Ergebnis der Nachmessung wird täglich erwartet

400 000 Euro für Sanierung von acht Schulräumen

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Erol Orhan (links) und Jens Kuraschinski informierten sich über den Stand der Sanierungsmaßnahmen. ·

Wildeshausen - Von Joachim DeckerSchleusen und Belüftungen sind eingerichtet, in der St.-Peter- und Holbeinschule sind noch nicht alle Räume zum Begehen freigegeben, sie waren mit PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen) und PCB (Polychlorierte Biphenyle) belastet.

Insgesamt fünf Klassenräume, die mit Asbest belastet waren, sowie drei Räume der Schulleitung (Lehrerzimmer und Büro der Leiterin der Holbeinschule sowie das Sekretariat beider Schulen), in denen PAK und PCB gemessen wurden, sind von den derzeit laufenden Sanierungsmaßnahmen betroffen. Und während in den ersten Klassenräumen schon die Maler tätig sind, sind die Räume im Verwaltungstrakt nur durch eine luftdichte Schleuse zu erreichen. „Hier warten wir täglich auf den Bescheid des Bremer Umweltinstituts, das die Nachmessungen durchgeführt hat“, erzählt Erol Orhan, als Diplom-Ingenieur bei der Stadt für die Grundschulen zuständig.

Damit spricht er die Tatsache an, dass vom Umweltinstitut zunächst Messungen in den bestehenden Räumen durchgeführt worden sind. „Danach wurde alles entfernt, vom Estrich bis zum Putz und zur Decke, alles musste raus. Dann erfolgte die Nachmessung.“ Nun hoffe er, dass diese keine Belastungen mehr ergeben hat, so dass bald wieder mit dem Aufbau der Räume begonnen werden kann. „Sollten die Stoffe aber auch ins eigentliche Mauerwerk eingedrungen sein, muss hier mit einer Sperrfolie gearbeitet werden, die zwischen Mauer und Putz eingebracht wird“, erklärte der Allgemeine Stellvertreter des Bürgermeisters, Jens Kuraschinski.

In einem der Klassenräume musste neben dem Estrich sogar die komplette Bodenplatte entfernt weden. „Hier sind wir aber auch schon soweit, dass die Räume wieder aufgebaut werden. Außerdem haben wir die Decke abgehängt und neue Fensterbänke eingebaut“, betonte Orhan. Insgesamt müsse die Stadt etwa 400 000 Euro in diese Maßnahmen investieren.

Von den Schulleitungen war die Stadt im Frühjahr über unangenehme Geruchsentwicklung in den Räumen informiert worden. Umgehend hatte die Verwaltung seinerzeit die betroffenen Räume gesperrt und Messungen in Auftrag gegeben. Mit Beginn der Osterferien begannen auch die Sanierungsmaßnahmen.

Geplant ist seitens der Stadt, ein Schadstoffkataster zu erstellen. Dafür müssen alle städtischen Schulen und Kindergärten einer Messung unterzogen werden. Ausgeschlossen sind Wallschule und der Kindergarten „Pusteblume“, in denen belastende Materialien nicht verbaut wurden.

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