Dorferneuerung Neerstedt: Investitionsvolumen bei Privatmaßnahmen beträgt rund 800 000 Euro / Förderung noch möglich

244 000 Euro Zuschuss für 27 Projekte

Kerstin und Heiko Hanau nahmen vor etwa sechs Jahren die Fördermöglichkeit des Dorferneuerungsprogramms in Anspruch und ließen das Reetdach auf ihrem als Ferienwohnung genutzten Gebäude sanieren.

Doetlingen - NEERSTEDT/OHE (ts) · 27 Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 800 000 Euro, die mit etwa 244 000 Euro bezuschusst wurden – das sind die Zahlen der Privatmaßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung Neerstedt/Ohe, wie Ulrich Gloystein vom Amt für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften Oldenburg (GLL) gestern mitteilte. Und für weitere Interessierte ist der Zug noch nicht abgefahren: Der Förderzeitraum wurde um ein weiteres Jahr bis zum 31. Dezember 2011 verlängert.

Privatleute, die noch von der Förderung profitieren möchten, sollten sich mit ihrem Vorhaben allerdings sputen, sich schnell informieren und bald den Antrag stellen. „Es wäre gut, wenn die entsprechenden Maßnahmen bis Ende des Jahres abgeschlossen sind“, empfiehlt Ulrike Hollmann, die bei der Gemeinde Dötlingen als Ansprechpartnerin für die Dorferneuerung Neerstedt/Ohe fungiert.

Ende vergangenen Jahres seien bei ihr im Bauamt noch einige Anfragen eingegangen. „Es gab Interessierte, die gerne noch Projekte anschieben und wissen wollten, ob noch etwas möglich sei“, so Hollmann. Da der Fördertopf noch nicht ausgeschöpft ist, wurde die Frist verlängert.

Mit 27 Privatmaßnahmen seien die Fördermöglichkeiten bisher gut genutzt worden. „Bei 14 der Vorhaben handelt es sich um Dachsanierungen, meistens Reetdächer“, berichtet Hollmann. Hinzu kommen sieben Gestaltungen von Außenanlagen, bei denen sowohl in die Pflasterung von Höfen als auch in Gärten investiert wurde. „Bei den restlichen Maßnahmen ging es unter anderem um die Erneuerung von Fenstern und Dachrinnen“, sagt Hollmann. Neben Wohnhäusern und landwirtschaftlichen Betrieben wurde auch an einem Geschäftshaus gearbeitet.

Nach der Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm im Jahr 2002 wurden im Förderzeitraum ab 2004 insgesamt 43 Maßnahmen bezuschusst. Zu den 16 öffentlichen Projekten gehören unter anderem der Kreisverkehr und die Neugestaltung der Hauptstraße in Neerstedt sowie der Schafkoben in Ohe. Weitere öffentliche Maßnahmen sind trotz der Verlängerung des Förderzeitraums angesichts der schlechten Haushaltslage der Gemeinde Dötlingen nicht geplant.

Private Antragssteller können hingegen noch profitieren, sofern es sich um Maßnahmen handelt, die den Zielen der Dorferneuerung entsprechen, wie zum Beispiel Projekte zum Erhalt oder zur Umgestaltung land- und forstwirtschaftlicher Bausubstanz mit ortsbildprägendem Charakter. Der Fördersatz beträgt bis zu 30 Prozent, der Mindestzuschuss liegt bei 2 500 Euro (mindestens 8 333 Euro Baukosten) und der Höchtzuschuss bei 20 000 Euro je Objekt.

Weitere Auskünfte erteilt Ulrike Hollmann. Sie ist im Rathaus unter Tel. 04433/ 950133 erreichbar. Informationen gibt es auch unter www.dötlingen.de in der Rubrik „Bau, Planung, Wirtschaft“ unter „Förderungen“.

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