Elf Vertreter der Generation „50plus“ im Mobilitätskurs der Verkehrswacht / „Tolle Lehrstunde“

„Action“ für ältere Autofahrer

Auch ein Sehtest „open air“ zählte zum Trainingsprogramm der älteren Fahrer, das die Verkehrswacht anbot. Deren Akteure Peter Wildbredt (3.v.r.), Rolf Kramer (3.v.l.) und Rolf Quickert (l.) zeigten sich mit den Resultaten sehr zufrieden.

Ahlhorn - (ck) · Erst saßen sie vor dem Bildschirm des Simulators, dann am Steuer ihres eigenen Autos: Rückwärts rangieren, auf Straßenglätte reagieren, aber auch Vollbremsungen und ein Slalomkurs verlangten gestern den elf Fahrern im gesetzteren Alter auf dem Flugplatz in Ahlhorn einiges ab. Zum ersten Mal hatte die Verkehrswacht für den Landkreis Oldenburg ein Mobilitätstraining für Vertreter der Generation „50plus“ angeboten. Und die Inhalte begeisterten die Interessierten, die bis aus Delmenhorst und dem Ammerland angereist waren. „Das ist eine tolle Lehrstunde“, urteilte Heinz-Dieter Schirakowski aus Oldenburg. Der 63-Jährige würde sich wünschen, dass „mehr Ältere, aber auch Menschen ab Mitte 30 diesen Kurs nutzen“.

„Jeder stellt hier fest, wo seine Grenzen liegen, wie sich das Auto der vielleicht neueren Bauart in gefährlichen Situationen verhält und ob man noch beweglich genug ist, um alles zu überblicken. Solch einen Selbsttest sollten viel mehr Fahrer machen – und das regelmäßig“, appellierte Schirakowski.

Morgens mussten sich die Routiniers beim Rückwärtsfahren beweisen – und dabei möglichst keines der Hütchen umwerfen. „Die elektronische Einparkhilfe nützt hier nichts, weil die Hindernisse zu niedrig sind“, verriet Rolf Kramer als Moderator dieses Trainings. Der erfahrene Verkehrswachtler führte die „Schüler“, von denen einige seine Eltern sein könnten, an ihr Limit.

Dem Ältesten in der Runde bereiteten die Disziplinen sichtlichen Spaß: „Hier gibt es dauernd etwas Neues zu lernen“, schilderte der 87-jährige Alwin Hullmann. Er hatte extra den Weg aus Bad Zwischenahn zum einstigen Fliegerhorst auf sich genommen. Und auch der Ammerländer zeigte während des Reaktionstests am brandneu von der Kreisverkehrswacht angeschafften Fahrsimulator, dass er noch bestens reagiert.

„Das Gerät zeigt den Teilnehmern am Bildschirm simulierte Filme, die auf echten Unfall-Situationen beruhen“, erläuterte Rolf Quickert, Ortsbeauftragter der Verkehrswacht Wildeshausen. „Wir wollten feststellen, inwieweit jeder eine vorausschauende Fahrweise an den Tag legt und dass er rechtzeitig reagiert. Die Szenen zeigten zum Beispiel unerwartet kreuzende Radfahrer oder Passanten, die einfach über die Straße gehen, ohne nach links und rechts zu sehen. „Es waren auch ziemlich gemeine Filme dabei“, gab Quickert zu. „Aber alle haben den Reaktionstest bestanden. Die Zeiten lagen voll unter dem Limit.“

Diese unterschiedlichen Zehntelsekunden nahm sich Kramer nach der Mittagspause aber noch einmal vor, um den Kursabsolventen zu verdeutlichen, wie viele Meter ihr Auto in den wenigen Augenblicken zurücklegt.

„Jetzt will ich ein bisschen Dynamik in den Unterricht bringen“, warnte er die Gruppe vor. Dazu zählten Kurvenfahrten, Bremsmanöver und das Abfangen des Fahrzeugs auf bewässerten Planen, die eine glatte Straße simulieren sollten.

Es gab doch noch einiges, was man so noch nicht kennen gelernt hat“, staunte Hildegard Wies aus Kirchhatten. Kramers Tipps, wie sie die Rückspiegel richtig einstellt, will sie beherzigen.

Mit dem Ablauf der Premiere zeigten sich Verkehrswacht-Kreisvorsitzender Peter Wildbredt und seine ehrenamtlichen Kollegen sehr zufrieden. Und sie dankten der Flugplatz Ahlhorn GmbH, die ihnen beim Überlassen des Übungsgeländes preislich sehr entgegen kam. „Dadurch konnten wir den Interessierten ebenfalls mit den Gebühren ziemlich entgegenkommen“, verdeutlichte Kramer.

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