Maßnahmenbeginn noch 2014 / 456 000 Euro aus Mitteln nach dem Entflechtungsgesetz

K 286: Finanzierung des Ausbaus ist gesichert

Harpstedt - Der Ausbau der Mull- und Nordstraße (K 286) zwischen der Ampelkreuzung und der Einmündung „Am Langen Acker“ in Harpstedt ist in das Jahresbauprogramm 2014 des Landes Niedersachsen aufgenommen worden – und die Finanzierung damit gesichert.

Die Maßnahme schlägt mit veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von rund 760 000 Euro zu Buche. Einen Zuschuss von etwa 456 000 Euro aus Mitteln nach dem Entflechtungsgesetz (vormals Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, GVFG) darf der Landkreis Oldenburg nun erwarten. Die Differenzsumme verteilt sich auf Kreis, Flecken Harpstedt und Abwasserverband Stuhr-Weyhe. Der Ausbaubeginn steht nach Ausschreibung und Auftragsvergabe im Sommer oder Herbst zu erwarten. Dieter Hahn, Leiter des Amtes für Bodenschutz und Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung, geht davon aus, dass der Zuwendungsbescheid innerhalb der nächsten 14 Tage kommt. Von der Aufnahme der K 286 in das Ausbauprogramm erfuhr er gestern seitens der Presse.

Der Ausbauabschnitt misst 455 Meter. Der Straßenkörper soll auf ganzer Länge im Schnitt um einen Meter aufgeweitet werden. Ein Ziel der Maßnahme ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit; die Radfahrer sollen weg von der Fahrbahn. Daher beinhaltet die Planung für den Kreisstraßenabschnitt beidseitige, recht großzügig bemessene Rad- und Gehwege auf Hochbord in Betonsteinpflaster in einer Breite von künftig 2,50 Metern inklusive 50 Zentimeter Sicherheitsstreifen, wobei punktuelle Einengungen sich nicht umgehen lassen. Die Fahrbahnbreite verringert sich von 6,75 auf dann 6,14 Meter. Schmutz- und Regenwasserkanal sind „abgängig“ und müssen komplett erneuert werden. Die Fahrbahn wird nach dem Ausbau aus einer Frostschutz-, einer Asphalttrag- und einer Deckschicht bestehen. Die Planung, die auch die Verlagerung einiger Parkplätze von der Ost- auf die Westseite beinhaltet, war mehrfach öffentlich vorgestellt worden. Unklar ist noch, ob die Baumaßnahme nur halbseitige Sperrungen oder auch eine Vollsperrung erfordert. Verkehrsbehinderungen seien jedoch unvermeidbar, so Dieter Hahn.

Nach Angaben von Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies beinhaltet das Jahresbauprogramm 2014 „zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden“ 60 kommunale Straßenbauvorhaben, die neu in Angriff genommen werden sollen. Die Gesamtkosten für die Projekte lägen bei 91,6 Millionen Euro; das Land wolle die Bauvorhaben mit 53,2 Millionen Euro aus Mitteln nach dem Entflechtungsgesetz unterstützen. · boh

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