliere auch zu dem tollen Spielplatz“, fügte Anne Wilke hinzu. Henny Heile überreichte einen Kerzenhalter auf Tannengrün. „Ein kleiner Gruß, um noch mehr Wärme in diesen Neubau zu bringen“, sagte sie. Erika Hormann und Adelheid Lamprecht kamen ebenfalls nicht mit leeren Händen in die Kombi-Krippe.

Die fünf Damen eint ein gemeinsamer Kampf: An der Seite der leider viel zu früh verstorbenen Mechthild Ottermann hatten sie sich für den Erhalt der Begegnungsstätte eingesetzt. Das Erdgeschoss des alten Forsthauses wollte die Samtgemeinde ursprünglich umbauen, um dort eine Betreuung für unter Dreijährige zu ermöglichen. Wäre dieses Vorhaben umgesetzt worden, hätten etliche Gruppen – vom DRK bis zu den Guttemplern – ihre „Heimat“ verloren. Dagegen liefen die ehemals sechs Harpstedter Aktivistinnen Sturm. Und über 300 gesammelte Unterschriften belegten eindrucksvoll, dass sie mit ihrer Meinung nicht allein dastanden.

Letztlich zahlte sich das Engagement aus. Die Krippe kam nicht in die Begegnungsstätte, sondern wurde in einem Neubau angesiedelt. Zu dessen offizieller Einweihung hätten die Aktivistinnen gern eine Einladung bekommen, aber die blieb zu ihrer großen Enttäuschung aus. Das hinderte die Damen aber gestern nicht daran, bei einem Besuch auf ihren Anteil an der neuen Kombi-Krippe hinzuweisen. Sie trugen Zeitungsausschnitte, die ihren Kampf dokumentieren, zusammen, rahmten die Berichte ein und überreichten das fertige Bild Krippenleiterin Gesa Jonasson. Die ihrerseits hieß die Frauengruppe willkommen. „Wir verstehen uns als offenes Haus“, betonte sie.

Adelheid Lamprecht übergab eine ganze Reihe Orffscher Instrumente für die musikalische Früherziehung. Von einer Triangel über einen Schellenkranz bis hin zu Trommel und Kastagnette reichte das Spektrum. Erika Hormann beschenkte die zweigruppige Kita mit 40 selbst genähten Beuteln aus Stoff, die, mit verschiedenen Dingen gefüllt, als „Fühlsäcke“ zur Schulung des Tastsinns dienen sollen. Auch einige – im DRK-Handarbeitskreis entstandene – Tischdeckchen hatte die Harpstedterin im Gepäck. Die Besucherinnen bereiteten der Einrichtung eine regelrechte vorweihnachtliche Bescherung: Ein Beutel voller Äpfel und Tannenzweige zählten ebenfalls zu den Mitbringseln, für die Gesa Jonasson herzlich dankte.

Die engagierten Frauen sind überzeugt davon, dass ein Umbau der Begegnungsstätte nicht günstiger gekommen wäre als der entstandene Neubau, dessen Finanzierung zu 51 Prozent aus Zuschüssen gedeckt ist. Die neue Kombi-Krippe habe obendrein den Vorteil, dass sie zusätzlich auch einen Kindergarten beherberge.

Vor allem die üppigen Zuwendungen hatten die Kommunalpolitiker zum Umdenken bewogen. „Die ersten Unterstützer, auf die wir zählen konnten, waren Hermann Bokelmann und Johann Witte“, erinnerte sich Adelheid Lamprecht.

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