Regierungskoalition in Hannover macht Weg frei für frühere Förderung der Privatschule in Spasche

Ab 2010 staatliches Geld für Gesamtschule

Christian Dürr, Berthold Seidel und Karl-Heinz Bley (v.l.) mit einem Poster, das das ganzheitliche Konzept der Privatschule Gut Spascher Sand verdeutlicht.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Die gute Nachricht wollten die Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley (CDU) und Christian Dürr (FDP) gestern gerne persönlich in Wildeshausen übermitteln.

Sie kamen in die Privatschule Gut Spascher Sand und berichteten Schulleiter Berthold Seidel, dass die neue Schule (ab Klasse 5) ab dem 1. Januar 2010 mit einem staatlichen Zuschuss in Höhe von 2 500 Euro pro Schüler und Jahr rechnen kann. Damit musste der Schulgründer nur 1,5 Jahre warten, um finanzielle Hilfe zu bekommen. Normalerweise gilt bei Schulneugründungen eine Bewährungszeit von drei Jahren, bevor erstes staatliches Geld fließt. Die neue fiskalische Lösung ohne Gesetzesänderung hat zwar noch nicht den Landtag passiert, doch die Regierungskoalition aus CDU und FDP hat sich im Rahmen ihrer Klausurtagung am Dienstag darauf geeinigt, derartige vorbildliche Privatschul-Neugründungen wie sie in Spasche geleistet wurde, vom ersten Tag an finanziell zu unterstützen.

„Jetzt können wir durchatmen“, sagte Bley gestern und verwies darauf, dass erste Gespräche über eine frühzeitige Förderung der Integrierten Gesamtschule in Spasche bereits im Januar 2007 geführt worden waren. „Es handelt sich um eine beispielhafte Schule, die hier aufgebaut worden ist“, so Dürr. Davon könnten sicherlich auch staatliche Schulen profitieren.

Schulgründer Wolfgang Rixen reagierte sehr erfreut auf die gute Nachricht. Er hatte schon den staatlichen Anteil für die ersten drei Jahre der Grundschule aus eigener Tasche übernommen und musste dann seit Sommer 2008 auch das Ausbleiben von Staatsgeld für die neue Schule überbrücken. Nun werden die Kosten für die Schüler von Land und Eltern beglichen. Insgesamt hat die Schule 230 Schüler. 62 Schüler besuchen die Klassen fünf und sechs, die Schule wird bis Klasse zwölf ausgebaut.

Theoretisch können auch andere Schulneugründungen im Land von der neuen Lösung profitieren. Zurzeit ist aber nur die Schule in Spasche betroffen.

Somit ist klar, dass die Regelung auf Druck von Bley, Dürr und des bildungspolitischen Sprechers der CDU-Fraktion, Karl-Heinz Klare, gefunden wurde. Entscheidend für die Förderung ist, dass die Schule nun schnell einen Antrag beim Kultusminister stellt.

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