Knapp 100 Besucher und Mitwirkende feiern stimmungsvollen Gottesdienst in Harpstedt

Afrikanische Klänge und Gesänge in der Kirche

Der gebürtige Kameruner Sibabo Toussido (links) bereicherte den Afrika-Gottesdienst in der Christuskirche gestern mit eigenen Liedern auf selbst gebauten Instrumenten. Rechts der aus Togo stammende Musikprofessor Komi Amefiohoun mit drei Mitstreiterinnen der Trommelgruppe. ·

Harpstedt - Vor dem Hintergrund seiner eigenen Biografie, aber wohl auch der großen politischen Umbrüche in afrikanischen Ländern solidarisiert sich Sibafo Toussido mit den demokratischen Oppositionellen: „Contre les dictateurs et les guerres“ („gegen die Diktatoren und die Kriege“) stand auf einem selbst gebauten Zupfinstrument geschrieben, auf dem der Kameruner, der zeitweise in Harpstedt gelebt hat, gestern ein beschwingtes Lied aus eigener Feder in der Harpstedter Christuskirche vor knapp 100 „Schäflein“ und Mitwirkenden begleitete.

Zusätzliches afrikanisches Flair verliehen dem stimmungsvollen Afrika-Gottesdienst die Trommelgruppe und der Chor „Agama“ der evangelischen Gemeinde um ihren Leiter Komi Amefihoun, der aus Togo stammt. Lektorin Annette Grummt machte anhand der alttestamentarischen Geschichte von Josef und seinen Brüdern Hoffnung darauf, dass ernste Konflikte in der Familie oder am Arbeitsplatz trotz mancher seelischer Narben, die zurückbleiben, überwunden werden können und Aufarbeitung und Aussöhnung im ehrlichen Umgang mit-einander möglich sind. In ihre Predigt baute sie das Lied „Der Himmel geht über allen auf“ ein, das die Gemeinde als Kanon sang. An der Orgel trug Christa Kaiser zum Gelingen bei. „Kümmere dich erst um deine Fehler, und dann versuche, dem Bruder zu helfen!“, resümierte Margret Bädeker nach Verlesung des vorgeschriebenen Predigttextes Lukas 6, 36 – 42 („Seid nun barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Und richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden; verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden. Lasst los, und ihr werdet losgelassen werden...“). Annette Grummt freute sich sehr über die üppige Kollekte: Über 300 Euro fließen in den noch andauernden Wiederaufbau einer Kirche in Lubukhu in Swasiland. Ein Sturm hatte das Gotteshaus zerstört. Schon einmal hatte Harpstedt das Projekt unterstützt: Beim Afrika-Gottesdienst am 20. März waren 396,51 Euro an Kollekte für den guten Zweck zusammengekommen. · boh

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