Kreisverband der Rentnerinnen- und Rentnerpartei fand trotz aller Appelle keinen neuen Vorsitzenden

Abgesang statt Neuanfang

Nichts zu machen: Im weiten Rund der RRP fand Bernd Wald (stehend) keinen Nachfolger für Brigitte Ottilie Kaiser (Mitte).

Landkreis - Von Cord Krüger· Haarscharf schrammte der Kreisverband der Rentnerinnen- und Rentnerpartei (RRP) gestern im „Schützenhof Kirchhatten“ an einer kompletten Katastrophe vorbei. Nachdem die bisherige Vorsitzende Brigitte Ottilie Kaiser ihr Amt niedergelegt hatte, scheiterte die fast fieberhafte Suche nach einem neuen Vorstands-Chef kläglich. Selbst sämtlicher sanfter Druck, den der stellvertretende Landesvorsitzende Bernd Wald auf jedes Mitglied und sogar Gäste ausübte, verpuffte. Am Ende erklärte sich der erste stellvertretende Vorsitzende Harry Kowitz bereit, die Geschäfte kommissarisch für ein Jahr weiter zu führen – aber nur nach zweimaliger Rücktrittsdrohung.

Auch die zweite Stellvertreterin Karin Herter spielte mit dem Gedanken, „gleich zurückzutreten“, um der Aufgabe in vorderster Reihe zu entgehen.

Dabei hatte Kaiser in der Ankündigung zur Versammlung noch erklärt, dass sich Kowitz zur Wahl stelle. Der Vorsitzende des RRP-Verbands Delmenhorst-Ganderkesee verdeutlichte jedoch unmissverständlich, dass er nicht noch mehr Freizeit für die Partei opfern wolle, aber „gern zuarbeiten“ würde.

Die bisherige Chefin Brigitte Ottilie Kaiser ließ sich ebenfalls nicht umstimmen – auch, weil laut Satzung der RRP niemand mehr als zwei Ämter bekleiden soll. Und durch ihre jüngste Wahl zur stellvertretenden Landesvorsitzenden samt Beibehalt ihres Vorsitzes im Wildeshauser Stadtverband „ist es mir unmöglich, den Kreisverband weiterzuführen“. Zudem verwies sie auf ihr „Riesen-Aufgabenpaket“ im Landesvorstand.

Das konnte Bernd Wald aus dem Landkreis Lüneburg als weiterer Landes-Vize nur bestätigen. Also suchte er einen Nachfolger in den Reihen der zwölf anwesenden RRP-Mitglieder. Alle winkten ab. „Ich mache alles – aber nicht das“, unterstrich ein Kollege. Ein anderer erklärte: „Ich bin ausgebrannt.“ Und zwei weitere verwiesen auf den nicht vorhandenen Internet-Anschluss als Voraussetzung für eine Koordination der Kreis-Geschäfte.

So blieb Wald nur noch der Blick auf die fünf Nicht-Mitglieder, die als Gäste zur Versammlung angereist waren. „Könnten Sie das Amt übernehmen, wenn Sie heute beitreten würden?“, fragte er – und erntete geschlossene Ablehnung. Ängste konnte er auch mit der Aussage nicht abbauen, dass viele Gewählte aus Bundes- und Landesvorstand „vor drei Jahren noch nicht einmal wussten, wie ,Partei‘ geschrieben wird“.

So sah Wald keine andere Möglichkeit, als dass der bisherige Stellvertreter Kowitz kommissarisch den Kreis führen sollte. Der wiederum warnte: „Zwingt mich nicht, zurückzutreten.“ Am Ende lenkte er zwar ein, setzte aber Unterstützung von allen Seiten voraus. Und er versprach Brigitte Ottilie Kaiser: „Auf Dich wird noch das eine oder andere zukommen.“

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